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Geldmarie Knobels dritter Fall von Erfmeyer, Klaus (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 20.07.2009
  • Verlag: Gmeiner-Verlag
eBook (PDF)
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Geldmarie

Stephan Knobel geht es nicht gut. Die Dortmunder Kanzlei, f r die er arbeitet, ist wirtschaftlich angeschlagen. Unter den Besch"ftigten wachsen das Misstrauen und die Angst, Opfer eines Sanierungskonzepts zu werden. Doch viel mehr Sorgen bereitet ihm ein ganz anderes Problem. Seine Freundin Marie ist seit einem Besuch bei ihrem Germanistikprofessor spurlos verschwunden. Und der ist jetzt tot, gestorben an einem Herzinfarkt. Seit ihrem Verschwinden werden von Maries Girokonto t"glich 1.000 Euro an verschiedenen Geldautomaten der Stadt abgehoben. Die Polizei ist sich sicher, dass Marie mit dem Tod des Professors etwas zu tun haben muss und ihre Flucht vorbereitet. Eine Theorie, an die Knobel nicht glauben mag! Dr. Klaus Erfmeyer, geboren 1964, lebt in Dortmund und ist seit 1993 Rechtsanwalt, dar ber hinaus Maler und Dozent. Er ist Autor zahlreicher Fachpublikationen. 'Geldmarie' ist sein dritter Kriminalroman um den Junganwalt Stephan Knobel. Sein Erstling 'Karrieresprung' wurde f r den Friedrich-Glauser-Preis 2007 in der Sparte 'Bester Deb t-Kriminalroman' nominiert. Klaus Erfmeyer ist Mitglied im 'Syndikat', der Vereinigung deutschsprachiger Krimiautorinnen und -autoren.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 277
    Erscheinungsdatum: 20.07.2009
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783839230336
    Verlag: Gmeiner-Verlag
    Größe: 885 kBytes
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Geldmarie

1. Kapitel

Das Unheil kündigte sich lautstark an. Energische harte Schritte im Flur, näher kommendes Stimmengewirr, wie abgehackt wirkende Wortfetzen, Lärm, der die bürokratische Geschäftigkeit der Kanzlei überwältigte und die Alltäglichkeit erdrückte. Rechtsanwalt Stephan Knobel hielt inne, sah ungläubig seiner Sekretärin ins Gesicht, die ihm an diesem Oktobernachmittag im Büro gegenübersaß und mit ihm die Termine des morgigen Tages vorbereitete, Akten herausgesucht und zur Bearbeitung vorgelegt hatte. Die Schritte stampften draußen auf den Marmorfliesen entlang. Knobel wähnte sie hinter der Bücherwand seines Büros, die an den Flur grenzte. Dann verstummte das soldatische Stampfen, und die Stimmen wurden lauter. Frau Klabunde sah unwillkürlich auf die geschlossene Tür, die Knobels Büro von ihrem Sekretariat trennte, und bevor sie instinktiv aufstehen konnte, weil sie die Eindringlinge nun in ihrem Zimmer wähnte, flog die Tür zu Knobels Büro auf. Hubert Löffke stand im Türrahmen. Sein rotes Gesicht verriet eine ungewohnte Erregung. Die Anzugweste spannte sich über Löffkes fettleibigen Bauch, und sein ganzer Körper bebte. Hinter Löffke standen zwei Männer. Knobel nahm sie hinter dem die Szene dominierenden Löffke nur flüchtig wahr. Sie blieben still im Hintergrund und spähten interessiert in Knobels Büro.

"Sie lassen uns mit Herrn Kollegen Knobel jetzt allein", befahl Löffke.

Frau Klabunde erschrak, wagte einen unsicheren Blick zu Knobel, raffte einige der vor ihr liegenden Akten zusammen und suchte umständlich und irritiert nach ihrem Notizblock, den sie unter den vielen Unterlagen auf Knobels Schreibtisch vermutete.

"Sofort!", bellte Löffke. Er war einen Schritt in Knobels Büro vorgetreten, stand mit leicht gespreizten Beinen da und verschränkte die Arme vor der Brust. Frau Klabunde wagte nicht, ihre Suche fortzusetzen, erst recht nicht ihre geschäftige Frage anzufügen, ob sie noch etwas für den Besuch tun könne, und drückte sich mit einigen Akten still an Löffke vorbei. Die beiden Unbekannten sagten höflich "Guten Tag". Die Worte stachen eigentümlich beruhigend in die aggressive Bedrohlichkeit, und fast, als wollte Löffke dem entgegenwirken, trat er nun ganz in Knobels Büro, winkte die beiden Herren herein, wies mit ausgestrecktem Arm auf Knobel und präsentierte im Ton eigentümlicher Befriedigung: "Das ist er!"

Knobel hatte sich bis dahin nicht gerührt. Die Überraschung des Angriffs, die Ahnungslosigkeit, was sich dahinter verbarg, hatte ihn eingeschüchtert und schuldig fühlen lassen, ohne dass er einen Grund hierfür hätte benennen können. Einem Automatismus folgend, bat er die Herren, vor seinem Schreibtisch Platz zu nehmen.

"Das sind die Herren Faltinger und Reitz, beide vom Polizeipräsidium Dortmund", erklärte Löffke schneidend, der wie eine Statue stehen blieb, während die Besucher Platz nahmen. "Sie ermitteln in einem Tötungsdelikt!"

"Ein Tötungsdelikt?", wiederholte Knobel tonlos. Seine Stimme klang belegt, und seine Blicke irrten zwischen den Polizeibeamten und Löffke hin und her.

" Es ist nicht sicher, ob es sich tatsächlich um ein Verbrechen handelt", meinte Herr Faltinger. "Aber wir können es nicht ausschließen, und deshalb ermitteln wir." Er hatte ein Notizbuch aus seiner Jacke gezogen, blätterte darin herum und verharrte auf einer Seite.

"Wollen Sie mir nicht endlich sagen, was los ist?" Knobels Stimme war fester geworden.

"Sie kennen Professor Grömitz?", fragte der andere.

"Grömitz? Ja, der Name sagt mir selbstverständlich etwas", antwortete Knobel. "Aber ich kenne ihn nicht persönlich. Nur vom Hörensagen. Er ist Professor für Germanistik an der Universität Dortmund."

Reitz nickte.

"Er ist der Professor, bei dem die Studentin Marie Schwarz ihren Abschluss machen wird", ergänzte Löffke. "Und Marie Schwarz ist die Geliebte des Kollegen Knobel. Für die er - das ist kein

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