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Geheimprojekt Flugscheibe Kriminalroman von Thiel, Sebastian (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.07.2015
  • Verlag: Gmeiner-Verlag
eBook (ePUB)
8,99 €
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Geheimprojekt Flugscheibe

Im Februar 1945 taucht ein unbekanntes Flugobjekt mit deutschem Hoheitszeichen am Himmel auf. Mühelos besiegt es den neuesten deutschen Jagdbomber im Vergleichsflug. Ist Hitler etwa im Besitz einer Wunderwaffe? Panisch alarmiert ein Widerständler seine Verbündeten. In Düsseldorf ahnt Nikolas Brandenburg davon nichts. Er denkt pausenlos an die Tochter seines toten Freundes. Lebt sie wirklich noch, wie sein Erzfeind Luger behauptete? Nikolas macht sich auf den Weg zu Luger in die Wewelsburg, die Ordensburg der SS. Sebastian Thiel, Jahrgang 1983, lebt in Tönisvorst am Niederrhein. Durch seine Arbeit als IT-Manager an Nachtschichten gewöhnt, schreibt er auch heute noch am liebsten nachts. Als Basis seiner Romane dienen historische Ereignisse und Personen, die er zu fantasievollen Geschichten verwebt. Seit mehreren Jahren ist Sebastian Thiel freiberuflicher Autor und widmet sich komplett dem Schreiben.

Produktinformationen

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Geheimprojekt Flugscheibe

Kapitel 1

- Düsseldorfer Nächte -

Elf Tage später, Düsseldorf

Die Welt um ihn herum brach zusammen.

Ganze Städte waren eingehüllt in giftigen Nebel, umschlossen von einer unsichtbaren Hand, die Tod und Verderben brachte. Stahlkolosse warfen Bomben ab und sprengten mit infernalen Explosionen alles weg, was gut und richtig war. Jegliche Menschlichkeit wurde ausgemerzt, bis nichts mehr übrig blieb als Leid und Pein.

Klock! Klock! Klock!

Menschen beklagten den Verlust ihrer Liebsten, in den Händen die toten Körper von Angehörigen. Ein Tuch aus Dunkelheit senkte sich über die Welt. Und hier, inmitten von Hass und Schmerz, wurde er zärtlich liebkost. Claires Finger streichelten sanft sein Gesicht, während Elsa seinen Kopf stützte. Sie sagten etwas, das er nicht verstehen konnte.

Klock! Klock! Klock!

Er wollte zuhören, jedes ihrer Worte in sich aufsaugen, doch der Lärm um ihn herum ließ es nicht zu. Die Gesichter der beiden Frauen verschwanden. Ein Gefühl von Schwäche überkam ihn, er wollte aufgeben, wollte zulassen, dass die Finsternis siegte und ihn hinabzog. Seine Lider waren schwer, das Innerste voll von schmerzhaften Gedanken. Als hätte jemand seine Seele herausgerissen und den verbliebenen Hohlraum mit Dunkelheit gefüllt. Über allem thronte die Fratze von Luger, seines Feindes. Seine Stimme hörte er. Tief und durchdringend wie die eines Sängers.

" Dieses Spiel hat bereits lange genug gedauert. Wenn Sie mich fragen, Brandenburg, waren Sie als Kommissar die größte Fehlbesetzung, seit Kaiser Caligula sein Pferd zum Konsul ernannte. Ich werde diesen Fehler nun korrigieren. " Er kam näher, das Grinsen wurde breiter. In seinen Händen hielt er den Kopf von Marie, der Tochter seines Freundes Erik. Die blonden Haare des jungen Mädchens waren durchtränkt von Blut. Luger lächelte, sah es an. " Dieses unschuldige Gesicht, diese kleinen Finger. Die Kleine war völlig geschockt, als man ihr sagte, dass ihr Vater ein Verräter war. Jetzt ist sie in guten Händen ."

Klock! Klock! Klock!

Er wollte Marie ergreifen, sein Patenkind, er hatte es Erik doch geschworen. Sich um sie zu kümmern, sie zu beschützen. Nikolas musste sie aus Lugers Klauen befreien. Nein, das war nicht möglich. Marie war seit Jahren tot. Er hatte an ihrem Grab geweint, für sie gebetet und Blumen abgelegt.

Luger wiegte sie in seinen Armen, begann, leise zu summen. Ein Wiegenlied für eine Tote. Es musste eine von Lugers Finten sein, ein Maskenspiel, um ihn zu verwirren. Er schrie so laut er konnte, ergriff Maries dünnes Ärmchen. Luger war übermächtig, keinen Zoll bewegte sich die Kleine. Sie weinte und rief seinen Namen.

"... ihr Vater, ein Verräter."

Klock! Klock! Klock!

Nikolas Brandenburg schreckte hoch. Noch immer hämmerte sein Vater mit dem Gehstock gegen das Bett. Kopfschüttelnd sah er ihn an. "Schon wieder ein Albtraum?"

Nikolas atmete aus und ließ sich in das Kissen zurückfallen. Sein Schlafkleid war durchnässt von Schweiß, obwohl es um ihn herum grausig kalt war. "Ja, Vater."

Eduard hatte Mühe, sich niederzulassen. Er ächzte bei jeder Bewegung und rückte das zugenähte Hosenbein zurecht, das seinen Beinstumpf verbarg. "Hast du oft in letzter Zeit." Er sah ihn an, wie früher die Verdächtigen, als er noch bei der Polizei war. "Du redest im Schlaf."

Nikolas fuhr sich über die langen Haare, die mittlerweile über seine Ohren reichten. Bei Gott, er brauchte dringend einen Haarschnitt - und eine Rasur. Zu schade, dass er als gesuchter Verräter nicht einfach in die Innenstadt spazieren und sich das Haupthaar trimmen lassen konnte.

"Etwas Wichtiges?", wollte Nikolas wissen.

Eduard atmete tief. Nachdenklich trommelte er mit dem Ende seiner Gehhilfe auf den Holzboden. "Sie ist tot, Nikolas. Die Kleine ist auf der Brücke ums Leben gekomme

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