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Falkenspur Ein Literatur-Krimi von Köstering, Bernd (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 03.02.2016
  • Verlag: Gmeiner-Verlag
eBook (PDF)
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Falkenspur

Aus einer Galerie werden Bilder der Offenbacher K nstlerin Claudia Jansen gestohlen. Der Privatdetektiv Herbert Falke erh"lt den Auftrag, die Gem"lde zu suchen. Doch alle Spuren f hren ins Leere. Gleichzeitig sorgt sich Falke um seine Enkelin Franziska. Ein Stalker lauert ihr immer wieder auf, bricht sogar in ihre Wohnung ein. Und auch Claudia Jansen f hlt sich verfolgt. Gemeinsam mit Franziska macht sich Herbert Falke daran, die F"lle zu l"sen. Bernd K"stering, geboren 1954 in Weimar, ist ein Krimiautor der leisen T"ne. Seine Romane und Kurzgeschichten zeigen ein feines Gesp r f r die Beweggr nde der handelnden Menschen. Er entwickelte zusammen mit dem Gmeiner-Verlag das Genre des Literaturkrimis, in dem ein bekanntes Werk der Weltliteratur den jeweiligen Fall ausl"st oder aufl"st. Seine Goethekrimis um den Privatermittler Hendrik Wilmut haben unter Fans inzwischen Kultcharakter. Er wohnt mit seiner Familie in Offenbach am Main und ver"ffentlichte bisher vier Romane, zahlreiche Kurzgeschichten und Krimir"tsel. Besuchen Sie den Autor unter www.literaturkrimi.de

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 249
    Erscheinungsdatum: 03.02.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783839249451
    Verlag: Gmeiner-Verlag
    Größe: 1803 kBytes
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Falkenspur

Dienstag 14. Juli

Kamilla Beskow parkte ihren Wagen im Innenhof der Heyne-Fabrik. Die Sonne stand bereits hoch über Offenbach, doch die Frische der Nacht war noch zu spüren. Kamilla Beskows Wohlempfinden war extrem vom Wetter abhängig. Ein klarer Sommermorgen, der einen heißen Tag ankündigte, war genau das, was sie heute brauchte. Mit schwingendem Schritt ging sie auf die Eingangstür ihrer Galerie zu. Sie wollte gerade den Zahlencode eingeben, als sie erstarrte. Die Tür stand eine Handbreit offen. An Türblatt und Rahmen befanden sich zahlreiche Kratzer und Dellen, offensichtlich Spuren von Einbruchwerkzeug. Sie streckte die Hand aus, zögerte. Der Dieb konnte noch in den Räumen der Galerie sein. Sie nahm ihr Mobiltelefon aus der Handtasche und wählte die 110. "... Galerie Beskow, ehemalige Heyne-Fabrik ... Genau, Ludwigstraße 180, ist ausgeschildert." Dann versteckte sie sich einige Meter entfernt hinter einem Trafohäuschen und behielt die Tür im Blick. Mit zitternden Fingern zündete sie sich eine Zigarette an. Nichts rührte sich. Als der Streifenwagen um die Ecke bog, hatte sie die Zigarette noch nicht einmal zu Ende geraucht, sie warf den Rest zu Boden und trat die Glut aus.

Zwei Uniformierte stiegen aus. "Frau Beskow?"

"Ja."

"Polizeioberkommissar Neumann vom 2. Revier. Das ist Polizeikommissarin Schmied."

Kamilla Beskow nickte. Sie zeigte auf die Tür. Ihr blonder Pagenkopf bewegte sich aufgeregt hin und her. "Ich habe nichts angefasst."

"Gut so", sagte Neumann.

"Ich hatte ... Also, ich dachte, es könnte ja noch jemand drin sein."

Neumann nickte und gab seiner Kollegin ein Zeichen. Beide zogen ihre Dienstwaffe und liefen auf die Tür zu. Die Polizistin schob die Tür langsam mit dem Fuß auf, während ihr Kollege bereitstand, die Waffe im Anschlag. Keine Reaktion aus dem Inneren. Schritt für Schritt, sich gegenseitig sichernd, drangen sie in das Gebäude ein. Nach endlos erscheinenden Minuten kamen sie zurück. "Keiner drin!"

"Ich muss nachsehen, was gestohlen wurde", sagte Kamilla Beskow.

"Gut, aber fassen Sie bitte nichts an, die Spurensicherung ist unterwegs."

Kamilla Beskow ging durch den schmalen Gang, wollte schon die Bürotür öffnen, zog dann aber ihre Hand zurück und folgte dem Gang weiter bis in die große Ausstellungshalle. Die rohen Wände waren weiß getüncht, auf dem Boden lag helles Parkett, die hohen Fenster der ehemaligen Fabrik ließen die Morgensonne hereinfluten. Kamilla Beskows Blick tastete die Wände ab. Sie kannte jedes Objekt. "Hier fehlt nichts!", sagte sie.

Eine Treppe führte ins Obergeschoss, zum Dachatelier. Der Raum maß ungefähr 200 Quadratmeter, eine Wand war in Dunkelblau gehalten, die anderen in Weiß. Das gesamte Dach bestand aus alten Industriefenstern, mit bulligen Stegen. Teilweise war der Fensterkitt abgebröckelt. Trotz der frühen Tageszeit war der Raum bereits gut aufgeheizt. Und mitten auf der blauen Wand fehlte ein Bild.

Kamilla Beskow fühlte ihre Knie weich werden. Zum Glück bemerkte die Polizistin ihr Schwanken und schob ihr schnell einen Stuhl hin. Sie ließ sich fallen. "Wieder ein Jansen!"

"Ein Bild von Claudia Jansen? Das fehlt?", fragte Neumann.

Sie nickte.

"Warum sagen Sie 'wieder'?"

"Bereits das dritte."

Der Polizeioberkommissar sah sie fragend an.

"Letztes Jahr wurde schon ein anderes Bild von ihr gestohlen, hier, aus dem gleichen Raum. Daraufhin habe ich eine Stahltür mit Alarmsystem einbauen lassen. Zuvor war ich mit der Galerie in Seligenstadt, in einem Altbau, schlecht gesichert, kein Kunststück, da einzubrechen. Dort wurde das erste Jansen-Bild gestohlen."

"Haben Sie einen Strafantrag gestellt?"

"Sie meinen Anzeige erstattet, ja natürlich, können Sie alles nachlesen, die Bilder sind bis jetzt nicht wieder aufgetaucht."

Die Polizistin inspizierte die blaue Wand. "Hier hängt ein kleines Schild: 'Verka

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