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Gefährliches Spiel von Rice, Lisa M. (eBook)

  • Verlag: LYX
eBook (ePUB)
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Gefährliches Spiel

Für die Bibliothekarin Charity Prewitt scheint ein Märchen wahr zu werden, als sie den attraktiven Millionär Nicholas Ames kennen lernt. Nie zuvor hat sie für einen Mann solch tiefe Gefühle entwickelt. Doch Nick Ames ist nicht der, der er zu sein vorgibt. In Wahrheit arbeitet er als Geheimagent für die Regierung. Sein Auftrag lautet, einem russischen Mafiaboss das Handwerk zu legen, und Charity ist der Schlüssel dazu. Doch schon bald muss er feststellen, dass die hübsche Bibliothekarin mehr für ihn ist als nur ein Job ...

Lisa Marie Rice bleibt ewig 30 und wird nie älter. Sie ist groß, gertenschlank und wunderschön. Männer liegen ihr scharenweise zu Füßen. Sie hat alle wichtigen Buchpreise der Welt gewonnen, ist stolze Besitzerin eines schwarzen Gürtels und hat einen Doktor in Archäologie, Kernphysik und der tibetischen Literatur. Außerdem ist sie eine gefeierte Konzertpianistin. Habe ich den Nobelpreis erwähnt? Lisa Marie Rice ist natürlich eine virtuelle Frau und existiert nur am Computer, wenn sie Liebesromane schreibt. Sie verschwindet, wenn der Bildschirm erlischt.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 384
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783802587030
    Verlag: LYX
    Serie: Gefährlich Bd.2
    Originaltitel: Dangerous Secrets
    Größe: 614 kBytes
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Gefährliches Spiel

1

10 Tage zuvor

Atomkraftwerk Krasnoyarsk,

Russland

18. November

Der Pilot wartete wie vereinbart allein am Fuß der Rolltreppe. Der Flug war nicht angemeldet, das Flugzeug existierte offiziell gar nicht, und ein Kopilot war nicht vorgesehen. Je weniger Personen beteiligt waren, desto besser.

Sie befanden sich auf einer Startbahn am hinteren Ende eines Militärflughafens, der stillgelegt worden war, als die Sowjets die Macht verloren. Ein Pilot und ein Nuklearingenieur. Ihnen waren nur Vornamen genannt worden. Lyosha und Edik. Beide Namen waren falsch, aber das war egal.

Der Nuklearingenieur, dessen richtiger Name Arkady Sergeyevitch Andreyev war, wusste die eine Sache von dem Piloten, die wichtig war: Er war ein Sek , ein ehemaliger Insasse des russischen Gulags. Sie waren beide Mitglieder dieses sehr exklusiven Klubs - Männer, die die grausame Umarmung des russischen Bären überlebt hatten.

Die Männer gaben sich nicht die Hand. Aber als der Pilot die Hand ausstreckte, um Arkady mit der Sackkarre zu helfen und den schweren Behälter aus dem Lieferwagen auf eine Transportpalette umzuladen, sah Arkady, was er erwartet hatte: eine Stacheldrahttätowierung um das Handgelenk des Piloten.

Ehemalige Häftlinge trugen ihre Erfahrungen in der Hölle nicht nur in ihrer Seele, sondern auch auf ihrer Haut. Arkadys Körper war von Tätowierungen übersät, von den Sternen auf seinen Knien, die bedeuteten, dass er sich niemandem unterwerfen würde, bis hin zu den Kreuzen, die für seine Jahre im Gulag standen. Er trug sie mit Stolz.

Die einzige freie Stelle auf seiner Haut war ein großer, glänzender, vernarbter Fleck über seinem Herzen, wo er einst eine Tätowierung von Lenins markanten, spitzbärtigen tatarischen Gesichtszügen getragen hatte. Sowjetische Gefängniswärter waren ein abergläubischer Haufen und würden nie auf das heilige Bild Lenins schießen.

Am Tag, als das Lager fiel, hatte er aus der verlassenen Wärterbaracke einen Lötkolben gestohlen und sich den Leninkopf selbst weggebrannt. Er war so glücklich gewesen, seinen Körper von dem monströsen Bild zu befreien, dass er die Schmerzen nicht gespürt hatte.

Die beiden Männer, Arkady und der Pilot, nahmen schweigend die Tätowierungen des anderen zur Kenntnis. Mehr musste nicht gesagt werden. Sie waren Mitglieder der Bratva , der Bruderschaft. Das war alles, was sie wissen mussten.

Der schwere Bleicontainer wurde in den Laderaum der Tupolew Tu-154 geladen, wo der Pilot ihn vorsichtig an der Wand festschnallte. In dem Behälter befand sich ein großer, ebenfalls mit Blei verkleideter und mit Cäsium 137 gefüllter Kanister, genug für eine sehr große, schmutzige Bombe. Genug, um die Innenstadt von London oder New York oder Paris oder Rom oder Berlin oder Washington, D.C. zu zerstören, um eine lebendige Stadt vom Angesicht der Erde zu tilgen und sie in eine Wüste aus verlassenen Betoncanyons zu verwandeln, die in den nächsten Zehntausenden von Jahren kein Mensch oder irgendeine andere Lebensform betreten konnte.

Der Pilot schloss die Tür zum Laderaum und kam in die kleine Kabine, von wo aus Arkady das Einladen des Behälters beobachtet hatte.

"Ist alles in Ordnung?", fragte der Pilot leise.

Arkady wusste genau, was er meinte. Er nahm es ihm nicht übel. Dies war ein gefährliches Geschäft.

Statt zu antworten, öffnete Arkady seinen Aktenkoffer und nahm einen kleinen Geigerzähler heraus. Er schaltete ihn ein, ging zur Ladeluke und bewegte ihn über dem Container hin und her. Sie hörten beide das beruhigende Geräusch eines sanften, leisen Tickens. Der Geigerzähler maß die Umgebungsstrahlung, die h

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