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Fischfutter Kriminalroman aus Düsseldorf von Stickelbroeck, Klaus (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 16.07.2012
  • Verlag: KBV
eBook (ePUB)
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Fischfutter

SCHWARZE NACHT AM DÜSSELDORFER HAFEN ... Wasser war nie Hartmanns Element, aber sein neuer Fall führt den Privatdetektiv zum Düsseldorfer Hafen, wo es jede Menge Wasser gibt. Eines Nachts steht die Düsseldorfer Fußballlegende Egon Budde vor seiner Wohnungstür. Hartmanns ehemaliger Trainer ist mächtig unter die Räder gekommen, wohnt im Pfeiler der alten Hammer Eisenbahnbrücke und ist auf der Flucht, weil er einen Mord beobachtet hat, den ausgerechnet Polizisten begangen haben sollen. Hartmann glaubt ihm nicht, aber dann wird bei der Fähre in Kaiserswerth eine Leiche aus dem Rhein gefischt. Er merkt sehr schnell, dass der Hafen eine kleine, fremde Welt für sich ist. Und das tiefe, trübe Wasser in den Hafenbecken ist dabei nicht einmal das Schlimmste ... 'Fischfutter' wurde für den Friedrich-Glauser-Preis 2011 in der Sparte 'Bester deutschsprachiger Kriminalroman' nominiert.

Klaus Stickelbroeck wurde 1963 in Anrath geboren. Er lebt in Kerken am Niederrhein und arbeitet als Polizeibeamter in Düsseldorf. Seinen ersten Kurzkrimi veröffentlichte er im Jahr 2000. Mit der Reihe um den Ex-Profifußballer und Privatdetektiv Hartmann begeistert er nicht nur Fans im Rheinland. Der Hartmann-Krimi FISCHFUTTER wurde 2011 als einer der fünf besten deutschsprachigen Kriminalromane für den Friedrich-Glauser-Preis nominiert. Stickelbroeck ist außerdem einer der fünf KRIMI-COPS, deren Kriminalromane ebenfalls im KBV erscheinen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 273
    Erscheinungsdatum: 16.07.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783954410880
    Verlag: KBV
    Serie: KBV Krimi Bd.3
    Größe: 1181 kBytes
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Fischfutter

1. Kapitel

Was war das? Egon Budde blinzelte und fuhr sich mit einer Hand schlaftrunken durchs stoppelige, unrasierte Gesicht. Mit der anderen stützte er sich ab und richtete sich vorsichtig auf.

"Da war doch was", krächzte er heiser.

Zittrig ratschte er den Verschluss seines fleckigen Schlafsacks auf. Irgendetwas hatte ihn geweckt, das war sicher. Er blickte nach links. Eineinhalb Flaschen Rotwein hatten für die nötige Bettschwere gesorgt. Ohne Grund wurde er da doch nicht wach? Seine rechte Hand ertastete den hölzernen Knauf eines Baseballschlägers, der in Griffweite lehnte. Budde lauschte angestrengt.

"Nichts zu hören."

Ächzend rappelte er sich hoch, schälte sich aus dem muffigen Schlafsack, ließ den Baseballschläger erst mal dort, wo er war, und reckte sich die Knochen gerade, halt so gut, wie es in dem kleinen Zimmer ging. Komplett aufgerichtet würde er sich den Kopf stoßen.

"Oft genug passiert ..."

Aber er wollte nicht meckern. Er hatte in den letzten Monaten schon oft bedeutend schlechter gewohnt. Diesen alten, viereckigen, von innen weiß gekalkten Brückenpfeiler hatte er exklusiv für sich. Das Gebäude war trocken, blieb bei der Hitze kühl und stand sogar unter Naturschutz, korrekt mit Plakette draußen an der Mauer. Richtig edel.

"So. Was jetzt?"

3.22 Uhr leuchtete der kleine Reisewecker. Hm. Kurz nachschauen wollte er schon. Sicher war sicher. Die Taschenlampe? Nein, zu hell. Wenn draußen einer rumstrich, würde er ihn erst recht auf sich und seine Unterkunft aufmerksam machen.

"Muss nicht sein", murmelte Budde.

Einen plötzlichen Hustenanfall unterdrückend tastete er sich an ein ausgefranstes Loch in der Wand, das mal ein schmales Fenster mit Blick auf den dunkel dahinfließenden Rhein und das gegenüberliegende Ufer in Neuss gewesen war. Da gab es diese Halbstarken. Und die lästigen Typen von ...

Er hielt die Luft an. Da ... war doch was?

Egon Budde kniff die Augen zusammen. Zu hören waren aber nur ein einzelnes Auto, das die weiter stromabwärts gelegene Josef-Kardinal-Frings-Brücke befuhr, und das monotone Brummen mehrerer Abluftgebläse einer nahe gelegenen Tierfutterfabrik, die in schöner, einlullender Regelmäßigkeit hässlichen Futtergestank in den Düsseldorfer Hafen ausatmeten. Sonst nichts. Kein Laut, keine Schritte, keine Stimmen.

"Hm."

Manchmal verirrte sich ein Liebespärchen unter die Reste der alten, steinernen Eisenbahnbrücke. Eine durchaus willkommene Abwechslung. Das war besser als RTL 2. Wenn Budde sich richtig erinnerte. Er beugte sich durch das Fenster nach draußen und warf einen Blick nach unten auf den an dieser Stelle mit grobem, grauem Schotter ausgelegten Deich - aber da stand kein Fahrzeug.

Sein vom Schlaf trüber, verschwommener Blick fiel auf die noch halb volle Flasche Rotwein, die ihm freundschaftlich zublinzelte. Eigentlich das Frühstück ...

Budde seufzte. Wo er jetzt gerade mal wach war, konnte er eigentlich auch kurz pinkeln gehen. Gute Idee. Zum Nachfüllen nahm er die Flasche gleich mit.

Er schlurfte vier Schritte ans andere Ende des quadratischen Raums und kletterte eine zusammengenagelte Holzleiter runter ins "Erdgeschoss". Hier bückte er sich, drückte den fest in den Lehmboden gerammten Holzkeil zur Seite, ruckelte das schwere Brett nach rechts und quetschte sich durch das nun im Gemäuer sichtbare, schmale Loch nach draußen. Er blickte nach oben an den beiden Türmen der alten Düsseldorfer Eisenbahnbrücke und den metallenen Trägern der neuen, modernen Brücke direkt daneben vorbei in den wolkenlosen Septemberhimmel.

"Vollmond", murmelte Budde.

Wahrscheinl

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