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Fuck you very much Thriller von Truhen, Aidan (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 16.04.2018
  • Verlag: Suhrkamp
eBook (ePUB)

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Fuck you very much

Jack Price ist Drogengroßhändler, aber nicht irgendeiner, sondern der beste: cleverer, smarter und intelligenter als alle seine Konkurrenten zusammen. Mr. Cool himself. Und er hat sich bislang noch vor jeder unliebsamen Überraschung geschützt. Als man jedoch eine Nachbarin, die unter seinem Penthouse wohnt, ermordet auffindet, wird er nervös. Sie war zwar eine garstige alte Frau, mit der er nichts zu tun hatte. Was aber, wenn dieser anscheinend sinnlose Mord eine Botschaft seiner Gegenspieler an ihn war? Er zieht Erkundungen ein und erfährt, dass die "Seven Demons" auf ihn angesetzt sind - eine exklusive, hocheffiziente "Bruderschaft", die bösartigsten, gnadenlosesten Hitmen überhaupt. Sieben absolut tödliche Spezialisten, die nie aufgeben und noch nie einen Auftrag vermasselt haben. Aber Price nimmt den Kampf an und setzt damit eine Kette unfassbarer Ereignisse in Gang ... Aidan Truhen ist ein Pseudonym. Truhen über Truhen: "Ich bin ein schrecklicher Mensch."

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 440
    Erscheinungsdatum: 16.04.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783518757529
    Verlag: Suhrkamp
    Originaltitel: The Price You Pay
    Größe: 2425 kBytes
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Fuck you very much

L ogischerweise - und das ist schon allen klar, oder? -, logischerweise latsch ich nicht einfach in Billys Büro und leg ihm einen geheimdienstmäßigen Alukoffer mit Koks im Wert von hunderttausend auf den Tisch. Ich hab nämlich keine Lust, den Rest meines Lebens im Knast zu verbringen. Ich hab auch keinen Lieferservice. Der ist outgesourct. Früher hatte man kleine Jungs dafür, und ein paar altmodische Dealer machen das immer noch so, denn kleine Jungs wandern meist nicht ins Kittchen. Aber wenn man immer dieselben Knaben laufen lässt, kriegen sie nach und nach raus, wer man ist und wie man arbeitet, und wenn sie dann geschnappt werden, rücken sie damit meistens auch raus. Kids sind echt loyal, aber doof sind sie nicht. Sie wissen genau, wann sie einen verraten müssen. Außerdem glauben sie nicht, dass sie wirklich sterben könnten, deswegen haben sie nicht so viel Angst vor einem. Kinderarbeit ist eine tickende Zeitbombe, und moralisch ist es auch nicht okay. Kids sollten zur Schule gehen, damit keine Gerüstbauer und Stripper aus ihnen werden. Was an und für sich völlig vernünftige Berufe sind, nur dank der verzerrten Wahrnehmung in unserer spätneoliberalen Oligarchie kommt dabei am Ende nicht so viel von dem Erstrebenswerten raus, das man mit Ausbildung und deren Anwendung und einem kleinen, aber sehr notwendigen Quäntchen Glück erreicht.

Außerdem leben wir im digitalen Zeitalter. Ich liefere per Crowd-Paketlieferdienst: alles Einzelaufträge für Freiberufler mit Null-Stunden-Vertrag. Die Mikrojobber in der Gig Economy. Ein Fünfzehn-Kilo-Paket soll von East Harbour zum Point? Dafür gibt's längst eine App. Mehrere sogar, dazu noch Websites, Listen und Peer-to-peer-Services. Das können die bekannten stinknormalen Allerweltsdienste wie The City Fetch sein, die Botengänge für vielbeschäftigte Wirtschaftsprüfer übernehmen, oder so was wie 1brokeIT, die Ersatz besorgen, wenn man aus Versehen irgendwas kaputtgemacht hat und niemand was davon mitkriegen soll. Oder geschlossene Netzwerke für Topmanagement-Paare auf der Suche nach bumsfidelen Gleichgesinnten, Prügelpartys oder Drogenberatung. Um die Technik braucht man sich dabei gar nicht zu kümmern, da geht's nur um Folgendes: Warum sollte man eine Arbeitnehmerschaft unterhalten, wenn es so viele Leute gibt, die sogar auf freiestberuflicher Basis arbeiten und nicht mal wissen wollen, für wen sie was tun oder wer die Endkunden sind. Dazu sind sie bereit, wenn man vor allem drei Dinge sicherstellt:

a) Sie machen bei keinem Terrorakt mit. (Ein echtes K.o.-Kriterium. Das muss man ihnen wirklich glaubhaft verklickern.)

b) Wenn sie erwischt werden, müssen sie's mit gutem Gewissen abstreiten können. (Natürlich denken sie nie im Leben, dass man was Illegales tun könnte. Aber für den Fall.)

c) Sie bekommen gutes Geld für etwas, das sie im Grunde sowieso täten (zum Beispiel pendeln, in einem schicken neuen Schuppen Kaffee trinken und neue Leute kennenlernen).

Man führt keine armen Unschuldigen in die Schattenwelt des internationalen Schmuggelwesens, man gibt nur verhinderten Leistungsträgern die Möglichkeit, sich in ihrer persönlichen Wirtschaftsflaute eine Einkommensquelle zu erschließen. Die Zukunft ist rosig, und ich bin Amazon. Ich bin das Uber der illegalen Drogen. Für mich bringen sie alle Koks unter die Leute, die Manager in dicken Schlitten genauso wie komische alte Käuze mit Rollatoren. Und eigentlich wissen alle, dass sie es tun. Aber es ist okay für sie, solange ich das nicht offen ausspreche. Und sie kriegen Kohle und vielleicht einen Thrill. Ich zwing sie zu nichts, was sie nicht gerne tun. Ich liefere in keine Gegenden, in die sie nicht gerne fahren. Warum auch? Scheiße, ich selbst will da ja auch nicht hin. Außerdem hat in solchen Gegenden keiner genug Kohle. An Billy und seinen Trupp liefere ich auch nur noch, weil sie in guten Gegenden arbeiten, was übrigens der Grund ist, warum seine Fallrohre keine Obdachlos

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