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Ewiger Atem Thriller von Slaughter, Karin (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 12.06.2017
  • Verlag: HarperCollins
eBook (ePUB)
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Ewiger Atem

Die 15-jährige Flora fühlt sich ausgenutzt und will nur weg - weg aus der Drogenhölle ihrer Großeltern, weg von deren perfiden Machenschaften. Inständig bittet sie Charlie Quinn um Hilfe. Als die Anwältin die Familie ihrer Klientin zur Rede stellt, schlägt ihr ein unerwarteter Hass entgegen. Um jeden Preis will sie verhindern, dass die Jugendliche zum Opfer von Geldgier und Gewalt wird. Doch ihre Nachforschungen konfrontieren Charlie mit einer furchtbaren Wahrheit, deren Tragweite sie nur erahnen kann. Der Short Thriller von Karin Slaughter erzählt die Vorgeschichte zu ihrem Roman 'Die gute Tochter'. Karin Slaughter ist international mit mehr als einem Dutzend Romanen an die Spitze der Bestsellerlisten gestürmt, unter anderem mit der Will-Trent- und der Grant-County-Serie. Weltweit werden mehr als 30 Millionen Exemplare ihrer Bücher verkauft.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 130
    Erscheinungsdatum: 12.06.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783959676762
    Verlag: HarperCollins
    Größe: 2751 kBytes
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Ewiger Atem

2

Charlie trat mit dem Fuß gegen den Süßigkeitenautomat im Keller des Gerichtsgebäudes. Das Glas ratterte im Rahmen. Noch einmal trat sie dagegen. Die hellgelbe Packung Starburst-Bonbons schaukelte auf der Metallspirale hin und her, fiel aber nicht herunter.

Ihr Schuh war ohnehin schon abgestoßen, seit sie vorhin zum Kotzen aufs Klo gestürzt war. Sie hob den Fuß für einen weiteren Tritt.

"Das ist staatliches Eigentum."

Sie drehte sich um. Ben Bernard, einer der Anwälte aus dem Büro des Bezirksstaatsanwalts kam die Treppe heruntergeschlendert. Der Kragen seines Hemds war ausgefranst. Seine Krawatte saß schief. Er betrachtete die stecken gebliebene Bonbonpackung. Ein großer Aufkleber auf dem Glas warnte davor, dass es mit Bußgeld und einer möglichen Haftstrafe geahndet werden konnte, wenn man den Automaten schüttelte.

"Wie nötig hast du es denn?" fragte er.

"Nötig genug, dass ich dir im Lagerraum einen blase, wenn du die Dinger für mich rausholst."

Ben packte den Automaten mit beiden Händen und rüttelte kräftig daran. Ihr Mann war kein Arnold Schwarzenegger, aber er war augenscheinlich motiviert. Er brauchte nur zwei Versuche, dann fiel die gelbe Packung ins Ausgabefach. Er bückte sich, holte sie heraus und überreichte sie ihr mit schwungvoller Geste.

Charlie war zu allem bereit, aber sie warnte ihn: "Ich sollte dir wahrscheinlich gestehen, dass ich vor zwanzig Minuten noch mit dem Kopf über der Kloschüssel hing."

"Sie haben nach dem letzten Mal sowieso ein Schloss an der Tür angebracht." Er legte ihr die Hand auf die Stirn. "Alles okay mit dir?"

"Ich glaube, es ist PMS." Sie biss die Bonbonpackung auf. "Hör zu, du musst einen Namen für mich überprüfen."

Ben kaute auf seiner Zungenspitze. Sie waren seit vier Jahren in ihren jeweiligen Jobs tätig, aber er war Staatsanwalt und sie Strafverteidigerin, und sie hatten noch immer nicht richtig herausgefunden, wie sie sich gegenseitig helfen und trotzdem beruflich auf ihrer eigenen Seite bleiben konnten.

"Es ist kein Kriminalfall", versicherte sie ihm. "Zumindest nicht, was meine Rolle dabei betrifft. Es geht um ein Mädchen, das für mündig erklärt werden möchte."

Er saugte geräuschvoll Luft durch die Zähne.

"Ja, es ist keine so tolle Situation." Charlie fummelte an einem Bonbonpapier herum. "Ich war gerade oben und habe einen Antrag auf Einsicht in einen strukturierten Treuhandfonds ausgefüllt. Die Vormünder sind ihre Großeltern. Hört sich an, als würden sie üble Dinge treiben."

Er nahm ihr das Bonbonpapier aus der Hand. "Was für üble Dinge?"

"Tabletten, wenn ich richtig verstanden habe. Und Alkohol. Und Geld aus dem Treuhandfonds. Anscheinend sind sie dabei, ihn zu leeren, bevor sie volljährig ist."

"Dann kann sie dich also bezahlen?"

"Ähm." Charlie zuckte mit den Achseln und schenkte ihm ein hoffentlich gewinnendes Lächeln.

"Dexter Black", sagte Ben.

"Ist nicht mein Klient."

"Ja, das habe ich bemerkt, als Carter Grail ihn für ein Gespräch zu uns begleitet hat. Hast du eine Vorstellung, wann er dich bezahlen wird?"

"Baby, wenn meine Mandanten mich bezahlen würden, würden wir wahrscheinlich in Costa Rica oder irgendwo in den Urlaub fahren, und du würdest dir einen schweren Sonnenbrand holen, und das würde dein Risiko erhöhen, am Schwarzen Melanom, der tödlichsten Form von Hautkrebs zu erkranken, und dann müsste ich mich umbringen, weil ich ohne dich nicht leben kann."

"Okay, das klingt natürlich einleuchtend."

Charlie sah, dass er sich Mühe gab. "Ich bin mir nicht hundertprozentig sicher, ob sie nicht missbraucht wird."

"Scheiße."

"Na ja, sie hat nicht gesagt, dass sie missbraucht wird. Sie hat es sogar abgestritten, aber ..." Charlie zuckte wieder mit den Achseln. Sie war keine Hellseherin, aber sie hatte kein gutes Gefühl gehabt, als Flora den Missbrauch leugnete. In den Augen des Mädchens lag

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