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Friesische Morde Zwei Fälle für John Benthien in einem Band von Ohlandt, Nina (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 27.03.2020
  • Verlag: beTHRILLED
eBook (ePUB)
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Friesische Morde

Spannung im Doppelpack: Dieser Sammelband enthält die einzeln bereits als eBook erschienenen Erzählungen 'Keine Seele weint um mich' und 'In der heißen Sonnenglut'. In 'Keine Seele weint um mich' muss Hauptkommissar John Benthien den Mord an einer Meerjungfrau aufklären, die am Strand der Flensburger Förde tot aufgefunden wird. Schnell ist die Identität der Nixe geklärt: Julia Rixen aus Sylt. Kommissar John Benthien und sein Freund und Kollege Tommy Fitzen fahren auf die Insel, um mehr über die Hintergründe von Julias Tod zu erfahren. Dort treffen die beiden Kommissare gleich eine ganze Reihe an Menschen, die Julia zugleich geliebt und gehasst haben. Doch dann gibt es weitere Todesfälle und auch jemand, der Benthien nahesteht, gerät in tödliche Gefahr ... 'In der heißen Sonnenglut' findet John Benthien am Sylter Strand die Leiche einer Touristin. Seine Ermittlungen in dem Fall führen den Hauptkommissar direkt zu den berühmten Ashbury-Zwillingen, die seit einiger Zeit auf Sylt leben. Doch Agnes und Alina Ashbury sind seit einigen Tagen verschwunden und haben etliche Termine zum Erscheinen ihres neuen Buches versäumt! Neben dem Ehemann der Verstorbenen, der sich höchst verdächtig benimmt, trifft Benthien noch auf einen Journalisten, der sich äußerst hartnäckig an die Fersen der beiden Schwestern geheftet hat - und beide Männer verhalten sich überaus verdächtig ... eBooks von beThrilled - mörderisch gute Unterhaltung!

Nina Ohlandt wurde in Wuppertal geboren, wuchs in Karlsruhe auf und machte in Paris eine Ausbildung zur Sprachlehrerin, daneben schrieb sie ihr erstes Kinderbuch. Später war sie als Übersetzerin, Sprachlehrerin und Marktforscherin tätig, bis sie zu ihrer wahren Berufung zurückfand: dem Krimischreiben im Land zwischen den Meeren. Derzeit arbeitet sie am nächsten Krimi um John Benthien.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 285
    Erscheinungsdatum: 27.03.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732584314
    Verlag: beTHRILLED
    Größe: 1464 kBytes
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Friesische Morde

1. Karfreitag, 21. April
Am Ufer der Flensburger Förde

»Mama«, rief das kleine Mädchen, »Mama, guck doch mal!«

Es beugte sich hinunter und berührte seinen wunderbaren Fund vorsichtig mit den Fingerspitzen. Die blau und grün changierenden Schuppen leuchteten im Sonnenlicht und erinnerten das kleine Mädchen an ein besonders schönes Bild in seinem Märchenbuch. Wassertropfen funkelten wie Diamanten, hüftlange Haare umgaben das Zaubergeschöpf, das vor dem Kind im Sand lag, wie ein nachtschwarzer Umhang. Der elegante Fischschwanz wurde immer wieder von den anlaufenden Wellen überspült und glitzerte wie ein silbern überhauchter Regenbogen.

»Mama!«, rief das Kind nun energisch, da keine Reaktion erfolgt war. »Ich hab eine kleine Seejungfrau gefunden! Komm her und guck!«

Die junge Mutter, die an diesem schönen vorösterlichen Frühlingstag schon zeitig an den Strand von Solitüde gefahren war, konzentrierte sich darauf, die Strandtasche auszuräumen und eine widerspenstige Sonnenliege aufzustellen, deshalb hörte sie nur mit halbem Ohr hin. Noch waren sie allein an diesem idyllischen, hellen Sandstrand an der Flensburger Förde. Aus dem Frühdunst tauchten gerade die ersten Segelboote auf dem Wasser auf.

Das kleine Mädchen kam angerannt und griff nach der Hand der Mutter. »Ich hab eine kleine Seejungfrau gefunden!«, wiederholte das Kind, nun schon spürbar ungeduldig. »Guckst du jetzt endlich? Ich glaube, sie schläft. Und du hast mir erzählt, es gibt keine Seejungfrauen!«

»Was redest du da?«

Doch sie ließ sich mitziehen, quer über den Strand bis an die Stelle, wo die Fördewellen sachte ans Ufer plätscherten. Dort blieb sie mit einem Ruck stehen und schnappte nach Luft, dann zog sie die Kleine, die heftig protestierte, fast gewaltsam mit sich.

»Aua!«, schrie ihre Tochter. »Du tust mir weh!«

»Setz dich auf die Liege und rühr dich nicht vom Fleck!«, befahl die Mutter mit so strenger Stimme, dass die Kleine nicht mehr zu widersprechen wagte. Dann kramte Petra Rohwedder ihr Handy hervor und wählte mit zitternden Händen die 110.

Das rot-weiße Flatterband der Polizei sperrte in einem Halbkreis den gesamten Strand von Solitüde ab. Jenseits des Bandes warteten etliche Sonnenhungrige, beladen mit Taschen, Luftmatratzen, Schwimmflügeln, Bällen, Eimern und Boule-Kugeln, und schimpften lauthals, weil sie nicht an den Strand durften. Zur Entschädigung wollten sie wenigstens etwas von dem Drama am Ufer mitkriegen, doch die Uniformierten drängten sie immer weiter zurück.

»Hier gibt es nichts zu sehen«, sagten sie immer wieder, »bitte räumen Sie den Platz!«

Tatsächlich gab es außer einigen Polizeiwagen, einem Bus der Spurensicherung, einem Leichenwagen und etlichen amtlichen Personen am Ufer nichts zu entdecken, denn irgendjemand hatte ein Zelt angeschleppt und über der Leiche aufgestellt.

»Es ist eine Seejungfrau«, schluchzte das kleine Mädchen, »und ich habe sie gefunden. Sie ist doch nicht tot, Mama? Sie schläft doch nur, oder nicht?«

Sie knuffte ihre Mutter in die Seite. Beide waren von zahlreichen Neugierigen umgeben, die pausenlos auf sie einredeten und Fragen stellten.

Dann kam ein Mann in Jeans, blauem Hemd und einer schön patinierten Lederjacke, mit Dreitagebart und wuscheligen, kragenlangen Haaren auf sie zu, der trotz seines legeren Aussehens offenbar zur Polizei gehörte. Widerwillig trat die Menge ein paar Zentimeter zurück, es wurde still. Schließlich wollten alle hören, was der Mann zu sagen hatte.

»Sind Sie die Zeugin, Frau Rohwedder?«, fragte er und berührte die junge Mutter am Arm.

»Meine Tochter hat sie gefunden«, sagte die Frau erschöpft. »Wann können wir endlich nach Hause?«

»Bald«, versicherte der Polizeibeamte, der sich als Oberkommissar Fitzen vorstellte. »Jetzt kommen Sie erst einmal mit mir.« Er hob das Flatterband hoch und begleitete Mutter und Tochter zu einem Polizeibus. Er b

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