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Fürchtet mich Thriller von Kernick, Simon (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 19.01.2015
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Fürchtet mich

Ein guter Tag zum Sterben Ein paradiesischer Tag auf den Philippinen. Dennis Milne, Londoner Ex-Cop, wollte eigentlich nicht mehr töten. Aber das Schicksal hat anders entschieden. In einer abgelegenen Schlucht erschießt er den Mörder seines Freundes: präzise, gnadenlos. Doch das ist erst der Anfang seines Rachefeldzugs. Um an die Hintermänner zu gelangen, die seinen Freund auf dem Gewissen haben, muss Milne zurück nach London: ein Selbstmordkommando jenseits aller Grenzen. Simon Kernick, 1966 geboren, lebt in der Nähe von London und hat zwei Kinder. Die Authentizität seiner Romane ist seiner intensiven Recherche zu verdanken. Im Laufe der Jahre hat er eine außergewöhnlich lange Liste von Kontakten zur Polizei aufgebaut. Sie umfasst erfahrene Beamte der Special Branch, der National Crime Squad (heute SOCA) und der Anti-Terror-Abteilung. Mit Gnadenlos (Relentless) gelang ihm international der Durchbruch, mittlerweile zählt er in Großbritannien zu den erfolgreichsten Thrillerautoren und wurde für mehrere Awards nominiert. Seine Bücher sind in dreizehn Sprachen erschienen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 464
    Erscheinungsdatum: 19.01.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641160975
    Verlag: Heyne
    Serie: Dennis Milne 2
    Originaltitel: A Good Day to Die
    Größe: 1049 kBytes
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Fürchtet mich

3

Zwei Tage nach dem Treffen mit Tomboy fuhr ich von Sabang nach Puerto Galera. Die Straße war mit Schlaglöchern übersät. Ich hatte eine Pistole eingesteckt und den Kopf voller Gedanken.

East Brucal Street ist eine ruhige und üppig begrünte Seitenstraße von Puerto Galeras geschäftiger Promenade. Das zweigeschossige Hotel California liegt etwa in der Mitte, halb versteckt hinter den Mangobäumen, die das Sträßchen säumen. Im ersten Stock befindet sich ein Terrassenrestaurant, das wunderbar in die Gegend passt. Es gehört einem Vietnamveteranen, und zwar einem von der Sorte, mit dem man besser keinen Streit anfing. Aber Tomboy und er waren freundschaftlich verbunden, und man konnte sich wohl darauf verlassen, dass er nicht allzu genau hinsah, wer alles sein Etablissement bevölkerte. Mit dreihundert Pesos pro Nacht für ein Doppelzimmer mit Bad war es eine gute und preiswerte Wahl. Besonders für Billy Warren, dessen Übernachtung Tomboy im Voraus beglichen hatte.

Es war ein sonniger Freitagnachmittag, halb drei, und die Straße lag in der brütenden Hitze wie ausgestorben vor mir. Auch bei den wenigen weiter die Straße hinauf abgestellten Autos rührte sich nichts. Ich fuhr etwa zehn Meter am Hotel vorbei und parkte vor einer bizarren Ansammlung rostiger Bleche, die man irgendwie in einen Blumenladen verwandelt hatte. Dann rief ich die Mobilnummer an, die man mir gegeben hatte.

Warren antwortete nach dem fünften Klingeln. "Hallo?"

Er klang neutral, ein wenig heiser vielleicht, aber keineswegs nervös.

"Mein Name ist Mick Kane", sagte ich und kam direkt zur Sache. "Ich soll Ihnen etwas aushändigen und einige Instruktionen geben. Ich stehe draußen gleich neben dem Hotel. Ein blauer Land Rover. Können Sie runterkommen?"

"Ich habe noch nie einen blauen Land Rover gesehen", erwiderte er unbestimmt.

"Nun, dann haben Sie jetzt die Gelegenheit. Sie dürfen sogar eine Runde mitfahren. Der Ponderosa Golf Club hat eine hübsche kleine Bar. Fünfzehn Minuten von hier. Da ist es ruhig, und wir können alles Weitere besprechen."

"Sie wollen mich also zu einer Spritztour überreden, ja?" Er klang misstrauisch, aber auch leicht spöttisch, als wolle er mich wissen lassen, dass er mich durchschaute. "Da sitze ich nun in meiner verlassenen Absteige in einem Land, wo laut BBC ein Menschenleben nichts zählt, und werde prompt von einem Mann, den ich noch nie gesehen habe und der angeblich eine Menge Geld für mich bereithält, eingeladen, mit ihm eine Landpartie zu unternehmen."

"Hören Sie", entgegnete ich ungerührt. "Mir ist es egal, wie wir es machen. Ich habe nur den Auftrag, Ihnen den Koffer auszuhändigen und Ihnen ein paar Instruktionen zu geben, die Ihnen den Aufenthalt hier erleichtern werden. Wenn Sie wollen, können Sie herunterkommen, und wir erledigen das Ganze gleich hier. Mir ist das egal. Ich dachte nur, ein Drink wäre vielleicht keine schlechte Idee."

"Dieser Laden, hat der Aircondition? Ich gehe nirgendwo hin, wo keine Aircondition ist. Nicht in dieser Hitze."

"Sicher hat er das", log ich, "und eine schöne Aussicht. Es wird Ihnen gefallen."

"Wir werden sehen", sagte er enigmatisch und hängte auf.

Keine Frage, der Mann hielt sich wohl für ausgesprochen clever und wollte mir deutlich unter die Nase reiben, dass er kein Idiot war. Typen wie ihn hatte ich früher dutzendweise kennengelernt. Typen, die glauben, alles besser zu wissen, die überzeugt sind, die Gesetze der Straße zu beherrschen, und glaubten, man könne ihnen nichts vormachen. Aber alle hatten sie eine Schwäche. Man musste nur an der richtigen Stelle bohren.

Fünf Minuten vergingen, ich war schon kurz davor, den Schlauberger noch einmal anzuklingeln, um zu fragen, was für ein Spielchen er da abzuziehen gedachte, da trat er aus dem Hotel und ging ohne sich umzusehen direkt auf den Land Rover zu. Das hieß, er musste ihn bereits vom Hotelfenster aus beobachtet h

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