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Frauenvolle Morde von Cordemann, Martin (eBook)

  • Verlag: neobooks Self-Publishing
eBook (ePUB)
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Frauenvolle Morde

Polizist Harry Rhode bekommt eine neue Partnerin - und eine Menge neuer Fälle. Nicht immer geht es dabei um Mord. Einmal sogar um einen, der noch gar nicht begangen wurde und den Harry als Leibwächter verhindern soll. Zum Abschluss gibt es dann einen Fall, der von Agatha Christie sein könnte - oder zumindest von ihren Klischees. All das bearbeitet Rhode wie üblich eher mit Witz als mit Spannung. Harry Rhode ist eine Mischung als Philip Marlowe und Columbo - der entwaffnende Humor eines Marlowe und der entwaffnete Ermittler eines Columbo. Es gibt weniger Frauen und weniger auf die Fresse als bei Marlowe, aber ein guter Detektiv zeichnet sich ja nicht nur dadurch aus, was er einstecken, sondern auch, was er auflösen kann. Mal ist es ziemlich klar, wer der Mörder ist und wir begleiten den Detektiv dabei, wie er ihn überführen muss, mal kann auch der Leser mit raten, welcher der Verdächtigen nun für die Tat verantwortlich ist. 'Harry Rhode' sind Detektivgeschichten mit Humor. Martin Cordemann alias 'PeeWee' wurde 2005 für den Niederrheinischen Kabarettpreis 'Das schwarze Schaf' nominiert. Er spielte seine Kabarettprogramme im Severins-Burg-Theater. Dort fand außerdem die Uraufführung seiner Komödie 'Alles Liebe - oder nicht?' statt. Gemeinsam mit Angela Krüll schrieb er den Text des Liedes 'In Kölle verliebt' für die Kölner Gruppe 'Klüngelköpp'. Darüber hinaus ist er Autor des Köln-Comics 'Die DomSpitzen' und des München-Comics 'Bruder Thadeus: Das Münchner Kindl'.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 226
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783748563716
    Verlag: neobooks Self-Publishing
    Größe: 719 kBytes
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Frauenvolle Morde

Prosit Neuneihn

"Hallo, Rhode!"

"Hmmmm?" Ich sah von meinem spannenden Schreibtisch auf, der mich schon den ganzen Abend in seinen Bann gezogen hatte. Es war kurz nach Mitternacht und ich hatte gerade meinen billigen Sekt geöffnet. Vor mir stand irgendein Arschloch, das offensichtlich nichts Besseres vorhatte, als mir auf die Nerven zu gehen. "Was?"

"Ich hab einen Auftrag für Sie."

"Na wassen Ding." Ich hob meinen Kopf so weit, dass ich ihm in die Augen sehen konnte und legte ein gutes Stück mieser Laune in meinen Blick. "Ich übernehme keine Aufträge und wer sind Sie? Zweite Frage zuerst." Ich war mir bewusst, dass das erste keine Frage war, aber es war mir zu blöd, darauf einzugehen.

"Das ist unwichtig."

"Dann können Sie sich gleich wieder verpissen!"

"Warum so gereizt?"

"Warum nicht?" Es war Silvester, der schönste Tag im Jahr, Spannung, Spiel, Spaß und gute Vorsätze. Ich hasste das. Musste daran liegen, dass ich seit Jahren nicht mehr zu irgendwelchen Feiern eingeladen wurde. Vielleicht war ich deswegen in mieser Stimmung. Und aus ein paar tausend anderen Gründen. Jedenfalls übernahm ich in letzter Zeit, was präzise gesagt exakt dieses Jahr hier war, freiwillig den Silvesterdienst, weil, ob ich nun zu Hause alleine herum hing oder hier im Büro-Sie-wissen-was-ich-meine, das machte für mich keinen großen Unterschied. Das heißt, es machte offensichtlich einen, weil, sonst wäre ich ja nicht hier!

"Mein Name ist König und ich bin bei der Polizei."

"Schön für Sie."

"Ich bin Hauptkommissar."

Das erklärte, wie er hier rein gekommen war. Nein, eigentlich hatte das schon das mit der Polizei erklärt. "Hmmm, wenn Sie mir die bescheidene Frage erlauben, was wollen Sie hier? Und von mir?"

"Ich habe einen Auftrag, ich sagte es schon."

"Ist mir egal, ich sagte es schon."

"Es handelt sich um etwas Dienstliches."

"Um so schlimmer. Hören Sie, König? Am 2. Januar sind hier alle wieder voll im Dienst. Vielleicht kommen Sie ja dann wieder?"

"Hören Sie, mein Freund. Ich bin ein sehr guter Bekannter von Kommissar Kronzucker. Und er hat mir gesagt, Sie wären ein sehr guter Junge."

"Ich esse auch immer brav mein Tellerchen leer und putze mir jeden Abend die Zähne. Ich sehe Ihren Punkt nicht."

"Kronzucker hat gesagt, Sie seien unbestechlich und verschwiegen. Ich... ich habe ein Problem."

Ich setzte mich gerade hin. "Also, lassen Sie mich das klar kriegen. Sie haben ein persönliches Problem und sind auf Empfehlung eines Freundes, der nebenbei mein Vorgesetzter ist, hier und ich, nehme ich einfach mal an, soll nun dieses Problem lösen."

"Richtig."

"Schießen Sie los."

"Es geht um meinen Schwiegersohn..."

Er war ermordet worden. Offensichtlich bei der Familie des Hauptkommissars zu Hause. Und ich hatte nun die dankenswerte Aufgabe, herauszufinden, wer das wohl gewesen sein könnte. Also zog ich meinen Mantel an, schlug den Kragen hoch und machte mich auf den Weg... in die Tiefgarage, wo ich meinen Mantel wieder auszog und ins Auto stieg... was sich als immenser Fehler herausstellte, denn im Wagen war es saukalt und die erste Viertelstunde fror ich mir einen ab. Praktischerweise war ich gerade dann, als sich mein Wagen zu einer halbwegs angenehmen Innentemperatur herabgelassen hatte, am Ziel und ich konnte wieder meinen Mantel anziehen und den Kragen hochschlagen. Was ich aus purer Destruktivität einfach nicht tat. Abgesehen davon, dass ich auch einfach mit ihm hätte mitfahren können. Was so gesehen auch besser gewesen wäre, da ich mir in meinem Büro-das-wie-Sie-wissen-keins-ist das eine und/oder andere Bier gegönnt hatte, um diesen Jahreswechsel, den ich ja so sehr mochte, zu feiern.

Ich kam ins Wohnzimmer und da war er, bzw. sie, die Leiche. Ein halbwegs junger Mann, halbwegs gut aussehend, halbwegs tot. Ich rümpfte die Nase und sah diesen komi

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