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Finnische Freunde Drei Viktor-Kärppä-Krimis in einem Band von Rönkä, Matti (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 23.07.2014
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)

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Finnische Freunde

Drei großartige Spannungsromane für jeden, der die ausgetretenen Pfade der skandinavischen Kriminalliteratur verlassen und etwas Neues aus dem Norden lesen will: voller Wortwitz, interessanter Charaktere und finnischem Charme. Entfernte Verwandte: Helsinki 2006. Viktor Kärppä führt gerne mal billligen Fusel aus Russland ein, um ihn teuer weiterzuverkaufen. Ansonsten sind seine Geschäfte durchaus legal. Okay, da sind die zwei Wohnungen, die er an einen russischen Gangster vermietet hat. Aber was geht das Viktor an? Das ändert sich, als er dort kiloweise Drogen findet. Und kurz darauf ein entfernter Verwandter ermordet wird ... Russische Freunde: Viktor Kärppä ist cool, smart und hat eine Spezialausbildung bei der Russischen Armee hinter sich. Nun lebt er friedlich in Helsinki. Bis das Haus, das er mit seiner Lebensgefährtin Marja eingerichtet hat, niederbrennt. Ursache:Brandstiftung. Kärppä hat sich in Russland offenbar jemanden ganz Großes zum Feind gemacht. Er muss dorthin reisen und sich in die Höhle des Löwen begeben ... Ausgezeichnet mit dem Finnischen und dem Nordischen Krimipreis Zeit des Verrats: Nach einem feuchtfröhlichen Sauna-Abend kehrt Viktor Kärpä aus Russland nach Helsinki zurück. Er ahnt nicht, dass in seinem Auto ein gefährliches Paket deponiert wurde. Die vier Metallröhren, die er dort später entdeckt, scheinen zum Bau einer Bombe bestimmt. Ihm schwant Böses, denn der Staatsbesuch des russischen Präsidentensteht steht an.Viktor informiert den russischen Geheimdienst und nimmt gleichzeitig Kontakt zur russischen Mafia auf. Beide raten ihm, er solle nach Moskau fahren, um dort einen alten Armeefreund zu befragen, der wisse mehr zu berichten ... Wer steckt hinter den Attentatsplänen? Oder hat es jemand auf ihn persönlich abgesehen? Kurze Zeit später wird Viktor von der finnischen Staatssicherheit in die Mangel genommen und des Landesverrats verdächtigt ... 'Eine der interessantesten Krimireihen, die man derzeit lesen kann.' Stuttgarter Nachrichten.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 720
    Erscheinungsdatum: 23.07.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732500932
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Originaltitel: Mies Rajan Takaa
    Größe: 772 kBytes
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Finnische Freunde

2

Oksana Pelkonen, meine Halbtagssekretärin, wuselte bereits im Büro herum, als ich meinen Mercedes in der Viherniemenkatu in eine Parklücke zwängte. Ich war meinem Büro am Markt von Hakaniemi treu geblieben, obwohl man mir modernere Räume angeboten hatte. Immerhin hatte ich an der Tür und an den Fenstern neue Aufkleber angebracht. Sie verkündeten  meiner Ansicht nach dezent  , dass sich hier die Geschäftsstelle des VK-Konzerns befand, zu dem die Firmen Bau-Kärppä, VK-East-Trade, VK-Consulting und Osthilfe Hakaniemi gehörten. Darunter stand der Werbespruch »Osthandel schon im zweiten Jahrhundert«. »Im zweiten Jahrtausend« wäre nicht weniger zutreffend gewesen, hätte meine Kunden jedoch zum Grübeln gebracht.

»Guten Morgen, Vitjucha, guten Morgen«, begrüßte Oksana mich gleich doppelt. »Ich habe gerade deinen Tee aufgegossen. Schau mal, auf dem Poststapel liegen zuoberst drei Briefe an Viktor Kärppä, daher wusste ich, dass du kommst.«

»Dazu brauchst du kein Orakel. Ich komme jeden Morgen ins Büro, auf fünf Minuten pünktlich«, fauchte ich. »Und die Post, die in mein Büro kommt, ist ja wohl größtenteils an mich gerichtet.«

Oksana machte einen Schmollmund, quasselte aber weiter. »Oje, hast du Herzweh, Vitja? Ist die Liebe zerknüttert?«

Ich hütete mich, ihr mein Herz auszuschütten, obwohl ihre Vermutung der Wahrheit recht nahekam. Marja hatte sich am Abend aufs Sofa gekauert und gelesen, war früh schlafen gegangen und hatte mich allein im Wohnzimmer hocken lassen. Am Morgen war sie zeitig aus dem Haus gegangen, nach einem hartlippigen Kuss und einem flüchtigen Tschüs.

»Es heißt zerknittert, nicht zerknüttert. Aber über die Liebe kann man das sowieso nicht sagen«, korrigierte ich und goss mir Tee ein. Den Becher mit der Aufschrift Boss hatte Oksana auf dem Markt erstanden. Sie verzichtete auf weiteres Schmollen und begann geschäftig Rechnungen auszudrucken und Briefumschläge zuzukleben.

Ich brauchte keine Vollzeitbürokraft. Oksana Pelkonen kam nur zwei oder drei Tage pro Woche ins Büro. Sie schrieb Rechnungen, beherrschte die Regeln der einfachen Buchführung, beantwortete Faxe und E-Mails und schaltete das Bürotelefon bei Bedarf auf ihr Handy um, an dem sie sich auch in ihrer Freizeit mit den Worten meldete: »VK-Konzern, guten Tag.«

Ich hatte Oksana kennengelernt, als ich noch für Ryschkow arbeitete. Er hatte sie im früheren Rajon Leningrad angeworben, in irgendeiner vergessenen Kleinstadt oder einem lahmgelegten Kombinat.

Da Oksana ganz passabel aussah, war sie zusammen mit anderen Mädchen in einem Ikarus-Bus mit blinden Fenstern nach Helsinki gekarrt worden. Aber aus der Arbeit war nichts geworden. Oksana war brav und gefügig, dabei aber kindlich und ungeschickt und ungefähr so erregend wie eine Strumpfhose im Kühlschrank. Ryschkow hatte sie aus dem Geschäft gezogen und mit Kochen und Waschen beschäftigt, während sie auf den Rücktransport nach Sankt Petersburg wartete. Oksana war einen Monat lang geblieben, dann einen zweiten, war zwischendurch nach Russland gefahren, um ihr Visum zu erneuern, aber immer wieder nach Helsinki zurückgekehrt, um für Ryschkow zu arbeiten.

Und als Ryschkow gestorben war, hatte ich neben seinem geschäftlichen Erbe auch die Verantwortung für Oksana übernommen. Oksana war väterlicherseits finnischer Abstammung und sprach ein wenig Finnisch. Ich schickte sie zum Sprachkurs, brachte ihr bei, wie die Büroarbeiten für meine kleinen Firmen zu erledigen waren, und verschaffte ihr einen Zweitjob in einer Rei

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