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Hamish Macbeth ist reif für die Insel Kriminalroman von Beaton, M. C. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 31.05.2019
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Hamish Macbeth ist reif für die Insel

Eigentlich will Hamish nur seinen Schnupfen auskurieren, als er die Einladung in ein Wellnesshotel auf einer Insel annimmt. Seine Gastgeberin Jane dagegen bangt um ihr Leben und hofft, dass Hamish sie vor allem Arg beschützen kann. Kaum ist er da, gibt es tatsächlich eine Leiche. Allerdings musste nicht Jane ihr Leben lassen, sondern die schrecklich arrogante Heather. Verdächtige für die Tat gibt's genug. Einziges Problem für den schottischen Dorfpolizisten: Alle haben ein wasserdichtes Alibi ... M.C. Beaton ist eines der zahlreichen Pseudonyme der schottischen Autorin Marion Chesney. Nachdem sie lange als Theaterkritikerin und Journalistin für verschiedene britische Zeitungen tätig war, beschloss sie, sich ganz der Schriftstellerei zu widmen. Mit ihren Krimi-Reihen feiert sie große Erfolge in über 17 Ländern. M.C. Beaton lebt abwechselnd in Paris und in den Cotswolds.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 205
    Erscheinungsdatum: 31.05.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732572205
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Originaltitel: Death of a Snob
    Größe: 900 kBytes
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Hamish Macbeth ist reif für die Insel

Erstes Kapitel

Werft Scheite nach, der Wind geht arg,
doch soll er heulen, wie er mag,
wir feiern einen heiteren Weihnachtstag.

SIR WALTER SCOTT

Police Constable Hamish Macbeth war ein verzweifelter Mann: krank, ohne Freunde und kurz vor Weihnachten auch noch dem Tode nah.

So jedenfalls fühlte er sich.

Begonnen hatte das Elend mit dem Auftakt des schottischen Winters, der wild entschlossen schien, sämtliche Wissenschaftler zu blamieren, die von den Auswirkungen des Treibhauseffektes überzeugt waren. Wie viele andere in dem Dorf Lochdubh an der Westküste von Sutherland hatte Hamish sich eine dicke Erkältung eingefangen, mitsamt den unangenehmen Begleiterscheinungen wie einem glühenden Schädel, einer laufenden Nase, schmerzenden Gelenken und überbordendem Selbstmitleid. Obwohl er niemanden angerufen hatte, um ihm sein Leid zu klagen, erwartete Hamish wie jeder von Selbstmitleid Befallene, dass seine Freunde sich ihrer telepathischen Fähigkeiten bedienten und sich bei ihm meldeten.

Der einzige Lichtblick in dieser tiefen Finsternis war, dass er über Weihnachten nach Hause fahren würde. Seine Eltern waren auf einen kleinen Bauernhof nahe Rogart gezogen. Bald würde er dort sein und von seiner Mutter umsorgt werden.

Er lag eingemummelt im Bett, war hungrig und durstig, konnte sich aber nicht dazu aufraffen aufzustehen. Sein Hund Towser, ein gelblicher Mischling, lag ausgestreckt am Fußende des Bettes, schnarchte selig und offensichtlich so gleichgültig ob PC Macbeths Leiden wie der Rest von Lochdubh.

Der Sutherland-Wind war immer gnadenlos. Er hatte jedoch eine neue, finstere Intensität gewonnen, wie er über das mit dem Meer verbundene Loch Lochdubh heulte, zu Würgefingern geformten Schneegriesel herbeiblies und triumphierend pfeifend und dröhnend am Haus riss.

Plötzlich schrillte schneidend und hartnäckig das Telefon im Polizeibüro. Macbeth hoffte, dass niemand ein Verbrechen begangen hatte. Er fühlte sich zu krank für Ermittlungen, aber wenn er sich nicht selbst darum kümmerte, würde Sergeant MacGregor den weiten Weg von Cnotham kommen müssen, was unweigerlich darauf hinausliefe, dass der allzeit mürrische Sergeant sich umgehend bei den Vorgesetzten in Strathbane über Hamish beschweren würde. Also schlüpfte er in seine abgewetzten Pantoffeln und schlurfte elendig schniefend ins kalte Büro, um das Gespräch anzunehmen.

"Hamish", erklang die Stimme seiner Mutter. "Ich habe schlechte Neuigkeiten."

Ihm stockte der Atem. "Geht es euch gut?", fragte er. "Ist etwas mit Vater?"

"Nein, nein, mein Schatz. Es ist wegen Weihnachten."

"Was ist mit Weihnachten?" Hamish hatte das schaurige Gefühl, dass ihn das, was seine Mutter ihm mitteilen wollte, kein bisschen aufmuntern würde.

"Na ja, Tanta Hannah kommt den weiten Weg aus Amerika. Das hat sie uns erst in letzter Minute gesagt."

Hamish packte den Hörer fester und unterdrückte ein Niesen. Tante Hannah war eine dicke, großmäulige Frau, die Hamish verachtete. Allerdings bedachte sie die weniger gut gestellten Macbeths mit Geld und Geschenken für Hamishs kleine Geschwister. Aber niemals für Hamish. Sie konnte ihn nicht ausstehen und wurde nicht müde, genau das sehr laut zum Ausdruck zu bringen.

Seine Mutter schlug einen bedauernden Ton an: "Verstehst du, Schatz? Nach allem, was Hannah für uns getan hat, und da sie jetzt den weiten Weg auf sich nimmt, um uns zu sehen ..."

Es trat eine längere Pause ein.

Schließlich sagte Hamish matt: "Du willst, dass ich nicht komme." Es war keine Frage.

"Ich wusste, dass du es verstehst. Und es ist ja nur dieses eine Weihnachten. Ich meine, du kannst uns über Neujahr besuchen, wenn sie wieder weg ist."

"Ja, ist gut", murmelte Hamish.

"Ich meine, du hast so viele Freunde in Lochdubh. Deine Stimme hört sich übrigens komisch an."

"Ist eine Grippe", antwortete Hamish, und an der Art, wie

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