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Friesengift Ein Fall für Thamsen & Co. von Dünschede, Sandra (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.02.2019
  • Verlag: Gmeiner-Verlag
eBook (ePUB)

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Friesengift

In Dageb ll-Hafen wird der Besitzer eines Tierversuchslabors ermordet aufgefunden. Die Ermittlungen f hren Kommissar Thamsen zu einem dubiosen Kosmetikunternehmen, das mit dem Labor des Toten zusammengearbeitet hat. Und auch im n"heren Umfeld des Opfers finden sich etliche Verd"chtige. Dirk Thamsen versucht mithilfe seiner Freunde Haie und Tom, dem M"rder auf die Spur zu kommen, und findet sich schnell in einem Geflecht aus Hass, Geldgier und Rache wieder. Sandra D nschede, geboren 1972 in Nieb ll/Nordfriesland und aufgewachsen in Risum-Lindholm, erlernte zun"chst den Beruf der Bankkauffrau und arbeitete etliche Jahre in diesem Bereich. Im Jahr 2000 entschied sie sich zu einem Studium der Germanistik und Allgemeinen Sprachwissenschaft an der Heinrich-Heine-Universit"t in D sseldorf. Kurz darauf begann sie mit dem Schreiben, vornehmlich von Kurzgeschichten und Kurzkrimis. 2006 erschien ihr erster Kriminalroman ¯Deichgrab®, der mit dem Medienpreis des Schleswig-Holsteinischen Heimatbundes als bester Kriminalroman in Schleswig-Holstein ausgezeichnet wurde. Seitdem arbeitet sie als freie Autorin und lebt seit 2011 wieder in Hamburg, wohin es sie als waschechtes Nordlicht zur ckzog.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 277
    Erscheinungsdatum: 13.02.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783839259085
    Verlag: Gmeiner-Verlag
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Friesengift

3. Kapitel

Frank Carstensen stoppte seinen Wagen vor dem Gebäudekomplex im Koog und stieg aus. Neben dem Zugang zum Labor stand bereits das rostige Auto von Britta Jürgensen, der Tierpflegerin. Sofern man bei ihrer Arbeit von Pflege sprechen konnte. Sie kümmerte sich um die Versuchstiere vor und während der Experimente.

Es war schwer gewesen, überhaupt eine geeignete Kraft für diese Aufgabe zu finden, denn diese musste Erfahrung im Umgang mit Tieren aufweisen. Doch meist waren solche Leute, gleich ob Tierpfleger oder Tiermedizinische Fachangestellte, gegen Tierversuche. Aber gerade das war es, was sich hinter den Mauern dieser Anlage abspielte - da brauchte man nach Franks Meinung nichts schönzureden.

Aber der Jobmangel in diesem Landstrich hatte Britta Jürgensen schließlich überzeugt und nun kümmerte sie sich seit mehr als zwei Jahren um die Labortiere. Frank Carstensen kontrollierte, ob sich das Tor automatisch geschlossen hatte und ging dann zum Eingang hinüber, wo er sich mithilfe eines PIN-Codes Zugang zum Gebäude verschaffte.

Durch einen Flur gelangte er in sein Büro, wo er seine Tasche auf dem Schreibtisch abstellte, seinen Laptop auspackte und hochfuhr, ehe er sich auf seinen morgendlichen Rundgang begab.

Über den Flur gelangte er durch eine Schleuse zunächst in den Laborbereich, der ruhig und still vor ihm lag. Der Arbeitsplatz war nicht besetzt - denn sein Bruder war im Gegensatz zu ihm eher ein Langschläfer. Sie hatten jedoch gerade eine Versuchsreihe abgeschlossen, die nächsten Tests waren erst für Mitte der Woche geplant.

Durch eine weitere Schleuse gelangte er in den Bereich, in dem die Tiere untergebracht waren. Hier standen ein paar Käfige, in denen vorrangig Mäuse und Ratten lebten, aber sie hatten auch ein paar Kaninchen und zwei Berberaffen, für die sie Britta Jürgensen hauptsächlich angestellt hatten. Ursprünglich hatte das Labor fünf Affen besessen, doch drei von ihnen waren im Laufe verschiedener Versuchsreihen verstorben. Jedes Mal, wenn ein Tier umgekommen war, hatte die Tierpflegerin mit ihrer Kündigung gedroht, war aber doch geblieben. Sie liebte die Affen, daher fand er Britta Jürgensen wie üblich bei deren Käfigen.

"Alles in Ordnung?", erkundigte sich Frank.

"Morton hat immer noch diesen fiesen Ausschlag und er hat sich mittlerweile die gesamte Haut aufgekratzt", erwiderte die Pflegerin beinahe feindlich.

Er nickte lediglich. Dafür war er in diesem Labor nicht zuständig. Der Mediziner war sein Bruder. Frank kümmerte sich um die geschäftlichen Belange des Labors. Aufträge, Nachschub an Versuchstieren sowie deren Entsorgung. Das Thema Sicherheit fiel auch in seinen Bereich, denn natürlich hatten bereits Aktivisten von dem Labor Wind bekommen und versucht einzudringen, um die Tiere zu befreien.

Doch im Gegensatz zu den Aktivisten hielten sie sich an das Gesetz. Laut Paragraf sieben des Tierschutzgesetzes durften sie Tieren Schmerzen, Leiden und Schäden zum Vorbeugen, Erkennen oder Behandeln von Krankheiten, zum Erkennen von Umweltgefährdungen, zur Prüfung von Stoffen oder Produkten auf ihre Unbedenklichkeit und im Rahmen der Grundlagenforschung zufügen. Das Labor verfügte über solch eine Genehmigung. Sie waren zwar hauptsächlich für Kosmetikfirmen tätig, hatten aber auch schon für Pharmaunternehmen gearbeitet. Das waren wichtige Forschungen, von denen alle profitierten, fand Frank und er verstand nicht, wieso sie immer wieder angefeindet wurden.

"Wann kommt denn Carsten?", erkundigte sich die Tierpflegerin. "Morton muss dringend behandelt werden."

Frank Carstensen zuckte mit den Schultern, während er sich abwandte. "Keine Ahnung."

Die Spurensicherung hatte ihre Arbeit beendet, und der Tote war in die Rechtsmedizin abtransportiert worden. Die Kieler Kollegen hatten fremde Fasern an der Kleidung des Mannes sowie eine Spritze in einem der Mülleimer unter den Fenstern sichergestellt.

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