text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Feuertaufe. Lorenz Lovis ermittelt Ein Brixen-Krimi von Troi, Heidi (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 20.02.2020
  • Verlag: Servus
eBook (ePUB)

9,99 €1

4,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Feuertaufe. Lorenz Lovis ermittelt

Auf Mörderjagd in Südtirol: Alpenkrimi mit Humor und Charme Eindrucksvolle Berggipfel, sanft geschwungene Weinberge und kleine Städte und Dörfer, die sich in die Täler schmiegen: Südtirol kennen wir als malerische Urlaubsregion. Doch in Heidi Trois Krimi wird bald klar: Die Idylle ist trügerisch. Lorenz Lovis, Mitte vierzig, Junggeselle und geschasster Beamter der Staatspolizei Brixen steht vor einer schwierigen Entscheidung: Soll er den Bauernhof seines verstorbenen Onkels weiterführen - ganz ohne Erfahrung als Landwirt? Doch bevor er seiner neuen Berufung zum Bauern folgt, sind seine ermittlerischen Fähigkeiten gefragt: Ein Unbekannter wirft dahingemetzelte Uhus auf das Grundstück von Baron Carlo Cavagna. Ein dummer Jungenstreich oder doch ein Sabotageakt gegen Cavagnas umstrittenes Luxushotelprojekt? Als in der Jagdhütte des Barons eine Leiche gefunden wird, beginnt es im beschaulichen Brixner Talkessel ordentlich zu rumoren. - Unterhaltsamer Regionalkrimi für Fans von Franz Eberhofer und Kommissar Kluftinger - Spannende Urlaubslektüre: humorvoll und mit einem Augenzwinkern erzählt - Gewieft und pragmatisch: sympathische Ermittler-Figur als Südtiroler Matula Schauplatz Brixen: Start der Krimireihe um Privatdetektiv Lorenz Lovis Zunächst findet Lorenz Lovis die Vorstellung, als Privatermittler zu arbeiten, skurril: 'Ich sehe schon die Schlagzeilen vor mir: Privatdetektiv ermittelt im Mordfall! Wann hat es hier nochmal den letzten Mord gegeben?' Doch seine Neugier ist geweckt, und er nimmt die Fährte auf - allerdings eher gemächlich. Und nicht, ohne jede Stolperfalle mitzunehmen, die sich vor ihm auftut. Ein bisschen selbstironisch, ein bisschen hemdsärmelig - Heidi Troi entwirft einen höchst liebenswürdigen Ermittler, dem es aber nicht am nötigen Spürsinn fehlt. Die Autorin ist eine geborene Südtirolerin und lebt in Brixen. Dort leitet sie das von ihr gegründete Theaterpädagogische Zentrum. Sie kennt die Schauplätze ihrer Krimireihe wie ihre Westentasche. Entdecken Sie zusammen mit Privatdetektiv Lorenz Lovis die Abgründe der Südtiroler Bergwelt!

Heidi Troi, 1972 geboren, lebt in Brixen in Südtirol und leitet dort das von ihr gegründete Theaterpädagogische Zentrum. Mit ihrer Brixen-Krimireihe um Privatdetektiv Lorenz Lovis führt sie den Lesern nicht nur die Abgründe der Südtiroler Bergwelt vor Augen. 'Feuertaufe' ist ihr erster Kriminalroman; Band zwei ist bereits in Arbeit.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 368
    Erscheinungsdatum: 20.02.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783710450327
    Verlag: Servus
    Serie: Servus Krimi 1
    Größe: 2072 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Feuertaufe. Lorenz Lovis ermittelt

Mit einem Knoten im Magen bog Lovis in den Feldweg ein, der von der Hauptstraße abging und zum Messner Hof führte. Sein froschgrüner VW Golf, Baujahr 1977 und damit dieselbe Altersklasse wie er selbst, rumpelte gnadenlos in jedes Schlagloch, und genau in der Kurve mit der gemeinen Steigung starb der Motor ab. Lovis drehte den Zündschlüssel einmal, zweimal, doch außer einem müden Husten gab der »Kübel«, wie er seinen Oldtimer liebevoll nannte, kein Lebenszeichen von sich.

Dann eben nicht, dachte Lovis. Er stieg aus, schlug die Autotür zu und fixierte sein Ziel mit zusammengekniffenen Augen. Ein paar Hundert Meter bergwärts lag der Messner Hof. Friedlich schmiegte er sich in eine schattige Mulde. Daneben verlief ein kleines Bächlein, das jetzt zur Schneeschmelze noch munter vor sich hinplätscherte. Im Sommer würde es ausgetrocknet sein. Bis an den Weg standen Apfelbäume, die Knospen schon ganz dick und heute von einer glänzenden Eisschicht umhüllt. In prallen Tropfen hingen kleine Eiszapfen von den Ästen. Wenn die Sonne gegen zehn Uhr hinter der Plose hervorkam, würden die Bäume wie verzaubert glitzern, und die Apfelwiese wäre wie aus einem Märchen anzuschauen.

Schnaufend wanderte Lovis den Feldweg hinauf zum Hof. Aus dem Stall klangen die typischen Geräusche der Morgenfütterung. Paul war also schon an der Arbeit. Einen kurzen Moment lang zögerte Lovis. Sollte er ihm beim Melken zur Hand gehen? Doch er entschied sich dagegen. Ein leerer Magen und Stallgeruch - das vertrug sich nicht. Er wandte sich dem Wohnhaus zu und stapfte den schmalen Weg hoch zum Eingang, wo er von einem schwanzwedelnden Bernhardiner freudig empfangen wurde.

»Na, Barnabas, alter Junge«, begrüßte er den betagten Hofhund und streichelte ihm über den Kopf. »Hast du auch Hunger?«

Barnabas vollführte eine Art Tanz, tappte von einer Pfote auf die andere und drehte sich wild im Kreis. Lovis interpretierte das als eindeutiges Ja. Er drückte die Klinke der Haustür herunter, und der Hund schoss wie der Blitz hinein, direkt auf seinen leeren Napf zu, der in dem dunklen Flur auf den Steinfliesen stand.

»Warte einen Moment.« Lovis füllte die Schüssel des Hofhundes mit Trockenfutter, das er in der Abstellkammer fand, und schmunzelte über die Begeisterung, mit der sich Barnabas über sein Fressen hermachte. Ein Grummeln erinnerte Lovis daran, dass auch sein eigener Magen leer war. Höchste Zeit für ein Frühstück.

Er fühlte sich wie ein Eindringling, als er die Küchentür aufzog. Beim Anblick des leeren Stuhls am Herd fühlte er einen Stich in der Magengrube. Er sah sich auf der Suche nach Essbarem um. Ein Graukäse schimmelte im Kühlschrank vor sich hin, daneben lag eine Flasche Bier. Sieht schlecht aus für mein Frühstück, stellte Lovis missmutig fest. Er hätte sich dafür ohrfeigen können, dass er nicht daran gedacht hatte, bei einer Bäckerei vorbeizufahren. Bisher war das nie nötig gewesen. Egal zu welcher Tageszeit er auf dem Messner Hof aufgekreuzt war: Der Kühlschrank und die Speisekammer waren immer gut bestückt gewesen. Lovis schluckte den Kloß hinunter, der sich in seinem Hals bildete. Sein Blick fiel auf den Stapel mit Gedenkkärtchen. Sebastian lachte ihm entgegen, so wie man ihn vor der Krankheit gekannt hatte, mit Strohhut, Zahnlücke und tausend Fältchen um die Augen.

Lovis kam es nach wie vor unwirklich vor, dass der Onkel nicht mehr auf seinem angestammten Platz in der Küche saß, einen Zigarettenstummel im Mundwinkel und ein Glas Rotwein vor sich.

Auf dem Herd entdeckte Lovis eine Mokkamaschine. Ein Kaffee wäre ein guter Anfang, dachte Lovis, und so schraubte er die Kanne auf. Der Kaffeesatz darin war angeschimmelt. Er kippte ihn in den Müll und spülte den Filter gründlich aus. Die Kaffeedose war leer. Natürlich.

Entnervt fuhr sich Lovis durchs Haar und lie

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen