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FriesenNerz Der ultimative Ostfriesen-Krimi von Lénard, Nané (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 09.03.2016
  • Verlag: CW Niemeyer Buchverlage GmbH
eBook (ePUB)
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FriesenNerz

DAS VERBRECHEN AN DER KÜSTE HAT KEINE CHANCE ... Fiete Hansen wird tot in seinem Gewächshaus unter den Radieschen gefunden. Bestattet in einem Friesennerz! Und als ob das nicht schon schlimm genug wäre, entdeckt Oma Pusch am Strand von Neuharlingersiel ein paar Gummistiefel, die mit den Sohlen aus dem Wasser ragen. Der Tote steckt kopfüber im Watt. Auch er trägt einen Friesennerz. Die Botschaft des Mörders? Oma Pusch ist alarmiert. Mit ihrer Freundin Rita kommt sie einer unglaublichen Geschichte auf die Spur. Der Täter wähnt sich bis zuletzt in Sicherheit - ein Trugschluss ... ... DENN OMA PUSCH ERMITTELT MIT LIST UND TÜCKE! Nané Lénard wurde 1965 in Bückeburg geboren, ist verheiratet und Mutter von zwei erwachsenen Kindern. Nach dem Abitur und einer Ausbildung im medizinischen Bereich studierte sie später Rechts- und Sozialwissenschaften sowie Neue deutsche Literaturwissenschaften. Von 1998 an war sie als Freie Journalistin für die regionale Presse aktiv. Ab 2009 arbeitete sie für unterschiedliche Firmen im Bereich Marketing und Redaktion. Seit 2014 ist Lénard als freiberufliche Schriftstellerin tätig. Im April 2011 hat Lénard als Debütroman den WeserberglandKrimi 'SchattenHaut' im CW Niemeyer Verlag, Hameln, veröffentlicht. Schon ein halbes Jahr später, im Oktober 2011, erschien der Nachfolgekrimi 'SchattenWolf'. Mit 'SchattenGift' konnte sie die Reihe im Frühjahr 2012 fortsetzen. Nach dem Erscheinen von 'SchattenTod' im Herbst 2012 wurde Lénard zunehmend bekannter. In 2013 wurde ein Band mit Kurzgeschichten unter dem Titel 'KurzKrimis und andere SchattenSeiten' herausgegeben. 'SchattenGrab' brachte der Schriftstellerin im Herbst 2013 weitere Aufmerksamkeit. Seit Ende 2014 liegt der sechste Wolf Hetzer- und Peter Kruse-Krimi 'SchattenSchwur' vor. Mit 'SchattenSucht' (Band 7) ist die Serie im Herbst 2015 fortgeführt worden. Band 8 mit dem Titel 'SchattenGier' erscheint im Herbst 2016. Auf ein etwas anderes Terrain hat sich Lénard im Frühjahr 2016 begeben. Zwar bleibt sie dem Krimigenre treu, zeigt aber in 'FriesenNerz' ihre humoristische Seite. Der Nordsee-Krimi mit seinen skurrilen Charakteren fasziniert nicht nur mit einer außergewöhnlichen und spannenden Hintergrundgeschichte. Er fesselt auch durch seine Situationskomik, die den Leser immer wieder zum Schmunzeln bringt.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 322
    Erscheinungsdatum: 09.03.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783827198921
    Verlag: CW Niemeyer Buchverlage GmbH
    Größe: 2943 kBytes
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FriesenNerz

Im Bestattungsinstitut Fritsche & Esen

Es war immer ein wenig mühsam und umständlich gewesen, alle ungeklärten Todesfälle nach Leer in die Rechtsmedizin zu transportieren. Rico Fritsche und Nils Esen hatten sich darum überlegt, eine rechtsmedizinische Zweigstelle in Esens zu etablieren und aus diesem Grund Kontakt mit Leer aufgenommen. Sie hatten nämlich ein Ass im Ärmel. Das hieß Enno Esen. Er war Nils Onkel und verfügte über eine Zusatzausbildung in dieser medizinischen Fachrichtung, hatte dann aber lieber doch als Schickimicki-Modearzt für Touristen arbeiten wollen. Klar, das war verständlich. Anstatt in Gestank und Ungemach zu wühlen, begutachtete er lieber das Fleisch oder den Gemütszustand welker Damen, deren Herzen ihm zuge?ogen waren, als er noch jünger war, weil er ihnen schöne Augen machte. Mittlerweile funktionierte das nicht mehr einwandfrei. Er war selbst eine in die Jahre gekommene Fregatte mit leichter Schie?age und musste künftig kleinere Brötchen backen. Darum schlug er das Angebot von Rico und Nils nicht aus, die ungeliebte Fachrichtung in sein Repertoire mit aufzunehmen.

Sie hatten anfangs darüber nachgedacht, einen Teil von Ennos Praxis umzufunktionieren, aber der Onkel fand die parallele Behandlung von Lebenden und Toten in einem Gebäude bedenklich. Also bauten Rico und Nils den Keller ihres Bestattungsinstituts zu einer technisch einwandfreien und höchst komfortablen Dependance der Rechtsmedizin in Leer um, deren Träger die Kosten zum Teil mit übernommen hatte. Enno freute sich vor allem über die Absauganlage an der Decke, die direkt über dem Sektionstisch angebracht und in mehreren Stufen mit dem Fuß schaltbar war, wie eine überdimensionale Dunstabzugshaube. Kühlkammern, die vorher schon vorhanden waren, wurden um drei Plätze erweitert.

Nils dachte noch gerne an die – zugegebenermaßen etwas makabere – Einweihungsfeier zurück, bei der sie alle lässig am Sektionstisch lehnten, auf dem das Büffet aufgebaut war, bis es plötzlich aus einer der Kühlkammern klopfte. Alle fuhren zusammen, das eine oder andere Gesicht wurde bleich. Rita brauchte einen Stuhl. Herausgeschoben wurde Erik in Winterbekleidung mit leicht blauer Nase und einem fetten Grinsen im Gesicht. Oma Pusch hätte dem Schnösel im ersten Moment am liebsten das Fell seiner Mütze über die Ohren gezogen, musste dann aber doch lachen, was unter anderem an dem Sekt lag, den sie schon intus hatte.

Seitdem waren schon genug andere, unappetitliche Dinge auf diesem Tisch gelandet, sodass man in diesem Keller höchstens noch an seinem Schreibtisch aß, und das auch nur, wenn es sich nicht vermeiden ließ.

Dass heute so ein Tag sein könnte, ahnte Oma Pusch. Sie glaubte zu wissen, was Enno am Nachmittag tun würde. Also fuhr sie gegen siebzehn Uhr mit einem Rollmopsbrötchen bewaffnet in Richtung Esens. Glücklicherweise hatte sie seit einiger Zeit so ein hochmodernes Fahrrad mit Elektroantrieb. Gerade an der Küste war das extrem praktisch, denn egal in welche Richtung man fuhr, es war immer gegen den Wind.

Enno guckte skeptisch, fast misstrauisch, als er die Tür öffnete und seine Schwägerin Lotti davor stehen sah. Sie hatten seit Jahren kaum Kontakt gehabt. Doch Oma Pusch ließ ihm keine Chance. Ohne nach ihrem "Moin, moin" seine Antwort abzuwarten, drängte sie sich an Enno vorbei und starrte auf das Tuch, das über den Sektionstisch gebreitet war. Darunter zeichneten sich die Züge eines Körpers ab. Die Luftabzugshaube lief in voller Leistung.

"Komm doch bitte mit in mein Büro", bat Enno.

"Äh, ist er das?", fragte sie im Vorbeigehen.

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