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Grappa und der Sonnenkönig Maria Grappas 29. Fall von Wollenhaupt, Gabriella (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 18.05.2019
  • Verlag: Grafit Verlag
eBook (ePUB)
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Grappa und der Sonnenkönig

Es lebe der König, der König tritt ab Die MeToo-Debatte erreicht Bierstadt: Kurz vor Beginn der Festspiele ?Summer-Pott? erhebt Schauspielerin Liane Licht schwere Vorwürfe gegen den Intendanten. Adalbert Engels soll regelmäßig sexuelle Dienstleistungen erpresst haben. Der leugnet selbstverständlich. Doch als sich Liane Licht das Leben nimmt, ist für Polizeireporterin Maria Grappa das Maß voll und sie setzt alles daran, der Öffentlichkeit das wahre Gesicht des sich selbst als ?Sonnenkönig? bezeichnenden Maestros zu zeigen. Inmitten von Silikonpuppen erfüllt sich dessen Schicksal ... 'Grappa ist eine Bank, ihr fiktives Bierstadt ist überall ...' Thomas Friedrich, Ultimo über Grappa in der Schlangengrube Gabriella Wollenhaupt arbeitete viele Jahre als Fernsehredakteurin in Dortmund. Ihre freche Polizeireporterin Maria Grappa hatte 1993 ihren ersten Auftritt und entwickelte sich zu einer der beliebtesten Ermittlerinnen in deutschen Krimis. In Grappa und der Sonnenkönig stellt sie zum neunundzwanzigsten Mal ihre Schlagfertigkeit unter Beweis. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Friedemann Grenz hat die Autorin weitere Romane geschrieben, zuletzt Schöner Schlaf.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 224
    Erscheinungsdatum: 18.05.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783894257521
    Verlag: Grafit Verlag
    Serie: Grafit Taschenbuch 593
    Größe: 2734 kBytes
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Grappa und der Sonnenkönig

Kein Kaffee von Stella

Stella saß an ihrem Schreibtisch, vor sich den neuesten Katalog einer Dessousfirma. Ihre beiden Kolleginnen waren im Haus unterwegs, die anderen saßen weiter entfernt. Als Stella mich kommen sah, klappte sie die Unterwäscheseiten zu.

"Hallo, Stella", sagte ich leise. "Du hältst mich also für eine alte Schachtel, die aussortiert gehört?"

"N... nein", stotterte sie. "Ich war nur sauer, weil du diese Blumenwerferei so lustig gefunden hast."

"Macht ja nichts", beruhigte ich sie. "Wir leben in einem freien Land und dazu gehört die freie Meinungsäußerung. Meine Meinung ist, dass du eine bildungsferne, stinkfaule Assi-Tussi bist, die ihr erbärmliches Leben zwischen Erotik-Chat, Bookworm , Bauer sucht Frau , Nagelstudios und Versandhauskatalogen fristet."

"Jetzt beleidigst du mich aber, Grappa!", schniefte Stella mit Tränen in den Augen.

"Stimmt", lächelte ich. "Und weißt du, was der Unterschied zwischen uns ist?"

Wusste sie nicht.

"Der Unterschied ist, dass du doof bist und ich clever bin. Du beleidigst die Leute vor Zeugen und ich nicht. Und jetzt darfst du mir einen Kaffee bringen!"

Sie war so perplex, dass sie meiner Aufforderung folgte. Ich bedankte mich und rührte den Kaffee nicht an, vielleicht hatte sie reingespuckt oder Schlimmeres gemacht.

"Was war das denn?", fragte Mäggi. "Du warst ja total freundlich zu Stella. Sie hat vor Rührung fast geweint. Hast du ihr den Ausrutscher verziehen?"

"Hab ich", nickte ich.

"Mutierst du zur zweiten Mutter Teresa?", grinste die Kollegin.

"Ich verbitte mir eine solche Beleidigung!"

"Kommst du mit in die Kantine?", fragte sie.

"Ja." Ich nahm den vollen Kaffeepott und schüttete den Inhalt auf dem Weg in die Kantine ins Klo.

Simon saß allein an einem Tisch und knusperte ein Baguettebrötchen. An der Stuhllehne hing eine Plastiktüte. Er hatte meinen Blick bemerkt. "Da ist mein Versöhnungsblumenstrauß drin", erklärte er. "Ich hab den ganzen Mist wieder aufgesammelt."

"Das ist ja wohl das Mindeste."

"Ich hol mal zwei Kaffee", sagte Mäggi. "Du auch einen, Simon?"

Und so saßen wir kurze Zeit später traut vereint und hatten uns lieb. So wie früher.

Die Idylle wurde allerdings bald unterbrochen. Sarah brachte eine Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft. Es gab eine Festnahme im Fall Engels.

Haftbefehl im Mordfall Adalbert Engels

Staatsanwaltschaft und Mordkommission haben am Morgen den 32-jährigen Adrian S. festgenommen, ein Richter erließ Haftbefehl wegen Mordes. Engels wurde am Samstag brutal ermordet. Adrian S. wird vorgeworfen, den Toten aus Rache in ein Puppen-Bordell gelockt, ihn getötet und verstümmelt zu haben. Kameraaufnahmen zeigen den Verdächtigen auf dem Bordoll -Gelände. Der Beschuldigte streitet die Vorwürfe ab, räumt aber ein, am Ort gewesen zu sein. Er befindet sich in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen dauern an.
Erste Festnahme

Welche Kameras? Udo Zorn hatte versichert, keine installiert zu haben. Ich rief die Pressestelle der Staatsanwaltschaft an und fragte nach.

"Die Aufnahmen stammen von dem Überwachungssystem der Spedition gegenüber. Sie zeigen den Toten, wie er seinen Wagen auf dem Parkplatz vor dem Etablissement abstellt. Dann taucht der Beschuldigte auf und spricht Engels an, als er aus dem Wagen steigt."

"Habe sie sich gestritten?"

"Davon ist aufgrund der Gesten auszugehen."

"Ist Herr Schmaus Engels gefolgt, als er ins Bordoll ging?"

"Die Reichweite der Kamera lässt es nicht zu, diese Frage zu bejahen."

"Wie geht es weiter?", fragte ich.

"Wir haben DNA an der Leiche gefunden, will sagen: Unter den Fingernägeln des Toten wurden Hautpartikel gefunden. Wir gleichen das jetzt mit dem Material des Ver

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