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Fünf Leichen im Kapellenwald Hauptkommissar Dallmairs 1. Fall von Lutz, Wilhelm (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 12.08.2014
  • Verlag: novum pro Verlag
eBook (ePUB)
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Fünf Leichen im Kapellenwald

Bei den abgelegten fünf skelettierten Leichen im Kapellenwald handelt es sich um fünf junge Menschen, die bereits an einem anderen Ort vergraben wurden. Hauptkommissar Dallmair und seine Kollegin Kommissarin Eva Melzer sowie Kommissar von Hautzenberg ermitteln gegen sechs Verdächtige. Ein Hauptzeuge der ihnen weiterhelfen könnte, stirbt einige Wochen vor der Befragung. Die Verdächtigen beschuldigen sich gegenseitig und legen falsche Fährten. Eine Diebstahlserie bringt Licht ins Dunkel und die Ermittler erhalten Einblick in ein organisiertes Verbrechen. Dabei stoßen Dallmair und sein Team auf eine erfolgversprechende Spur. Wilhelm Lutz wurde 1942 in München geboren und lebt heute in Ottobrunn. Durch den Beruf als Einzelhandelskaufmann, den er 45 Jahre ausübte, begegneten ihm sehr viele Menschen, deren Lebenswege und Schicksale ihn sehr berührten. Seine Erkrankung an Multipler Sklerose beendete vorzeitig seine berufliche Tätigkeit. Im Schreiben von Kriminalromanen, in denen er seine früheren Kunden mit einbindet, fand er eine neue Aufgabe.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 182
    Erscheinungsdatum: 12.08.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783990385555
    Verlag: novum pro Verlag
    Größe: 416 kBytes
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Fünf Leichen im Kapellenwald

2

Polizeipsychologe Dr. Friedrich Hauser hatte inzwischen mit einfühlsamen Gesprächen den Oberförster Helmut Glaser so weit beruhigt, dass er wieder klarer denken und Fragen beantworten konnte. Simone Glaser, die sich um ihren Mann liebevoll kümmerte, bereitete in der Küche belegte Brote und Kaffee. Dr. Hauser stellte nun Herrn Glaser Fragen, um zu erkennen, wie weit er imstande war, die ersten Eindrücke vom Fundort zu schildern. Herr Glaser antwortete überlegt und ruhig und erzählte das Erlebte vom Auffinden der Leichen bis zum Ankommen bei der Kapelle.

Der Psychologe stellte in Abständen Kontrollfragen, um sich zu vergewissern, ob die Antworten mit den vorhergehenden übereinstimmten. Frau Glaser servierte nun Kaffee und die sehr delikat zubereiteten Brote. Herr Dr. Hauser bat Frau Glaser statt Kaffee um ein Glas Wasser, mit der Begründung, nachmittags keinen Kaffee mehr zu trinken, weil er sonst eine schlaflose Nacht erleben würde. Während des Essens erkundigte sich Dr. Hauser nach der Familie der Glasers, fragte, wie viele Kinder sie hätten, und dass ein Förster doch immer einen Jagdhund besaß, dem er jedoch noch nicht begegnet sei.

"Mist!", entfuhr es da Glaser, der befand sich immer noch im Landrover, den er an der Kapelle abgestellt hatte.

Oberförster Glaser sprang auf, fragte seine Ehefrau nach den Autoschlüsseln ihres Volvos und wollte schon aus dem Haus stürmen, als der Polizeipsychologe ihm zurief, hierzubleiben, denn das Fahrzeug könnte doch ein Polizeibeamter vorbeibringen.

"Stimmt", pflichtete ihm Glaser bei, "die Schlüssel stecken ja noch."

Kommissar von Hautzenberg und Kommissarin Eva Melzer sortierten inzwischen die eingesammelten Fundstücke. Der größte Teil bestand aus Plastikbechern, Zeitungen und Utensilien, die besonders am Waldrand benötigt werden, um unbekümmert seiner Lust nachzugehen. Am Mienenspiel der beiden war abzulesen, wie eklig sie das Sortieren empfanden.

Kollege von Hautzenberg schüttelte den Kopf und bemerkte: "Was sollen wir denn mit diesen lustgefüllten Kondomen ermitteln, denkst du vielleicht, der Täter hatte mit den Skeletten noch Geschlechtsverkehr?"

Eva Melzer konnte sich nicht mehr zurückhalten und bekam einen Lachanfall, von dem von Hautzenberg so angesteckt wurde, dass er sich vor Lachen krümmte. Als dann Eva Melzer noch dazu bemerkte: "Detlev, kannst du dir das bildlich vorstellen?", gab es für die zwei kein Halten mehr. Ihre Körper bogen sich vor Lachen, Tränen rannen übers Gesicht und es wurde immer lauter im Dienstzimmer. In diesem Augenblick kam Hauptkommissar Dallmair von der Pressekonferenz ins Büro gestürzt und schimpfte auf die neugierigen Journalisten, die mit bohrenden Fragen die Kripo angriffen, so als wären die Beamten, die an der Aufklärung des Falles arbeiten, unfähig diese Ermittlung zu leiten. Der Leiter des Morddezernats musste ihn ermahnen, als er die Journalisten als unfähige, Schlagzeilen produzierende Schmierfinken bezeichnete, die von der Ermittlungsarbeit der Kripo so viel verstünden wie ein Bademeister vom Kühe melken.

Erst jetzt bemerkte er Frau Melzer und Herrn von Hautzenberg und die heitere Stimmung. Ohne den Grund zu wissen, wurde auch er damit infiziert; seine miese Stimmung änderte sich abrupt.

"Ich finde es bemerkenswert, dass trotz fünf Leichen, wenig Spuren und gierigen Journalisten uns noch zum Lachen zumute ist. Das könnte vielleicht wichtig sein", unterbrach Eva Melzer den Hauptkommissar.

Sie zeigte zwei Gegenstände, die

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