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Griechisches Geheimnis Kommissar Nick Zakos ermittelt von Bettermann, Stella (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 12.05.2017
  • Verlag: Ullstein
eBook (ePUB)
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Griechisches Geheimnis

Kommissar Nick Zakos erhält eine unschöne Nachricht: Die Frau seines Vaters wurde verhaftet. Als Staatsanwältin hat Dora in Athen mit einem Tabakschmuggel- und Kunstraubskandal zu tun. Der gegnerische Staatsanwalt in der Sache ist tot und Dora wird beschuldigt. Zakos eilt sofort nach Griechenland, wo ihn Heimtücken und Machtspiele bis auf die Kleinen Kykladen führen. Als die geheimnisvolle Reporterin Martina Beos auftaucht, reist sogar Zakos' Chef Albrecht Zickler für diesen gefährlichen Fall an ...

Stella Bettermann ist Halbgriechin und lebt mit ihrer Familie in München, wo sie als Journalistin und Autorin arbeitet. Ihre Griechenlandbücher Ich trink Ouzo, was trinkst du so? und Ich mach Party mit Sirtaki waren Spiegel-Bestseller. Griechischer Abschied war ihr Krimi-Debüt.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 240
    Erscheinungsdatum: 12.05.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783843715188
    Verlag: Ullstein
    Größe: 1916kBytes
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Griechisches Geheimnis

Kapitel 2

B eim Landeanflug wurde es bereits Abend und der Himmel über Athen verwandelte sich in die übliche Postkartenansicht aus tiefrot untergehender Sonne und rosafarbenem Häusermeer. Konstantinos sah kaum hin. Er kaute auf seiner Unterlippe und umklammerte mit den Händen die beiden Seitenlehnen seines Sitzes derart fest, dass die Handknöchel weiß hervortraten.

"Baba, alles wird sich aufklären", sagte Zakos neben ihm in beruhigendem Ton. Er hatte das den Flug über mantraartig wiederholt - in unterschiedlichen Formulierungen: Es konnte sich nur um ein Missverständnis handeln, vielleicht eine Verwechslung. Floskeln, das war ihm schon klar, reine Beschwichtigungen. Sie perlten an Konstantinos regelrecht ab. Er wirkte, als sei er gar nicht ganz da, und verschmähte Sandwich und Kaffee, die bei dem Flug gereicht wurden, und Zakos musste ihn fast nötigen, wenigstens ein Glas Wasser zu sich zu nehmen. Zakos selbst verspeiste - ein wenig verschämt, weil er im Gegensatz zu seinem Vater durchaus Appetit hatte - sein eigenes und auch noch dessen Brötchen und dachte wehmütig an den Lammbraten, den er zuvor wegen der Übelkeit nicht gegessen hatte. Wenigstens diese war in der Aufregung abgeklungen.

Es war Anitas Idee gewesen, dass Zakos seinen Vater begleiten sollte. Sie war die Einzige, die nach dem Anruf einen klaren Kopf bewahrt hatte.

"Am besten, ihr verliert keine Zeit. Ich kümmere mich hier um alles." Sie hatte eine Handbewegung gemacht, die die irritiert blickenden Taufgäste ebenso umschloss wie den Familientisch mit Konstantinos' jüngeren Kindern - Philippos, der ungläubig vor sich hin starrte, und Vasso, die in erschrockenes Schluchzen ausgebrochen war. Im Fortgehen hörte Zakos noch, wie seine Mutter ihrerseits mit einer Gabel an ein Glas schlug, um sich Gehör zu verschaffen.

"Liebe Gäste, es hat eine Änderung gegeben, aber keine Sorge, unsere Feier ..."

Dann war er bereits auf der Straße und sperrte seinen Wagen auf, und sie waren direkt zum Flughafen gefahren.

Es machte Sinn, dass Zakos seinen Vater begleitete, denn er hatte ganz gute Kontakte zur Athener Polizei. Doch besonders erfreut war er nicht - eigentlich hatte er ein ganz anderes Reiseziel im Auge gehabt. Am Tag nach der Taufe wollte er mit dem Wagen nach Italien reisen, allein und ohne Plan, außer dem Vorsatz, viel zu schwimmen und endlich jeden Tag auszuschlafen. Aber aus Italien wurde nun wohl nichts und aus Erholung ebenso wenig, wie ihm dämmerte. Dabei hätte er sie absolut nötig gehabt, nicht nur wegen der Taufe und dem ganzen Brimborium, sondern wegen der Arbeit: Nach dem Amoklauf am Olympiazentrum und all den diversen Terrorwarnungen war im Kommissariat kaum Ruhe eingekehrt, und auch wenn Zakos nicht direkt mit diesen Fällen befasst war, hatte doch die allgemeine Arbeitsbelastung zugenommen, weil Kollegen aus ihrer Abteilung abgezogen worden waren. Zum Beispiel musste Astrid, die junge Kommissarsanwärterin in Zakos' Team, längere Zeit einem anderen Ressort zuarbeiten.

Nun war sogar die Urlaubsplanung von den aktuellen Ereignissen betroffen - wenn auch indirekt. Heinrich Baumgartner, Zakos' Chef, hatte seine komplette Abteilung ersucht, möglichst noch im August freizunehmen, denn später, zur Wiesnzeit, herrschte Urlaubssperre - neuerdings auch in ihrer Abteilung. Zakos war's recht, er hatte ohnehin geplant, schnellstmöglich ein paar Tage freizunehmen, aber andere Kollegen waren sauer über die Bevormundung - insbesondere sein Freund Albrecht Zickler.

"Jetzt muss ich ausgerechnet in den Schulferien verreisen, wo's überall am teuersten und vollsten ist. So ein verdammter Mist!" Er hatte sich maßlos aufgeregt, auch noch, nachdem er einen durchaus bezahlbaren Flug nach Kreta gefunden hatte.

Der Betrag für einen Flug von München nach Athen für sich und seinen Sohn, den Konstantinos heute mit reglosem Gesicht am Flughafe

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