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Gerechtigkeit für einen Mörder Ein Peter-Diamond-Krimi von Lovesey, Peter (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 20.06.2014
  • Verlag: Edel Elements
eBook (ePUB)

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Gerechtigkeit für einen Mörder

Peter Diamond, Detektiv und Ex-Polizist, erhält - sehr zu seiner Genugtuung - einen Hilferuf seiner ehemaligen Vorgesetzten: Aus dem Gefängnis von Albany ist Mountjoy, ein von Diamond ehemals überführter Frauenmörder, ausgebrochen. Mountjoy hat die Tochter eines hohen Polizeibeamten entführt und fordert, dass Diamond seinen Fall erneut aufnehmen soll. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt... Dritter Band der Peter-Diamond-Reihe

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 346
    Erscheinungsdatum: 20.06.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955304584
    Verlag: Edel Elements
    Größe: 2144 kBytes
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Gerechtigkeit für einen Mörder

1

Es heißt, wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich eine andere. Wenn sich im Gefängnis Albany eine Tür öffnet, schließt sich eine andere.

Wirklich entmutigend.

Wenn ein Verurteilter von einem Richter gesagt bekommt, daß lebenslänglich in seinem Fall wahrhaftig bis ans Ende seines Lebens bedeuten soll, und wenn er von jeder Berufungsinstanz abgeschmettert wird, dann wird sich dieser Mann vielleicht andere Möglichkeiten überlegen, um seine Strafe zu verkürzen. John Mountjoy wurde in die Kategorie A eingestuft: große Gefahr für die Öffentlichkeit, die Polizei und die Staatssicherheit. Und er dachte daran, seinen Wohnsitz zu wechseln.

Diese Türen. Sie funktionieren nach einem uralten Prinzip. Man geht durch eine hindurch und steht gleich darauf vor einer anderen, die einem den Weg versperrt. Bevor sich die zweite öffnen kann, muß sich die erste hinter einem schließen. So wurden vor tausend Jahren Burgtore gebaut. Aber im Zeitalter der Elektronik funktioniert der Mechanismus automatisch.

Den Neuankömmlingen in Albany wird mitgeteilt, daß sie nicht in einem Hochsicherheitsgefängnis sind, sondern in einem Ultrasicherheitsgefängnis. Sämtliche Tore und Türen sind mit einem Computer in einem Kontrollraum voller Monitore verbunden. Wenn sich jemand irgendwo in Albany einer Tür nähert, ist er auf dem Bildschirm zu sehen. Der Kontrollraum ist das Herz der Anstalt. Abgesehen von den Monitoren befinden sich dort die Übersichtstafel, ein Funkverbindungssystem, der Generator und natürlich das Team der diensthabenden Aufsichtsbeamten. Das Paradoxe daran ist, daß diese Wärter sicherer eingesperrt sein müssen als irgend jemand sonst im Gefängnis, ein Umstand, der unter den Insassen immer wieder für Belustigung sorgt. Stahltüren, Hunde, Flutlicht und ein Sicherheitsdrahtzaun rundherum. Bräche jemand in den Kontrollraum ein, würden sich Szenen abspielen wie beim Showdown in einem James-Bond-Film.

Mountjoy saß im D-Trakt, wo die meisten Lebenslänglichen untergebracht waren. Wenn sie vom D-Trakt zu den Werkstätten gingen, wurden sie durch die computergesteuerten Doppeltüren in den Hauptkorridor geschleust, wo sie stets von einer ganzen Reihe von Wärtern beobachtet wurden.

Der D-Trakt hat Glastüren. Lächeln Sie ruhig, aber die Insassen finden es nicht lustig. Das Glas ist bruchsicher und mit Stahlmaschendraht verstärkt. Diese Türen bewegen sich keinen Millimeter, wenn nicht der entsprechende Schalter im Kontrollraum betätigt wird. Zwischen dem Schließen der einen und dem Öffnen der anderen Tür vergehen sieben Sekunden. Wer den D-Trakt betreten oder – was wahrscheinlicher ist – ihn verlassen möchte, steht eingepfercht in dem hermetisch verriegelten Zwischenraum und wird genauestens inspiziert. Wenn das Überwachungsteam auch nur den geringsten Zweifel hat, läßt sich das zeitliche Intervall beliebig verlängern.

Nachdem John Mountjoy diese Prozedur eine Woche lang beobachtet hatte, kam er zu dem Schluß, daß die Elektronik unmöglich auszutricksen war. Einen Menschen kann man vielleicht täuschen. Einen Mikrochip nicht. Das System ist so ausgelegt, daß selbst bei einem Stromausfall eine der Türen stets verschlossen bleibt.

Eine andere Fluchtmöglichkeit gab es nicht. Die Wände sind einen halben Meter dick, die Fenster haben Gitterstäbe aus gehärtetem Stahl, und jede Fensterbank und jeder Mauersims sind mit rasiermesserscharfem Draht bespannt. Einen Tunnel zu graben kam für Mountjoy schon deshalb nicht in Frage, weil Lebenslängliche in Zellen untergebracht werden, die oben und unten und rechts und links

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