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Glückskatz Frau Merkel und der Racheengel von Panizza, Kaspar (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.02.2019
  • Verlag: Gmeiner-Verlag
eBook (ePUB)
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Glückskatz

Das Ableben des zwielichtigen Abmahnanwaltes Hasso von K"skopf gleicht zwar einer Hinrichtung, l"st in M nchen aber Genugtuung aus. Ein weiterer mysteri"ser Mord - und schon spricht man in der Stadt von einem Serienm"rder, der Recht und Gesetz in die eigenen H"nde nimmt. Viele Verd"chtige erschweren Steinb"ck und seinem Team die Arbeit. Dann taucht pl"tzlich, zu Frau Merkels Missfallen, eine winkende Porzellankatze aus Japan mit einer geheimnisvollen Botschaft auf. Jetzt ist Steinb"ck wirklich gefordert. Kaspar Panizza wurde 1953 in M nchen geboren. Den Autor, der aus einer K nstlerfamilie stammt, pr"gten Arbeiten seines Vaters, eines bekannten Kunstmalers, sowie die B cher seines Urgroáonkels Oskar Panizza. Nach dem P"dagogik-Studium machte Panizza eine Ausbildung zum Fischwirt, erst sp"ter entdeckte er seine Liebe zur Keramik. Nach abgeschlossener Ausbildung mit Meisterpr fung arbeitete er zun"chst als Geschirr-Keramiker und sp"ter als Keramik-K nstler im Allg"u. 2004 bersiedelte er nach Mallorca, wo er eine Galerie mit Werkstatt betrieb und zu schreiben begann. Seit 2009 lebt der Autor in Ribnitz-Damgarten an der Ostsee und betreibt dort zusammen mit seiner Ehefrau ein Keramik-Atelier.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 281
    Erscheinungsdatum: 13.02.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783839259801
    Verlag: Gmeiner-Verlag
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Glückskatz

Dienstag

Am nächsten Morgen fuhren Steinböck und die Katze nach Ramersdorf, um dort den Vater von Käskopfs toter Ex Janette Spreimel zu befragen. Der Kommissar war bester Laune. Für ihn war der Abend mit Anna Maria Becker äußerst angenehm verlaufen. Eine tolle Frau, die den sonst so rationalen Steinböck ganz schön ins Schwimmen brachte.

"Möchtest du darüber reden?" , fragte Frau Merkel in jovialem Ton, der ein bisschen an den Südtiroler Talkmaster einer Late-Night-Runde erinnerte.

"Worüber?"

"Na, über gestern Abend."

"Sicher, es war sehr angenehm, dass du dich den ganzen Abend nicht hast sehen lassen."

"Aber hallo, man möchte doch nicht alles sehen."

"Da gab's auch nichts zu sehen."

"Bedauerlicherweise, die junge Dame war ja ziemlich schnell wieder weg."

"Wie meinst du das?"

"Denk daran, du hast deinen Zenit längst überschritten und solltest deshalb jede Gelegenheit beim Schopf packen" , sagte sie trocken.

"Das unterscheidet uns Menschen eben vom Tier."

"Na, na, na, jetzt werden wir aber etwas komisch."

Begleitet vom Knall einer Fehlzündung verließ Steinböck den Mittleren Ring, bog in die Rosenheimer Straße ein, um dann gleich wieder links am alten ADAC-Pavillon vorbei zur Stephanskirchener Straße zu kommen. Er parkte hinter einem weißen VW-Bus, der gerade von zwei Männern beladen wurde.

"Elektro Spreimel?", fragte er den jüngeren der beiden Männer. Der nickte und deutete mit dem Kopf in Richtung des Hauses.

"Sie arbeiten für Max Spreimel?"

"Wer will das wissen?", fragte jetzt der Ältere misstrauisch.

Steinböck hielt ihm seinen Ausweis unter die Nase. "Mordkommission. Also, arbeiten Sie für ihn?"

"Ja", sagte dieser und schob die Schiebetür des Busses zu. "Elektro Spreimel" war darauf groß abgedruckt, neben einer überdimensionalen Glühbirne.

"San Sie wegen der Janette da?", fragte jetzt der Jüngere.

"Kannten Sie Janette Spreimel?"

"Verknallt war er in sie, der Depp", warf der Ältere ein. "Aber die Janette war was Besseres g'wohnt. Mit so am alten Zipfiklatscher is rum'zogen. Der hätt ihr Großvater sein können", sagte er sichtlich verbittert. "Mir müssen jetzt los. Ohne den Chef ist die Arbeit eh kaum zu schaffen."

"Warum arbeitet er nicht?"

"Na, wegen der Janette." Der Jüngere gab die Antwort. "Seit ihrem Tod ist mit dem nix mehr anzufangen."

"Geh, halt dei Gosch. Der wird scho wieder, der Max. Der lässt uns nicht im Stich. Auf den ham mir uns no allemal verlassen können", beendete der Ältere das Gespräch und schob seinen Kollegen in den Bus.

Steinböck nickte den beiden zu, öffnete dann das Gartentürchen und näherte sich dem Haus. Die Haustür stand offen. Am hinteren Ende des Ganges entdeckte er eine Milchglastür mit der Aufschrift "Büro". Der Kommissar trat vor die Glastür, klopfte und drückte die Klinke herunter. Hinter einem Schreibtisch hockte ein Mann Mitte 50, bekleidet mit einem blauen Overall. Er hatte volles lockiges Haar, das fast zur Gänze ergraut war. Nur an einigen Stellen schimmerte noch etwas Rot durch. Dafür war sein roter Vollbart nur mit einigen wenigen weißen Strähnen durchzogen.

"Herr Spreimel, mein Name ist Steinböck von der Mordkommission. Wir haben telefoniert."

"Ah, Sie sind das", sagte er, erhob sich schwerfällig von seinem Stuhl und reichte Steinböck die Hand. "Sie wollen wissen, ob ich den Käskopf umgebracht habe?"

"Und, haben Sie?"

"Nein, hab ich nicht, obwohl ich öfter darüber nachgedacht habe."

"Warum wollten Sie ihn umbringen?"

"Ich hab nicht gesagt, dass ich ihn umbringen wollte, sondern, dass ich darüber nachgedacht habe. Ein feiner Unterschied."

"Welchen Grund hatten Sie denn, ihn so zu hassen?"

"Welchen Grund?", rief Spreimel entrüstet aus. "Dieses Schwein hat meine Tocht

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