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Flavia de Luce 2 - Mord ist kein Kinderspiel Roman von Bradley, Alan (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 04.11.2010
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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Flavia de Luce 2 - Mord ist kein Kinderspiel

Vorhang auf für Flavia und den Puppenmord In ihrem neuen spannenden Fall muss Flavia de Luce gleich zwei verzwickte Morde aufklären - die so unlösbar ineinander verworren zu sein scheinen wie die verwickelten Schnüre einer achtlos weggeworfenen Marionette ... Nie zuvor hat die junge Flavia de Luce einen so aufregenden Theaterabend erlebt: Der begnadete Puppenspieler Rupert Porson schlägt das Publikum in seinen Bann, und beim furiosen Finale gibt es neben Rauch und stiebenden Funken sogar eine echte Leiche! Die Polizei tappt zunächst im Dunkeln. Nur die brillante Hobbydetektivin Flavia bewahrt den Durchblick und findet heraus, dass jemand die elektrische Anlage der Bühne manipuliert hat. Und bald darauf erkennt sie, dass das ruchlose Verbrechen eng mit einem weiteren, seit mehreren Jahren ungeklärten Todesfall verwoben ist. Doch allmählich stellt sich die bange Frage, ob die neugierige Flavia ganz allein gegen den Strippenzieher in diesem mörderischen Marionettenspiel bestehen kann ... Alan Bradley wurde 1938 geboren und ist in Cobourg in der kanadischen Provinz Ontario aufgewachsen. Nach einer Karriere als Elektrotechniker hat Alan Bradley sich 1994 aus dem aktiven Berufsleben zurückgezogen, um sich nur noch dem Schreiben zu widmen. "Mord im Gurkenbeet" war sein erster Roman und der viel umjubelte Auftakt zur Serie um die außergewöhnliche Detektivin Flavia de Luce. Alan Bradley lebt zusammen mit seiner Frau auf Malta.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 368
    Erscheinungsdatum: 04.11.2010
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641049966
    Verlag: Blanvalet
    Serie: Flavia de Luce Bd.2
    Originaltitel: The Weed that strings the Hangman's Bag
    Größe: 668 kBytes
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Flavia de Luce 2 - Mord ist kein Kinderspiel

Ich lag tot auf dem Friedhof. Seit die Trauernden ein letztes, kummervolles Mal Abschied von mir genommen hatten, war bereits eine geschlagene Stunde vergangen.
Punkt zwölf, also genau um die Zeit, um die wir uns sonst immer zum Mittagessen am Tisch versammelt hatten, war ich aus Buckshaw fortgebracht worden: Mein glänzender Rosenholzsarg war aus dem Salon hinaus und die breiten Steinstufen zur Ausfahrt hinabgetragen worden, dann hatte man ihn mit erschütternder Mühelosigkeit in die offene Tür des wartenden Leichenwagens geschoben und dabei einen kleinen Wiesenblumenstrauß zerdrückt, den ein trauernder Dorfbewohner dort hineingelegt hatte.
Es folgte die lange Fahrt durch die Kastanienallee bis zum Mulford-Tor, dessen stets sprungbereite Greife sich abwandten, als wir vorüberfuhren - ob vor Kummer oder aus Gleichgültigkeit würde ich nie mehr erfahren.
Dogger, Vaters treues Faktotum, war gemessenen Schrittes neben dem langsam fahrenden Leichenwagen einhergegangen, den Kopf gesenkt, eine Hand leicht auf das Dach gelegt, als wollte er meine sterblichen Überreste vor etwas schützen, das nur er sehen konnte. Am Tor hatte ihn ein Mitarbeiter des Bestattungsunternehmers schließlich mittels einiger unmissverständlicher Gesten in ein angemietetes Automobil verfrachtet.
So hatte man mich bis ins Dorf Bishop's Lacey gebracht, eine feierliche Fahrt über dieselben grünen Sträßchen, dieselben staubigen Heckenwege, die ich zu meinen Lebzeiten jeden Tag mit dem Fahrrad entlanggesaust war.
Auf dem etwas erhöht liegenden Friedhof von St. Tankred hatte man mich behutsam aus dem Leichenwagen gehoben und im Schneckentempo den Weg zwischen den Linden hinaufgetragen. Oben angekommen, hatte man mich noch einmal auf dem frisch gemähten Rasen abgesetzt.
Daran schloss sich der Gottesdienst am offenen Grab an, bei dem der Vikar mit einem Anflug ehrlicher Trauer die traditionellen Worte sprach.
Zum ersten Mal verfolgte ich eine Begräbniszeremonie aus dieser Warte. Im vergangenen Jahr hatten wir mit Vater an der Beerdigung des alten Mr Dean teilgenommen, des Obst- und Gemüsehändlers unseres Ortes. Sein Grab befand sich nur wenige Meter von der Stelle entfernt, an der ich jetzt lag. Es war schon eingesunken und hatte kaum mehr als eine rechteckige Vertiefung hinterlassen, die meistens mit abgestandenem Regenwasser gefüllt war.
Meine älteste Schwester Ophelia behauptete, Mr Deans Grab sei deshalb eingesunken, weil der Tote auferstanden und körperlich nicht mehr anwesend sei, wohingegen meine andere Schwester Daphne meinte, er sei lediglich in ein darunter liegendes älteres Grab durchgerutscht, dessen Bewohner zu Moder zerfallen sei.
Ich stellte mir die Knochensuppe unter mir vor: eine Suppe, der ich mich bald als weitere Zutat beimengen sollte.
Flavia Sabina de Luce, 1939-1950, so würde man meinen Grabstein beschriften lassen, einen bescheidenen, aber doch geschmackvollen Marmorstein ohne Platz für falsche Rührseligkeiten.
Schade. Hätte ich lange genug gelebt, hätte ich für den Stein schriftliche Anweisungen hinterlassen, die einen Anflug von Wordsworth heraufbeschworen hätten:
Ein Mädchen, wie ich keins je sah und selten eins geliebt.
Und wenn sich meine Angehörigen dagegen gesträubt hätten, hätte ich folgende Alternative angegeben:
Das treueste Herz wird oft durch böse Taten gebrochen.
Nur Feely, die jene Zeilen schon am Klavier gesungen und gespielt hatte, hätte das Zitat aus Thomas Campions Third Book of Airs erkannt, aber sie wäre vor Trauer und schlechtem Gewissen viel zu erschüttert gewesen, als dass sie die anderen darüber aufgeklärt hätte. Die Stimme des Vikars riss mich aus meinen Gedanken: Erde zu Erde, Asche zu Asche, Staub zu Staub, in der unerschütterlichen Hoffnung auf die Auferstehung zum ewigen Leben durch unseren Herrn Jesus Christus, der unseren sterblichen Leib verwandeln wird
Und dann waren sie auf einmal alle verschwunden, ließen mich

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