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Final Game - Blutige Abrechnung von Breuer, Guido M. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.11.2018
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
6,99 €
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Final Game - Blutige Abrechnung

Wenn dir alles genommen wird - woher weißt du noch, was das Richtige ist?

Vincent Busch hat alles verloren: Seinen Traum von einer Profikarriere im American Football. Sein Leben als Berufssoldat, nachdem er verwundet und traumatisiert aus Afghanistan zurückkam. Auch der Job bei der Polizei, den ihm sein Freund, der Kommissar Arthur Weiss, vermitteln wollte, bleibt ihm verwehrt.

Doch da ist jemand, der sich für ihn interessiert: Die undurchsichtige, dominant auftretende Nadeschda Metzmacher will ihn für ihre Personenschutz-Agentur. Vincent wird der Leibwächter des Fleischproduzenten Brunckhorst, der Morddrohungen erhalten hat.

Währenddessen muss Kommissar Weiss den brutalen Mord an einer jungen Prostituierten aufklären. Als immer mehr Leichen auftauchen und es einen Zusammenhang mit der Fleischbranche zu geben scheint, wird langsam klar: Vincent ist da in eine ganz üble Sache geraten ...

Vom Autor von 'Das Lazarus-Syndrom': Guido M. Breuer verwebt die Geschichten seiner unverwechselbaren Figuren und einen packenden Kriminalfall zu einem harten, düsteren Thriller, in dem die Grenzen zwischen Richtig und Falsch verschwimmen.

eBooks von beTHRILLED: mörderisch gute Unterhaltung.

Guido M. Breuer, geboren 1967 in Düren, machte zunächst eine Ausbildung zum Bankkaufmann, bevor er Wirtschaftswissenschaften studierte. Anschließend war er viele Jahre als Unternehmensberater tätig. Seit 2009 schreibt er Kriminalromane und Thriller. Er ist Mitglied im Syndikat, der Vereinigung deutschsprachiger Krimiautoren, und lebt und arbeitet heute in der Nähe von Bonn.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 364
    Erscheinungsdatum: 01.11.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732550401
    Verlag: Bastei Lübbe AG
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Final Game - Blutige Abrechnung

3. BEWERBUNGEN

Jeder Montagmorgen ist Scheiße. Auch wenn deine Montage wie Sonn- oder Freitage sind. Vielleicht sogar besonders dann. Weil niemand etwas von dir will, niemand dich erwartet. Zu keiner Zeit. Vince kotzt es an, dass niemand Leistung von ihm abfordert, dass er sich anbieten muss, ohne verlangt zu werden. Auch dieser Bulle, mit dem er nun einen Termin im Polizeipräsidium hat, will ihn sicher nicht. Nach zig Bewerbungen, Tests und Gutachten darf er nun wenigstens ein klärendes Gespräch führen. Nein, führen wird er es natürlich nicht, aber es wird jemand mit ihm sprechen.

Vincent geht an den parkenden Einsatzfahrzeugen vorbei auf den großzügig verglasten Eingangsbereich zu, in dessen Scheiben er sich selbst beobachten kann. Die Sonne scheint. Vor sich kann er kaum eine Gebäudefront ausmachen, eher nur Himmel, Wolken, herumirrende gleißende Lichtstrahlen, Bäume, davor er selbst, eine verloren wirkende Gestalt. Neben dem Glaskubus zwei symmetrische Seitenflügel, höher und größer als die Mitte des Gebäudes. Wie ein tief geduckter Center beim Snap, eingerahmt von zwei bulligen Offensive Guards. Und Vince sucht wie ein verwirrter Runningback, der die Ansage seines Quarterbacks nicht verstanden hat und die vorgegebene Lücke nicht findet, erst nach dem Eingang in der reflektierenden Glasfront und dann, als er endlich eingetreten ist, das Zimmer, wo sein Gesprächspartner ihn erwartet. Er will nicht fragen, sucht etwas herum, weniger ziellos, als es scheint, und was macht es schon, dass er ein paar Minuten zu spät ist, jetzt, da er das richtige Büro gefunden hat und anklopft.

"Guten Morgen. Vincent Busch", sagt er und schließt die Tür hinter sich, als würde er das ständig machen.

"Guten Morgen, Herr Busch." Der Mann hinter dem Schreibtisch lächelt ihn an, steht sogar auf, um ihm nicht im Sitzen die Hand zu geben. Man grüßt nicht im Sitzen, das lernt man wohl nicht nur bei der Armee.

"Bitte, nehmen Sie Platz."

Die Hand, die Vince gerade noch geschüttelt hat, weist nun auf den Stuhl, der auf seiner Seite des Tisches steht. Vincent setzt sich hin, muss dann noch einmal aufstehen und den Stuhl weiter vom Schreibtisch wegziehen, damit seine Beine Platz haben. Er kommt sich ungeschickt vor, obwohl er nicht weiß, wie man sich bei dieser Tätigkeit geschickter anstellen könnte, als er es gerade tut. Der Mann, der wie er keine Uniform trägt, lächelt weiter, als er eine Akte zur Hand nimmt, von der Vince annimmt, dass sein Name darauf oder darin steht.

"Herr Busch, ich sagte Ihnen ja dieser Tage bereits am Telefon, dass es für Ihren Eintritt in den Polizeidienst unüberbrückbare Hindernisse gibt. Von daher werden Sie hoffentlich nicht enttäuscht sein, wenn ich Ihnen nun nichts Positiveres mitteilen kann." Das Lächeln nimmt keineswegs ab, als er gleich fortfährt: "Wir sind ja hier auch eigentlich gar nicht zuständig für Bewerber. Aber in Ihrem Fall ..."

Nun macht er eine Pause, fast so, als käme es ihm gelegen, wenn Vincent ihn unterbrechen würde. Doch den Gefallen tut er ihm nicht. Immer noch Lächeln.

"In Ihrem Fall ist es doch gut, wenn wir einmal persönlich miteinander reden. Mein Kollege KHK Weiss von der Mordkommission hat sich sehr für Sie eingesetzt, wie Sie wissen. Und Sie sind auch kein üblicher Bewerber." Nun sieht er in die Akte, als würde er dort einen Spickzettel haben, auf dem alles Unübliche an dem jungen Mann vermerkt sei. "Sie haben im Auslandseinsatz in einer Spezialeinheit gedient. Ihre Ausbildung und Erfahrung prädestiniert Sie natürlich für Sondereinsatzkommandos. Aber andererseits, ich erzähle Ihnen ja nichts Neues, leider ..." Er sieht Vince direkt an, und jetzt ist das Lächeln verschwunden. "Ihre schwere Verwundung und die posttraumatischen Störungen lassen eine Tätigkeit bei der Polizei einfach nicht zu."

Vincent schießen viele mögliche Entgegnungen durch den Kopf, aber keine scheint ihm geeignet, das auszudrücken, was er de

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