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Forderung Roman von Grisham, John (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 19.03.2018
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Forderung

Ein hochaktueller Roman um Profitgier, Betrug und Rache - John Grisham ist ein meisterhafter Erzähler
Sie wollten die Welt verändern, als sie ihr Jurastudium aufnahmen. Doch jetzt stehen Zola, Todd und Mark kurz vor dem Examen und müssen sich eingestehen, dass sie einem Betrug aufgesessen sind. Die private Hochschule, an der sie studieren, bietet eine derart mittelmäßige Ausbildung, dass die drei das Examen nicht schaffen werden. Doch ohne Abschluss wird es schwierig sein, einen gut bezahlten Job zu finden. Und ohne Job werden sie die Schulden, die sich für die Zahlung der horrenden Studiengebühren angehäuft haben, nicht begleichen können. Aber vielleicht gibt es einen Ausweg. Vielleicht gibt es eine Möglichkeit, nicht nur dem Schuldenberg zu entkommen, sondern auch die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Ein geniales Katz- und Mausspiel nimmt seinen Lauf.

John Grisham hat 31 Romane, ein Sachbuch, einen Erzählband und sechs Jugendbücher veröffentlicht. Seine Bücher wurden in mehr als 40 Sprachen übersetzt. Er lebt in Virginia.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 432
    Erscheinungsdatum: 19.03.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641174194
    Verlag: Heyne
    Originaltitel: The Rooster Bar
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Forderung

1

Wie immer am Ende eines Jahres bereiteten sich die Fraziers auch diesmal auf die Festtage vor, obwohl im Haus niemandem nach Feiern zumute war. Aus reiner Gewohnheit schmückte Mrs. Frazier ein Bäumchen, wickelte ein paar einfache Geschenke in Papier und backte Kekse, die niemand essen würde. Aus den Lautsprechern der Stereoanlage erklang wie üblich ununterbrochen der Nussknacker , und sie summte in der Küche dazu, als herrschte eitel Sonnenschein.

Dabei waren die Zeiten alles andere als rosig. Vor drei Jahren hatte ihr Mann sie sitzen gelassen. Nicht dass sie ihn vermisste, ganz im Gegenteil. Er hatte es damals gar nicht abwarten können, mit seiner blutjungen und - wie sich herausstellen sollte - von ihm schwangeren Sekretärin zusammenzuziehen. Im Stich gelassen, mittellos und gedemütigt, war Mrs. Frazier in Depressionen verfallen, mit deren Folgen sie noch heute kämpfte.

Louie, ihr jüngerer Sohn, blickte schweren Zeiten entgegen, weil ihm ein Drogenprozess drohte. Er war auf Kaution frei, stand allerdings unter Hausarrest . Ein Geschenk erwartete sie nicht von ihm. Angeblich konnte er das Haus wegen der elektronischen Fußfessel nicht verlassen, doch das war eine billige Ausrede. In den beiden vergangenen Jahren hatte er sich frei bewegen können und trotzdem nie etwas für sie besorgt.

Mark, der ältere Sohn, machte Ferien vom Horror des Jurastudiums in Washington, D. C. Obwohl es ihm finanziell noch schlechter ging als seinem Bruder, hatte er ihr ein Parfüm gekauft. Er würde im Mai seinen Abschluss machen, im Juli die Prüfung zur Zulassung bei der Anwaltskammer und im September bei einer Kanzlei in Washington anfangen. Wie es der Zufall wollte, war Louies Prozess für den gleichen Zeitraum anberaumt. Dabei war fraglich, ob das Verfahren jemals vor Gericht gehen würde, und zwar aus zwei Gründen: Erstens war Louie von zivilen Drogenfahndern in flagranti erwischt worden, wie er zehn Tüten Crack verkaufte - es gab sogar eine Videoaufnahme davon. Zweitens konnten sich weder Louie noch seine Mutter einen anständigen Anwalt leisten. Während der Feiertage deuteten sowohl Mrs. Frazier als auch Louie wiederholt an, dass Mark doch einspringen und die Verteidigung seines Bruders übernehmen könne. Die Angelegenheit lasse sich bestimmt so lange verschleppen, bis Mark zugelassen sei, er stehe ja kurz davor. Anschließend werde er sicher einen dieser Formfehler finden, von denen man immer lese, sodass das Verfahren eingestellt werde.

Ihr bescheidener Wunschtraum wies ein paar grundlegende Denkfehler auf, doch Mark dachte ohnehin nicht im Traum daran, auf die Idee einzugehen. Als sich abzeichnete, dass Louie den Silvesterabend vor dem Fernseher zu verbringen gedachte, um mindestens sieben Football-Play-off-Spiele in Folge zu schauen, verzog er sich klammheimlich, um einen Freund zu besuchen. Auf der Heimfahrt beschloss er unter dem Einfluss des Alkohols, das Weite zu suchen, nach Washington zurückzukehren und sich bei seinem zukünftigen Arbeitgeber die Zeit zu vertreiben. Die Uni würde zwar erst in knapp zwei Wochen wieder anfangen, doch nachdem er sich zehn Tage lang Louies Jammern und Klagen angehört hatte, ganz zu schweigen vom ewigen Nussknacker -Gedudel, hatte Mark die

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