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Gefürchtet von Koontz, Dean (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 17.12.2019
  • Verlag: HarperCollins
eBook (ePUB)
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Gefürchtet

Als Ex-FBI-Agentin Jane Hawk im Tod ihres Mannes ermittelte, stieß sie auf eine Verschwörung von höchstem Ausmaß: Eine elitäre Gruppe, die Arkadier, haben sich vorgenommen, die USA nach ihren Vorstellungen umzugestalten. Dazu nutzen sie Nano-Kontrollmechanismen, die ihrem Opfer den freien Willen rauben. Die sogenannten "Angepassten" führen aus, was ihnen gesagt wird - und wenn es der eigene Selbstmord ist. Immer mehr Arkadier fürchten die Enttarnung durch Jane. Je höher sie in deren Ränge vorstößt, desto gefährlicher wird es für sie - und ihren fünfjährigen Sohn Travis. "Der erste Teil einer neuen Serie von Bestsellerautor Dean Koontz ist toller Lesestoff für Freunde von actionreichen, schnellen, leicht futuristischen Thrillern." FAZ Literaturkalender über Suizid Dean Koontz ist in Pennsylvania geboren und aufgewachsen. Er begann parallel zu seiner Tätigkeit als Lehrer zu schreiben. Seine Frau Gerda erkannte schnell sein Talent und unterstützte ihn in den folgenden Jahren finanziell, sodass er sich voll auf seine Karriere als Schriftsteller konzentrieren konnte. Inzwischen wurden seine Werke in 38 Sprachen übersetzt und mehr als 450 Millionen Mal verkauft. Dean lebt mit Gerda und ihrem Golden Retriever Elsa in Südkalifornien.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 512
    Erscheinungsdatum: 17.12.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783959678766
    Verlag: HarperCollins
    Größe: 3106 kBytes
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Gefürchtet

SIEBZEHN

Vielleicht hatten sie den Toten zwischen sich behalten, weil Jane nach wie vor Bedenken hatte, diesen vierfachen Vater in ein so gefährliches Unternehmen zu verwickeln, und Gilberto trotz seines Geredes von semper fidelis und seiner Ehrenschuld Nick gegenüber wohl ebenfalls Bedenken hatte.

Feierlich still auf dem Stahltisch liegend war der Tote ein Hindernis für unbedachtes Handeln, zugleich eine Erinnerung daran, dass sie bei dieser Entführung umkommen könnten. Jane liebte Nick so innig, dass sein Tod ihre Liebe nicht vermindert hatte, und obwohl Gilbertos Dankbarkeit und Bewunderung weniger starke Gefühle waren, diente Janes verstorbener Mann ihnen als Prüfstein, an dem sie Engagement für alles Gute und Wahre in dieser Welt der Finsternis und der Lügen erproben konnten. Aber ein Prüfstein war nur etwas wert, wenn sie vernünftig, aus Pflichtbewusstsein handelten, statt sich von Sentimentalität überwältigen zu lassen. Jane wusste - und Gilberto vielleicht auch -, dass eine Berührung, eine Umarmung, sogar ein Händedruck in den ersten Minuten dieses Wiedersehens ehrliche Gefühle in Sentimentalität verwandeln und ihn dazu bringen konnten, eine schicksalhafte Entscheidung aus falschen Gründen zu treffen.

"Ich bin dir dankbar, dass du das für mich, für Nick tun würdest", sagte sie. "Aber wenn sie rauskriegen, dass du mir geholfen hast, ist's ihnen egal, dass du nur gefahren bist. Sie legen dich um. Du musst wissen, was sie bisher getan haben, was sie erreichen wollen, wie viel sie zu verlieren haben."

Sie betrachtete das Gesicht des Toten, nach der Einbalsamierung so eierschalenweiß, seine Lippen steif, als hätten sie nie gelächelt, und die Lider papierdünn, als hätten all die schrecklichen Anblicke, vor denen er die Augen verschlossen hatte, sie halb abgetragen. Nick war feuerbestattet worden. Auch sie bevorzugte Feuer, falls nach ihrem Tod noch eine Leiche aufzufinden war.

"Diese Dreckskerle, diese Verschwörer, diese Putschisten, wie immer man sie nennen will ... sie haben ein Computerprogramm. Es identifiziert Leute, die unsere Zivilisation in die 'falsche' Richtung lenken könnten: Künstler, Journalisten, Lehrer, Wissenschaftler, Soldaten ..."

Gilberto runzelte die Stirn. "Falsche Richtung? Wie kann ein Computer entscheiden, welche Richtung für eine Zivilisation falsch ist?"

"Das tut er nicht. Die Kriterien haben sie bei der Entwicklung des Programms festgelegt. Er identifiziert lediglich Zielpersonen. Ihre Theorie lautet, dass man nur genügend sorgfältig ausgewählte Leute, die in einflussreiche Positionen gelangen und andere mit falschen Ideen beeinflussen könnten, eliminieren muss, damit im Lauf der Zeit ein Utopia entsteht. Aber hier geht's nicht um Utopia, sondern um Macht, um absolute Macht."

Gilberto war aus dem Krieg mit anhaltender Traurigkeit heimgekehrt, die ihn sanfter und immer um Konfliktvermeidung bemüht gemacht hatte. Aber jetzt war sein Zorn stärker als seine Sanftmütigkeit, als er aufgebracht sagte: "Nur eliminieren, was? Eliminieren . Immer so nette Umschreibungen für Mord ."

"Stalin soll gesagt haben: 'Der Tod eines einzelnen Mannes ist eine Tragödie, aber der Tod von Millionen nur eine Statistik.' Hast du damit ein Problem?"

"Sie wollen eine Million umbringen?"

"Im Lauf der Zeit sogar mehr. Zweihundertzehntausend pro Generation in den USA. Das sind achttausendvierhundert pro Jahr."

"Das haben sie dir erzählt?"

"Einer von ihnen hat ausgepackt. Das musst du mir glauben. Er kann's nicht mehr bestätigen. Ich habe ihn erschossen. In Notwehr."

Obwohl Gilberto im Krieg gewesen war, schockierte es ihn. Ein Krieg auf einem anderen Erdteil war etwas anderes als Kämpfe auf den Straßen des eigenen Landes. Er stützte sich mit beiden Händen haltsuchend auf den Stahltisch.

Jane fuhr fort: "Die ausgewählten Opfer stehen auf der sogenannten

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