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Flamencopassion Ein Fall für Mayer & Katz von Naber, Sabina (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 03.02.2016
  • Verlag: Gmeiner-Verlag
eBook (ePUB)
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Flamencopassion

Zwei nackte Leichen, zwei Tatorte und zwei Todesursachen - die eine Leiche ein Erd"lspezialist aus der Oberschicht, die andere ein mittelloser Gelegenheitsarbeiter. Einzige Verbindung der M"nner: Ihre Frauen sind begeisterte Flamecot"nzerinnen. Hat die geheimnisvolle Esma, die provokante Underground-Flamenco-Treffen veranstaltet, etwas mit den Toten zu tun? Der Wiener Chefinspektor Karl Maria Katz und die Gruppeninspektorin Daniela Mayer ermitteln. Sabina Naber arbeitete nach ihrem Studium in Wien u.a. als Regisseurin am Theater, als Journalistin und Drehbuchautorin. Seit 2002 ist sie als freie Schriftstellerin t"tig. Neben zahlreichen Kurzgeschichten (Friedrich-Glauser-Preis f r ¯Peter in St. Paul®, 2007) ver"ffentlichte sie bislang einige Kriminalromane. Beim Gmeiner-Verlag sind bereits drei Abenteuer des Ermittlerduos Mayer & Katz erschienen (¯Marathonduell®, nominiert f r den Leo-Perutz-Preis 2013, ¯Caddielove® und ¯Schwalbentod®), auch ihr neuer Roman ¯Flamencopassion® ist in der Welt des Sports angesiedelt. www.sabinanaber.at.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 373
    Erscheinungsdatum: 03.02.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783839249666
    Verlag: Gmeiner-Verlag
    Größe: 2236 kBytes
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Flamencopassion

Tag 1 / Katz

Katz beugte sich zu Danis Ohr. "Ich sag nur Zitrone ."

"Hm?" Sie ließ ihren Blick weiter über die Köpfe im Foyer des Akzent-Theaters 1 schweifen.

Katz stellte sich so knapp vor sie hin, dass sie ihn ansehen musste. "Sehr geehrte Frau Mayer, Sie ähneln mit Ihrer in Falten gelegten Stirn und den nach unten hängenden Mundwinkeln einem Menschen, der in mindestens ein Dutzend Zitronen gebissen hat. Das ist für ein erstes Date nicht gerade förderlich."

Danis grüne Augen blitzten ihn an. "Sehr geehrter Herr Chefinspektor - halt bitte einfach deinen Mund, ja?"

Katz grinste seine Lieblingskollegin an. "Kann ich nicht, dafür liegt mir dein Wohlergehen viel zu sehr am Herzen." Er zog ihren Kopf am Kinn hoch. "Ehrlich jetzt, was ist los? Glaubst du, dass sie uns sitzen lässt? Sie hat uns eingeladen, sie hat die Karten. Und nach dem, wie du sie mir beschrieben hast, wird sie nicht kneifen."

Die Klingel, die den Vorstellungsbeginn ankündigte, ertönte. Bereits mit einem Doppelton. Es war also bald so weit. Und prompt irrlichterte Danis Blick wieder über die Menge der Zuschauer, die sich nun zusehends in den Theatersaal begaben.

"Sie kommt sicher gleich, Dani. Und außerdem tritt ihre Schwester auf, zu so etwas kommt man nicht zu spät, da bleibt man nicht einfach daheim."

"Weiß ich."

"Ich weiß, dass du das weißt. Ich wollte nur Ausreden vorbeugen. Also, was ist dann los?"

Dani streckte den Rücken durch, ließ den Blick wieder über die anderen Theaterbesucher schweifen, dann zur Tür des Saals. "Ich - schlaf im Theater immer ein." Dani schloss die Augen. "Vor allem bei Tanztheater."

"Das ist Flamenco."

"Noch schlimmer. Und noch dazu eine Tanzschulaufführung. Also irgendwelche Hausfrauen mit zu vielen Speckröllchen auf den Hüften, die auf rassige Südländerinnen machen."

Katz war über Danis bissige Bemerkung froh, denn sie erlaubte ihm, seine eigenes Unwohlsein wegzulachen. Was er auch tat. "Aber Schulaufführungen sind immer sehr ..." Er umfasste die Gäste mit einem weiten Bogen des Arms. "Die werden alle vor Begeisterung ausrasten. Es wird lustig. Also komm, keep smiling. Und das Getanze ist ja nicht der Hauptgrund, warum wir da sind. Also zumindest wir beide."

Dani sah ihn an. "Ich bin eine Vollidiotin. Man sollte auch bei einer ersten Verabredung nie etwas tun, was man sonst nicht auch tun würde. Jetzt bildet sich Laura dann vielleicht ein, dass ich mit ihr immer zu so was latsche. Und wenn ich dann verweigere, ist sie grantig."

"Wer ist grantig?", flötete es rechts neben Katz.

Es war sein Freund Alex, der einen dunkelroten Fächer vor das Gesicht hielt. Nur mehr die Augen waren sichtbar. Er klimperte mit den Wimpern. "Schönes Ding, oder? Gibt's da hinten bei dem Stand. Bei diesem", er gurrte, "netten Cornetto."

Katz folgte dem Blick seines Buddys. Der Verkäufer von Kastagnetten, Videos, Fächern und dergleichen war der klassische Typ Hüne, der es Alex seit seiner Pubertät angetan und ihn immer wieder enttäuscht hatte. Dieses Mal in der Ausführung blauäugig und kinnlange blonde Locken. Katz sah seinen Freund an und zog die Augenbraue hoch.

Alex hob die Handflächen. "Nein, ich hab gar nichts gemacht. Ich hab nicht einmal seine Telefonnummer. Je jure 2 !" Erneut klimperte er mit dem Wimpern. Dann streckte er den ausgebreiteten Fächer von sich und betrachtete ihn, während er mit der Hand kreisende Bewegungen vollzog. "Ich werd bei meiner Show so eine Nummer einbauen. Spanisch kommt immer gut. Und du machst den Torero mit Bolerojäckchen, Charles."

Ja, im Gegensatz zu Dani und ihm war Alex definitiv vor allem wegen des Getanzes da. Ständig suchte er nach Inspirationen für seine Travestieshow. "Du im Rüschenkleid?", flachste Katz.

Alex ließ den Fächer so gekonnt zusammenklappen, als hätte er diesen Handgriff schon

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