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Ewige Buße. McAvoys dritter Fall Kriminalroman von Mark, David (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 10.10.2014
  • Verlag: Ullstein
eBook (ePUB)
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Ewige Buße. McAvoys dritter Fall

Kein Motiv, keine Schuld, keine Gnade Eigentlich kann Detective Aector McAvoy die Härte seines Berufs ganz gut wegstecken. Er hat nur eine Achillesferse: seine Familie. Er liebt seine Frau Roisin über alles. Sie hilft ihm, an das Gute im Menschen zu glauben. Doch jetzt versetzen brutale Morde das englische Städtchen Hull in Angst und Schrecken. Und mit jedem Toten kommt der Mörder näher an sein Ziel: Roisin McAvoy. David Mark wurde 1977 in Carlisle, England, geboren. Er lebt zusammen mit seiner Partnerin, zwei Kindern und zwei Hunden in einem abgelegenen Bauernhaus. Mark war über zehn Jahre lang als Gerichtsreporter für verschiedene Zeitungen tätig. In seiner Freizeit liest er gerne, trinkt dazu einen Whisky und geht danach zum Boxtraining.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 400
    Erscheinungsdatum: 10.10.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783843709880
    Verlag: Ullstein
    Größe: 2662 kBytes
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Ewige Buße. McAvoys dritter Fall

Kapitel 1

Montagmorgen. 9 . 16 Uhr.

Ein kleiner, stickiger Raum im Obergeschoss des Gesundheitszentrums in der Cottingham Road.

Detective Sergeant McAvoy hockt unbequem auf einem lächerlichen Schulstuhl für Kinder. Seine Knie sind fast auf Ohrenhöhe.

"Aector?"

Er merkt, dass er mit dem linken Bein wippt. Verdammt! Die Seelenklempnerin muss es auch gesehen haben. Er beschließt, damit weiterzumachen, damit sie nichts Falsches hineininterpretiert, wenn er aufhört.

Er fängt ihren Blick auf.

Sieht weg.

Hört auf zu wippen.

"Aector, ich versuche nicht, Sie auszutricksen. Sie müssen sich nicht ständig kontrollieren."

McAvoy nickt und fühlt einen frischen Schweißtropfen unter seinen Hemdkragen rollen. Es ist zu heiß hier drin. Selbst die Wände scheinen zu schwitzen, und das Fenster läuft an.

Sie redet schon wieder. Worte, Worte, Worte ...

"Habe ich mich etwa nicht entschuldigt wegen des Zimmers? Es war einfach kein anderes zu bekommen, es ist nichts frei. Wenn wir kräftig ziehen, kriegen wir das Fenster sicher auf, aber dann müssen Sie den Verkehrslärm ertragen."

McAvoy hebt flehend die Hände, obwohl ihm tatsächlich so heiß und ungemütlich ist, dass er sich am liebsten mit dem Kopf voran durch die Scheibe stürzen würde. Er triefte schon von Schweiß, als er reinkam. Seit zwei Wochen liegt eine schwüle Hitzeglocke über der Stadt, doch es ist eine Hitzewelle ohne blauen Himmel. Hull brütet unter einer Wolkendecke, die die Farbe von nassem Beton hat. Das Wetter macht die Menschen gereizt und lethargisch, und das Leben wird für große Männer mit flammend roten Haaren wie Detective Sergeant McAvoy zur reinsten Folter. Er ist seit Tagen übellaunig und verschwitzt. Es ist eine fiebrige Hitze, eine pestilenzartige, summende Glocke, die alles überdeckt. Für McAvoy fühlt sich jeder Schritt so an, als müsste er sich durch die pitschnasse Wäsche auf einer Leine hindurchkämpfen. Alle sehnen sich nach einem richtigen Gewitter, das die Luft reinigt, doch bisher hat noch kein einziger Blitz den Himmel durchzuckt.

"Ich dachte, die letzte Sitzung hätte Ihnen gefallen. Sie schienen richtig warm zu werden." Sie wirft einen Blick auf ihre Notizen."Wir haben über Ihren Vater gesprochen ..."

McAvoy schließt die Augen. Er will nicht unhöflich erscheinen, deshalb beißt er sich auf die Zunge. Soweit er sich erinnert, hat er kein Wort über seinen Vater gesagt. Nur sie.

"Okay, warum fangen wir nicht mit etwas weniger Persönlichem an? Ihrer Karriere vielleicht? Ihren beruflichen Zielen?"

McAvoy sieht sehnsüchtig zum Fenster. Die Szenerie im Rahmen könnte ein Foto sein. Zweige und Blätter des Vogelbeerbaums hängen reglos herab und verdecken den Blick auf die Universität auf der anderen Seite der belebten Straße, doch er kann sie sich deutlich vorstellen. Sieht die Studentinnen mit ihren bauchfreien Tops und kurzen Jeans vor sich, ihren Kniestrümpfen und den glatt zurückgekämmten Haaren. Er schließt die Augen, und alle verwandeln sich in Opfer. Am Nachmittag werden sie die Biergärten bevölkern. Sie werden mehr trinken, als ihnen guttut. Vom Alkohol leichtsinnig geworden, werden sie fremde Blicke auffangen, lächeln, flirten und das Gefühl nackter Haut genießen. Sie werden Fehler machen. Verwirrung, Hitze, Begehren und Angst sind die Folgen. Am Morgen müssen die Detectives die Übergriffe untersuchen, die sich daraus ergeben haben. Vielleicht eine Messerstecherei. Eltern werden trauern,

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