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Gale Force - Sturmjagd Thriller von Laukkanen, Owen (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 31.12.2019
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Gale Force - Sturmjagd

Seit ihr Vater bei einem missglückten Bergungsauftrag über Bord ging, lässt McKenna Rhodes lieber die Finger von den riskanten Jobs. Dumm nur, dass das auch die lukrativen sind. McKenna steht kurz vor dem Ruin, als ein japanischer Frachter havariert. Die Bergung des Schiffes und die damit verbundene Millionenprämie sind ihre letzte Chance. Doch was niemand ahnt: Auf dem Unglücksschiff befindet sich ein blinder Passagier. Im Gepäck: 50 Millionen Dollar in Inhaberpapieren, die er von der Yakuza gestohlen hat. Und die will ihr Geld um jeden Preis zurück ... Owen Laukkanen wurde 1983 in Vancouver in eine Familie von Fischern geboren und hat viele Sommermonate als Deckarbeiter verbracht. Nach seinem Studium an der University of British Columbia, wo er Kreatives Schreiben studierte, arbeitete er drei Jahre als Berichterstatter der World Series of Poker. Inzwischen widmet er sich in Vollzeit dem Schreiben von Romanen und Jugendbüchern.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 429
    Erscheinungsdatum: 31.12.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732572540
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Originaltitel: Gale Force
    Größe: 767 kBytes
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Gale Force - Sturmjagd

Prolog

Drei Jahre zuvor; 60 Seemeilen vor der Küste von Oregon

Selbst aus der Ferne war der Frachter riesig. Sechshundert Fuß schwarzer Stahl und grelle Lichter, hilflos den Gewalten des Sturms ausgeliefert. Das Schiff war die Argyle Shore , ein Schüttgutfrachter, der fünfzehntausend Nettotonnen Getreide aus dem Columbia Becken geladen hatte und jetzt manövrierunfähig und parallel zu den Windseen auf die eine große Welle wartete, die sein Schicksal besiegeln würde.

Fünfzig Meter vom sich anbahnenden Drama entfernt, im Ruderhaus des Hochseebergungsschleppers Gale Force , fixierte McKenna Rhodes die Positionslichter des Frachters und hielt auf dessen Bug zu. Sie war an Nächte wie diese gewöhnt. Groß geworden auf den wechselnden Schiffen des Vaters, hatte sie die meisten ihrer dreißig Lebensjahre auf dem Wasser verbracht. Viele Sommer hatte sie auf Schleppern gearbeitet, an der gesamten Pazifikküste entlang, bis hinauf zum Columbia River und noch weiter bis in den Golf von Alaska. Aber die Hochseebergung war in keiner Weise vergleichbar mit dem Schleppen von Lastkähnen. Geld floss nur sporadisch, wenn überhaupt, und war niemals leicht verdient, sondern man musste schon etwas riskieren - wie in dieser Nacht mit der Argyle Shore bei verdammt schlechtem Wetter.

"Bug gegen die See, McKenna."

Randall Rhodes' durch ein Megaphon verstärkte Stimme kämpfte sich durch das Heulen des Sturms ins Ruderhaus. McKenna am Fahrstand des Schleppers zwang den Bug in die hochgehenden, von grellweißem Schaum gekrönten Wellen. Sie fühlte sich nicht wohl hier oben, warm und trocken auf der Brücke, während ihr Vater unten auf Deck bei der Mannschaft war und Vorbereitungen traf, die Wurfleine auf den Frachter hinüberzuschießen. Doch ihr Vater hatte darauf bestanden.

"Du wirst eines Tages dieses Schiff führen", hatte er seiner Tochter so oft gepredigt, dass sie nachts davon träumte. "Du treibst dich lange genug auf dem Wasser herum, du bist mehr als qualifiziert. Also kannst du dich ruhig jetzt schon an den Kapitänsstuhl gewöhnen."

Der größte Teil der Besatzung des Havaristen war von der Coast Guard in Sicherheit gebracht worden. Sofort nach dem Mayday des Kapitäns war von Astoria ein Jayhawk gestartet, der die gesamte Crew bis auf den Schiffsführer und die Leute, die bei der Bergung mit zupacken mussten, von Bord holte. Bei orkanartigen Böen, die haushohe Wellen aufpeitschten und Gischtfahnen in den Himmel schleuderten, ein fragwürdiges Vergnügen.

Zurück blieb der Frachter mit seiner Notbesatzung, und nun hatte die Gale Force ihren Auftritt: vierundvierzig Meter solider Stahl, zwei bullige Dieselmotoren und eine Crew, die nur darauf wartete, dem Teufel in die Suppe zu spucken. Nach Seerecht galt die Argyle Shore als herrenlos, sobald die Besatzung das Schiff verlassen hatte, und jeder, der es sich zutraute, konnte sie in Schlepp nehmen und kassieren. Als Lohn der Mühen winkte ein Anteil vom Wert des Havaristen, zehn Prozent Minimum, aber Mühen ohne Erfolg wurden nicht honoriert, nicht einmal mit einem lauwarmen Händedruck.

Egal. Innerhalb einer Stunde nach dem Notruf hatte Randall Rhodes seine Leute zusammengetrommelt und war mit der Gale Force ausgelaufen, hinein in Nacht und Sturm. Jetzt, nach einer wahren Achterbahnfahrt die Wellenberge hinauf und hinunter, war die Gale Force am Ziel, und es galt keine Zeit zu verlieren, denn die Konkurrenz hatte ganz sicher auch nicht geschlafen.

Auf dem Bordmonitor neben ihrem Stuhl konnte McKenna ihren Vater und die übrigen Besatzungsmitglieder sehen, die sich auf dem Arbeitsdeck bereitmachten und ihr ungeduldig winkten: Schneller, schneller! Bring uns in Position! Durch die Frontscheibe sah sie hoch oben am Bug des Frachters den Kapitän der Argyle Shore mit seinen Helfern stehen. Sie warte

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