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Gefährliches Flüstern Kriminalroman von Falkner, Alina (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 10.09.2015
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Gefährliches Flüstern

Das KKF II unter der Leitung von Fallanalytikerin Rita Seidel steht vor einer schweren Aufgabe: Es soll erforschen, was Serienmörder zu rituell inszenierten Taten bewegt, um sie schneller fassbar zu machen. Als im Umfeld eines Berliner Theaters drei sehr unterschiedliche Morde geschehen, wird Seidels Team zu den Ermittlungen hinzugezogen. Denn der Täter scheint seine Taten nach einem bestimmten Mythos zu inszenieren, gleich eines Theaterstücks. Seidel und ihre stärkste Ermittlerin Theresia Pfeffer müssen nun all ihr Wissen aufbringen, um dem Mörder auf die Spur zu kommen, bevor der nächste Akt beginnt.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 332
    Erscheinungsdatum: 10.09.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732513888
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Größe: 1280 kBytes
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Gefährliches Flüstern

Kapitel 1 Kunstblut

Mittwoch, 10. September
Abends. Sturmtheater

Hanne tätschelt ihrem Mann lächelnd das Knie. " Sei nicht so brummig, Matthias. Wir wollen doch einen schönen Abend haben. "

Er erhebt sich mit einem Seufzen von seinem Platz. " Einen schönen Abend hätte ich zu Hause gehabt. Es läuft Fußball. "

Sie runzelt die Stirn. " Deine Tochter hat uns die Karten geschenkt. "

" Ist auch deine Tochter. Und wenn ich mir dieses Geschenk so ansehe, muss ich meine Vaterschaft ernsthaft anzweifeln. "

Hanne verdreht die Augen, lächelt aber. " Dritte Reihe, Matthias. Die waren teuer. Und jetzt ist doch erst Mal Pause. Da gönnen wir uns einen Sekt, oder? "

" Ja, ja. "

Sie geht lachend durch die Sitzreihe hindurch, hinein ins Seitenfoyer und dann ins Hauptfoyer, wo sich die Bar befindet. Matthias folgt ihr schweigend. Hanne atmet tief den Duft des Theaters ein. Eigentlich sollten sie das viel öfter machen. Um sie herum klirren Gläser, gefüllt mit Sekt oder Wein, die anderen Besucher sind in angeregte Gespräche vertieft. Ein kultivierter Hauch liegt über allem, selbst den Laugenbretzeln. Sie dreht sich lächelnd zu ihrem Mann um. " Ich finde den Ferdinand ja nicht so gut besetzt, aber ansonsten ist es doch eine annehmbare Inszenierung. "

" Es gibt nicht mal Blut. Dabei haben die doch im Theater angeblich Kunstblut, das niemand von echtem unterscheiden kann. " Er schaut sich suchend um. " Du hattest was von Sekt gesagt, oder? "

Hanne stemmt die Hände in gespielter Entrüstung in die Hüften. " Kannst du nicht wenigstens so tun, als würdest du was vom Theater, Schiller oder Kabale und Liebe verstehen? "

" Wieso? Das machst du doch schon. "

" Dann hol uns wenigstens zwei Gläschen Sekt. "

" Ich hab keinen Geldbeutel dabei, Mäuschen " , sagt er nun ehrlich zerknirscht.

" Und ich hab meine Handtasche an der Garderobe abgegeben. " Kaum hat sie es gesagt, bereut sie ihre Worte schon. Denn Matthias' Mundwinkel sinken noch tiefer als vorhin im Zuschauerraum. " Ich hol sie ab " , sagt Hanne schnell und dreht sich um.

Die Absätze ihrer halbhohen Lederpumps klappern auf den Stufen hinunter ins Erdgeschoss. Wenig später schultert sie ihre Tasche, lächelt der uniformierten Garderobiere zu und eilt die Treppe wieder zurück nach oben. Nicht dass sie ihren Sekt nicht mehr austrinken können, bevor der zweite Teil beginnt. Eigentlich bräuchte Matthias sogar zwei Gläschen, damit es ein halbwegs vergnüglicher Abend wird.

Hanne stellt sich an der Bar an. Ihr Mann steht vor den großformatigen Portraits der Ensemblemitglieder und besieht sich eine junge Schauspielerin. Hanne schmunzelt. Alles, was die Stimmung oben hält, soll ihr recht sein. Sie beobachtet Matthias mit liebevollem Blick, rückt einen Schritt in der Schlange vor und kramt schon mal in ihrer Handtasche. Sie bekommt ihr Handy zu fassen, das hoffentlich ausgeschaltet ist. Sie überprüft es noch einmal und tut es beruhigt zurück. Aber wo war jetzt ihr Geldbeutel?

" Was darf ' s sein? " , fragt der junge Barkeeper.

" Zwei Sekt " , antwortet sie und lächelt ihn an, immer noch in ihrer Tasche kramend. " Ich finde mein ... " Sie hält inne. Was war denn das? Ihre Hand hat etwas Feuchtes, Weiches zu fassen bekommen. Das hat sie doch nicht da reingetan ... Das Ding rutscht ihr aus der Hand. Hanne greift es wieder. Es ist leicht und hat eine raue Oberfläche.

" Acht v

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