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Hamish Macbeth geht auf die Pirsch Kriminalroman von Beaton, M. C. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.05.2017
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Hamish Macbeth geht auf die Pirsch

Ein schottischer Schuft landet in den ewigen Jagdgründen Als Priscilla Halburton-Smythe ihren Verlobten nach Lochdubh mitbringt, sind alle verzückt - bis auf Constable Hamish Macbeth, der selbst in Priscilla verliebt ist. Doch derlei Herzensangelegenheiten müssen warten, als Captain Bartlett, ein Gast auf Priscillas Verlobungsfeier, bei der Moorhuhnjagd erschossen wird. Hamish steht ein schwieriger Fall bevor, denn fast jeder der feinen Verlobungsgesellschaft scheint einen Grund gehabt zu haben, den garstigen Captain in die ewigen Jagdgründe zu schicken. Kann Hamish den Mörder fangen, ehe dieser über alle Berge ist? Und kann er zugleich Priscilla davon abbringen, den größten Fehler ihres Lebens zu begehen? Der zweite Band der kultigen Hamish Macbeth-Krimireihe von Bestsellerautorin M. C. Beaton. M.C. Beaton ist eines der zahlreichen Pseudonyme der schottischen Autorin Marion Chesney. Nachdem sie lange Zeit als Theaterkritikerin und Journalistin für verschiedene britische Zeitungen tätig war, beschloss sie, sich ganz der Schriftstellerei zu widmen. Mit ihren Krimi-Reihen um den schottischen Dorfpolizisten Hamish Macbeth und die englische Detektivin Agatha Raisin feiert sie bis heute große Erfolge in über 15 Ländern. M.C. Beaton lebt abwechselnd in Paris und in den Cotswolds.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 271
    Erscheinungsdatum: 01.05.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732540532
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Originaltitel: Death of a Cad
    Größe: 951 kBytes
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Hamish Macbeth geht auf die Pirsch

Erstes Kapitel

Land der braunen Heide und der kargen Bäume,
Land der Berge und der Fluten Säume.

SIR WALTER SCOTT

Henry Withering, seines Zeichens Dramatiker, sackte tiefer in den Beifahrersitz des Kombis, nachdem er abermals einen Blick durch das Seitenfenster auf die abweisende Landschaft geworfen hatte.

"Ist es noch weit, Liebling?", fragte er im Jammerton.

"Oh ja", antwortete seine Verlobte, Priscilla Halburton-Smythe, munter. "Aber wir sind sicher da, bevor es dunkel wird."

Henry überlegte anzumerken, dass sie sich nach all diesen Stunden fraglos dem Land der Mitternachtssonne näherten und es mithin unwahrscheinlich sei, dass sie ihr Ziel überhaupt irgendwann erreichten. Und das hätte er auch getan, wäre er von der hässlichen Gegend nicht zu erschlagen. Noch dazu deprimierte ihn die Veränderung, die hier in Priscilla vorging, also beschloss er, lieber ein wenig zu schlafen. Doch obwohl er entschlossen die Augen zukniff und dem hypnotischen Quietschen der Scheibenwischer lauschte, wollte sich kein Schlummer einstellen. Schottland hatte den Schlaf ermordet.

Nicht dass Henry, eingefleischter Engländer, der er war, noch nie in Schottland gewesen wäre. Er war bloß noch nie so weit nach Norden gereist.

"Es klart auf", verkündete Priscilla kühl und amüsiert. "Sieh doch. Die Landschaft ist herrlich."

Widerwillig öffnete Henry die Augen.

Eine wässrige Sonne tauchte die steilen braunen Berghänge zu beiden Seiten in fahles Licht. Und als sich die Wolken zurückzogen, ertappte Henry sich dabei, wie er hinauf zu den Ehrfurcht gebietenden Gipfeln starrte und wieder nach unten zu den nassen Schafen und dem kargen Moor.

Die Sonne gewann an Kraft, und Wind kam auf. Neben der Straße schlängelte sich ein Fluss, der rot und golden glitzerte. Im nächsten Moment war die Aussicht versperrt, weil sie in eine Schlucht fuhren. Ein Wasserfall rauschte auf Henrys Seite an den Felsen herab, und das Dröhnen war unfassbar laut, als sie vorbeifuhren.

Henry blickte aus dem Augenwinkel zu Priscilla. Eine Frau, die so gut fahren konnte, hatte etwas Beängstigendes. Im Morgengrauen waren sie in London losgefahren, und Priscilla hatte sechshundertvierzig Meilen nach Norden vollkommen entspannt zurückgelehnt in ihrem Sitz gesessen, die Hände locker am Lenkrad. Sie trug eine beige Cordhose und eine cremeweiße Seidenbluse. Ihr blondes Haar hatte sie mit einem Hermès-Schal nach hinten gebunden. Sie sah kultiviert und elegant aus, und dennoch bemerkte Henry eine gewisse Beschwingtheit an ihr, als sie sich ihrer schottischen Heimat näherten, eine aufgeregte Vorfreude, die rein gar nichts mit ihm zu tun hatte. In London hatte er sich an eine vornehme und fügsame Priscilla gewöhnt. Waren sie erst verheiratet, entschied er, würde er darauf bestehen, dass nur noch er fuhr. Zugleich fragte er sich erstmals, ob sie in späteren Jahren zu einer dieser schrecklichen Frauen werden würde, die sich in alles einmischten, was in ihrer Grafschaft vor sich ging, und jedes Dorffest eröffneten. Verdrossen schloss er die Augen wieder. Sie dachte im Moment ja nicht mal an ihn, so viel stand fest.

Was für ein Irrtum!

Während der Fahrt war ein beträchtlicher Teil von Priscillas Triumphgefühl, dass sie sich eine Berühmtheit als künftigen Ehemann geangelt hatte, verebbt. Sie hatte ihm gesagt, er solle sich leger kleiden, und dann war er wie üblich herausgeputzt erschienen: gestreiftes Hemd mit weißem Kragen, alte Schulkrawatte, maßgeschneiderter Savile-Row-Anzug und handgearbeitete Schuhe von John Lobb. Ihr war ein wenig mulmig bei dem Gedanken, was sich wohl in seinem Koffer befinden mochte. Hatte er womöglich vor, die schottischen Highlands aufzurütteln, indem er geschniegelt wie das Model eines Stardesigners umherstolzierte?

Als er um ihre Hand angehalten hatte, hatte Priscilla nichts als schwindelerregende Glückseligkeit empfunden. Endlich hatte

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