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Ferkel fliegen nicht von Martin, Ninni (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 17.10.2012
  • Verlag: epubli
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Ferkel fliegen nicht

'Ferkel fliegen nicht' handelt von der verhängnisvollen Verwicklung zweier Protagonisten, deren Lebenswege sich kreuzen: Friedemann, ein Weltenbummler, der mit wachsendem Zynismus Schutz hinter der Fassade eines bürgerlichen Lebens sucht. Fatima, eine von sich selbst ernüchterte Journalistin, der um jeden Preis die gewaltig große Geschichte gelingen will. Frieder, Anfang bis Mitte 40, Tierarzt und Wissenschaftler, beginnt eine neue berufliche Laufbahn in einem Landesministerium. Für ihn ist es vor allem der Versuch, einen langjährigen Auslandsaufenthalt hinter sich zu lassen, für welchen er eine Zweitidentität angenommen hatte und der ihn bis zuletzt in tiefe Verstrickungen mit einem Drogenkartell führte. Bald erkennt er, dass das angestrebte bürgerliche und abgesicherte Leben nicht seiner Bestimmung entspricht. Mit Rücksichtslosigkeit versucht Frieder, sich dennoch in das ihm erscheinende Trugbild der Bürgerlichkeit festzusetzen. Fatima Siniola ist Anfang bis Mitte 20, Römerin und Journalistin. Sie erkennt, dass der Journalismus zwar ihre Bestimmung ist, die ihr allerdings zuwider wird und von der sie sich nicht lösen kann. Aus Ehrgeiz und Geltungssucht blieben ihre Versuche, sich neue Ziele zu setzen, um sich auf anderen Wegen zu versuchen, nur halbherzig und ergebnislos. Die Handlung ist in jeder Hinsicht frei erfunden. Schlagworte: Journalismus, Thriller, Wissenschaftskrimi, Wirtschaftskrimi, Ägypten, Rom. Zumal das Manuskript kein Verlagslektorat durchlaufen hat, bittet der Autor um Nachsicht für Schreib- und Formatfehler, welche dem Roman sicher noch anhaften. Davon abgesehen darf beim Lesen abwechslungsreiche und spannende Unterhaltung erwartet werden. Autorenschaft: Der Autor, Jahrgang 1963, lebt im Raum Stuttgart und veröffentlicht unter Pseudonym und ohne Gewähr für Schreib-, Format- und Herstellungsfehler.

Der Autor lebt im Raum Stuttgart und veröffentlicht unter Pseudonym.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Erscheinungsdatum: 17.10.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783844236088
    Verlag: epubli
    Größe: 386 kBytes
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Ferkel fliegen nicht

3.

Da war er nun, dieser Augenblick, wenn das Klingeln des Telefons zu einer Ahnung führt, die sich nicht in Worte fassen lässt: Tatsächlich, es klingelte! Jutta hatte die Nummer des Anschlusses nie eintragen lassen und alle ihre Verwandten, Bekannten, Freunde, Kollegen und wer sonst noch sie an diesem Samstag hätte sprechen wollen, wüssten sie doch längst in Rom. Denn dorthin war sie hingezogen, um ebenso wie Frieder zum Monatsbeginn eine neue Stelle anzutreten. Dorthin war sie die Karriereleiter hinaufgeklettert und auf einer Traumposition als teilhabende Partnerin in einer FAO-nahen PR-Agentur angelangt. Sie wagte den Wechsel, nicht um dort nur zu bleiben, sondern um zu lauern. Irgendwann, sicher bald, böte sich für sie ein erneuter Klimmzug auf eine Stufe in noch höheren Sphären der Karriere als lohnend an. Jutta war unersättlich. Die Gier nach Anerkennung durch Position verwandelte sie wie in eine Schlossherrin, die sich begehrenswert durch den jeweils zur Schau gestellten Prunk hält. Doch ihre Unersättlichkeit ließ sie auch wie zu einer kalten Festungskommandantin verkommen, die rücksichtslos alles einfordert, verbraucht und opfert, was zur Verteidigung des hinter Schutzwällen Zusammengerafften auch nur entfernt taugt. Jutta opferte dafür Vertrauen, Großmut, Achtung, Anstand, Freundschaft und all die anderen hehren Werte des guten, soweit nicht treuen Umgangs mit allen ihren Weggefährten. Es klingelte. Telefonvertreter würden wohl auch samstags anrufen, um in ihrem anonymen Gewerbe irgendwelchen Schund samt Knebelverträge an Kunden oder Opfer zu verkaufen, deren Telefonnummern zuvor ein Zufallsgenerator ausgeworfen hatte. Doch nicht ausgerechnet an diesem Wochenende! Das zumindest hoffte Frieder so sehr, dass sich das pure Wunschdenken bei ihm, der ungern mit dem Schlimmsten rechnet, wie selbstverständlich einstellte. Er ließ es weiter klingeln. Wer immer anrief, meinte kaum Jutta. War dieser Anruf dann für ihn selbst bestimmt? Doch Frieder konnte es sich nicht vorstellen, dass es außer Jutta jemanden gäbe, der wüsste, wo genau er sich gegenwärtig, und im Ungefähren bis vor Montag, aufhielte. Eben wegen dieser Ahnung schied Jutta für Frieder als Anruferin aus der Wahl des Möglichen aus. Was es zu regeln galt, hatten sie bereits vereinbart und was andernfalls noch zu besprechen wäre, hätte Zeit und keine Dringlichkeit. Wozu also noch weitere Worte? Jutta spräche erst wieder in zwei oder drei Wochen mit Frieder. Dann würde sie sich erkundigen, ob sich Interessenten oder bereits Käufer für das Apartment eingefunden hätten oder ob Rechnungen in ihren Briefkasten geworfen worden wären, die es zu begleichen galt. Jutta konnte sehr sachlich und nüchtern sein und sich völlig auf das Geschäftliche beschränken, vor allem Menschen gegenüber, von denen sie sich nach aller Intimität wieder distanzierte. Frieder wusste daher, dass sie ihn deshalb nie nach dem Verlauf und dem Erfolg seines beruflichen Neubeginns fragen würde. Es spielte für sie keine Rolle mehr, dass er als Nachfolger ihren ab Montag ehemaligen Arbeitsplatz einnehmen durfte und er diese Stelle nur durch ihr ureigenes, unermüdliches, zuweilen wohl auch intrigantes Betreiben erhalten hatte. Solche persönliche Anteilnahme erwartete Frieder von Jutta nicht. Aber auch seinerseits verbot sich ihm weitergehendes Interesse an ihr. Frieder versuchte gegenüber Jutta eine Haltung beizubehalten, die er sich als Ergebnis gelegentlicher schmerzlicher Erfahrung, blanker Vernunft und vielleicht insgeheim auch eigennütziger Überlegung bereits vor 20 Jahren für den absehbaren Fall schwindender Zuneigung zurechtgelegt hatte. Er wollte, wie bereits damals nicht, an ihr nicht zerbrechen.

Frieders Vorahnung ließ es auf einen Wartetest ankommen und hielt ihn davon ab, den Hörer abzunehmen. Schließlich verstummte das Klingeln. Die Ruhe im Apartment in einem überhaupt ruhigen Haus hatte für Frieder plötzlic

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