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Fischerkönig Kriminalroman von Streng, Wildis (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 05.02.2014
  • Verlag: Gmeiner-Verlag
eBook (PDF)
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Fischerkönig

Ein lauer Sommerabend am Asbacher Weiher. Im Fischerheim prüft der Fischerkönig Walter Siegler nochmals die Kasse. Was er nicht weiß: Auf dem Weg zum Parkplatz lauert bereits sein Mörder. Wenig später wird seine Leiche gefunden. Das hohenlohisch-westfälische Ermittlerteam Lisa Luft und Heiko Wüst findet schnell heraus, dass nicht nur viele Angelfreunde Siegler gern am Haken hätten zappeln sehen. Und welche Rolle spielt Sieglers blutjunge und schöne Ehefrau Irina?

Wildis Streng, geboren 1978 in Crailsheim, hat in Karlsruhe Germanistik und Kunst studiert. Die überzeugte Hohenloherin wohnt seit 2012 wieder in Crailsheim und unterrichtet am Privatgymnasium 'Schloss-Schule' in Kirchberg an der Jagst. Sie fühlt sich in ihrer Heimat tief verwurzelt und liebt den Dialekt sowie die etwas verschrobene Mentalität. Mit 'Ohrenzeugen' gab sie 2011 ihr Romandebüt im Gmeiner-Verlag. Der zweite Fall des hohenlohischen Ermittlerduos Wüst und Luft heißt 'Trauerweiden', jetzt folgt der Anglerkrimi 'Fischerkönig'. Neben Krimis verfasst Wildis Streng Kurzgeschichten; eine Auswahl wurde 2012 im Baier-Verlag veröffentlicht. Außerdem ist sie als Malerin und Fotografin tätig. www.wildisstreng.de

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 311
    Erscheinungsdatum: 05.02.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783839243794
    Verlag: Gmeiner-Verlag
    Größe: 2617 kBytes
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Fischerkönig

Montag, 11. August 2014

Die beiden Kommissare saßen zusammen mit Simon im Büro. Mit dem kleinen Schwaben hatten sie, neben Uwe, am meisten zu tun. Denn Simon war Kriminalobermeister und ihnen somit quasi unterstellt. Simon wurde von den beiden mit diversen Laufjobs betraut, was ihm meistens so gar nicht passte und erheblich an seinem Stolz kratzte. Trotzdem verstanden sich die drei sehr gut, vor allem, seit Simon aufgehört hatte, Lisa hinterherzutrauern, die er ja immerhin auch gerne gehabt hätte. Nun war er seit einem knappen Jahr mit Regina liiert, die weder Heiko noch Lisa jemals zu Gesicht bekommen hatten, mit der er aber durchaus glücklich zu sein schien. Jedenfalls leuchteten seine Augen, wenn er von ihr redete. "Der Uwe hat bestimmt schon was für euch", gab Simon zu bedenken und nippte an seinem Automatenkaffee. Das Büro der beiden Kommissare war nicht ungemütlich. Aber im Vergleich zu den Büros der Kollegen war es deutlich individueller - statt der üblichen Gummibäume und Fici Benjamini schmückte die Fensterbank nämlich einerseits Heikos Mineraliensammlung und andererseits eine Auswahl von Lisas Orchideen, die sie hegte und pflegte. In letzter Zeit hatten die beiden jungen Beamten auch versucht, Simon etwas stärker in die Arbeit als Kommissar einzuführen, da sich der 40. Geburtstag des Kriminalobermeisters näherte, was wiederum automatisch zu seiner Beförderung zum Kommissar führen würde. Deshalb hatte Schorsch angeordnet, dass die zwei ihn ein bisschen unter ihre Fittiche nehmen sollten. Und so hatte Heiko ihm die bisherigen Ermittlungsergebnisse mitgeteilt.

Kurze Zeit später befanden sich die drei Polizisten ein Stockwerk höher in den Räumen der Spurensicherung. Uwe strich sich gerade über die frisch rasierte Glatze, während er mehrere Süßstofftabletten in seinen Kaffeebecher fallen ließ. Heiko fragte sich immer, wie man eine solch pappige Brühe trinken konnte. Naja. Uwe stand darauf. So, wie er auch auf Lisas beste Freundin Eva stand, seit sie Lisa zum ersten Mal besucht hatte. Seither hatten Eva und Uwe eine etwas seltsam geartete On-Off-Beziehung, bei der man nie wusste, woran man gerade war, wahrscheinlich wussten es die beiden selbst nicht so genau. Mal hatte man den Eindruck, es sei aus, dann wiederum glaubte man, es gäbe bald eine Hochzeit, Tage später konnten die beiden schon wieder vorgeben, sie hätten nur eine Affäre, vernünftigerweise, da man ja doch zu weit voneinander entfernt wohne etc. etc. Trotzdem schienen sie sich miteinander wohlzufühlen, Eva besuchte ihren Uwe mindestens einmal im Monat, und Uwe fuhr einmal hin.

"So, ihr wollt also jetzt schon was wissen", begann Uwe und sah theatralisch auf die Uhr. Heiko seufzte. Wie immer ließ sich sein Kollege gern bitten. Lisa klimperte mit den Wimpern. "Du hast doch bestimmt schon was, mein kompetenter Kollege, oder?", schmalzte sie. Uwe grinste. "Natürlich." Nach einer weiteren Kunstpause legte er einen orangeglitzernden Gegenstand im Zellophantütchen auf den Tisch. "Was ist das denn?", fragte Lisa und beugte sich interessiert über das Ding, das ein bisschen wie Modeschmuck aussah. "Das ist ein Blinkerfischchen", erläuterte Heiko.

"Ein was?"

"Ein Blinkerfischchen. Das benutzt man beim Angeln."

"Damit man weiß, wo die Schnur ist?", vermutete Lisa.

"Nein. Damit sich die Fische angezogen fühlen. Raubfische wie Hecht, Barsch, Zander, Forelle und Wels denken dann, es handelt sich um einen verletzten Fisch, und fallen auf den Köder herein."

"So."

"Das ist ja übrigens auch der Grund, warum man nicht mit Schmuck in den B

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