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Gangster in London von Wallace, Edgar (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 17.02.2016
  • Verlag: Nexx
eBook (ePUB)
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Gangster in London

Die ?Gesellschaft zur Sicherung wohlhabender Bürger? garantiert den Reichen Londons Sicherheit - vorausgesetzt, sie bezahlen dafür. Wer nicht bezahlt oder gar die Polizei informiert, lebt nicht mehr lange. Das muss auch die Sekretärin Leslie Ranger erfahren, die Scotland Yard berichtet, dass Ihr Chef Elijah Decadon erpresst wird ...

Richard Horatio Edgar Wallace (1875-1932) war ein englischer Schriftsteller, Drehbuchautor, Regisseur, Journalist und Dramatiker. Er gehört heute noch zu den erfolgreichsten englischsprachigen Kriminalschriftstellern.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Erscheinungsdatum: 17.02.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783958704657
    Verlag: Nexx
    Größe: 340kBytes
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Gangster in London

2

"Es gibt zwei vorherrschende Triebkräfte im Leben der Männer: die Liebe und die Furcht vor dem Tode ... Verstehen Sie?" Captain Jiggs Allerman von der Chicagoer Geheimpolizei lehnte sich im Sessel zurück und blies den Rauch seiner Zigarre zur Decke hinauf. Er war groß, schlank und von der Sonne gebräunt wie ein Indianer.

Terry Weston grinste. Er amüsierte sich immer über Jiggs.

"Sagen Sie mal: Sie sind doch Chefinspektor oder so etwas Ähnliches?" fuhr Jiggs fort, "Mir scheint, dass man nächstens hier noch Kinder zu höheren Beamten macht. Wie alt sind Sie denn jetzt, Terry?"

"Fünfunddreißig."

Jiggs machte ein verächtliches Gesicht. "Das ist eine gemeine Lüge! Wenn Sie älter sind als dreiundzwanzig, dann lasse ich mich totschießen."

"Immer wenn Sie Ihren jährlichen Besuch in Scotland Yard machen, erzählen Sie denselben faulen Witz. Man könnte doch meinen, dass Ihnen mit der Zeit etwas Neues einfallen sollte? Aber Sie haben eben von zwei Triebkräften im Leben gesprochen ..."

"Ja - Liebe und Tod." Jiggs nickte eifrig. "Mit der Liebe hat man immer schon viel Geld verdient; aber mit dem Tod haben bisher nur die Ärzte und die Beerdigungsinstitute ihr Geschäft gemacht. Doch passen Sie auf: Das wird jetzt anders, Terry! In den Vereinigten Staaten werden jedes Jahr Unsummen für den persönlichen Schutz wohlhabender Bürger verausgabt. Und was dort drüben ein gutes Geschäft ist, müsste sich auch in England, Frankreich, Deutschland oder sonstwo bezahlt machen. Die Menschen sind überall gleich, und es wird überall mit Wasser gekocht. Jedenfalls: Unsere großen Gangster - ich weiß das - haben sich inzwischen in England umgesehen, und zwar einer aus Chicago und einer aus New York. Und wenn die sich was in den Kopf setzen, führen sie's auch durch. Denn diese Burschen, mit denen ich es drüben zu tun habe, denken in Millionen oder gar in achtstelligen Zahlen. Im vorigen Jahr wollten sie ein neues Geschäft in einem anderen Land aufmachen und haben allein für Vorarbeiten zwei Millionen Dollar ausgegeben. Die Sache rentierte sich dann aber nicht, und so haben sie einfach ihre ganzen Ausgaben auf Verlustkonto gesetzt ... Da staunen Sie, was? Diese Leute könnten jedes Jahr aus England hundert Millionen Dollar ziehen, ohne dass es auffiele."

Jiggs Allerman war bei seinem Lieblingsthema angelangt. Er hatte sich schon öfters mit Terry darüber unterhalten, der ihm jedes Mal widersprach. Persönlich wäre er an dieser besonderen Art von Verbrechen interessiert gewesen, denn er arbeitete in Scotland Yard im Dezernat für Betrug, Erpressung und ähnliche Vergehen.

Kurz darauf ging er mit dem Amerikaner zu Tisch. Er hatte Jiggs Allerman gern und wusste, dass er noch viel von ihm lernen konnte.

Im Grill Room des Carlton-Hotels erkannte Terry Mr. Elijah Decadon und machte seinen Begleiter auf ihn aufmerksam. "Das ist einer der gemeinsten und gefährlichsten Millionäre, die es auf der Welt gibt!"

"Na - mit dem würde ich schon fertig werden!" erklärte Jiggs. "Und wer ist der dunkle Herr, der bei ihm sitzt? Der kommt mir so merkwürdig bekannt vor ..."

"Sein Neffe. Möglich, dass Sie ihn kennen; er wohnte früher in Chicago. Ist er nicht zufällig mal mit der Polizei in Berührung gekommen?" fragte Terry ironisch.

"Nein, aber das hat nichts zu sagen. Die ganz großen Verbrecher haben selten etwas mit der Polizei zu tun; die eigentlichen Drahtzieher, die hinter den AlkoholSchmugglerbanden und ähnlichen Gesellschaften stehen, werden fast nie erwischt. Ach, jetzt fällt es mir ein! Tanner - Ed Tanner heißt der Mann! Ein durchtriebener Junge ... Hab' mich schon oft gewundert, woher er das viele Geld hat. Aber sagten Sie nicht eben, sein Onkel wäre Millionär?"

"Von dem hat er

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