text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Hamish Macbeth lässt sich nicht um den Finger wickeln Kriminalroman von Beaton, M. C. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 28.05.2021
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
8,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Ab 28.05.2021 per Download lieferbar

Online verfügbar

Hamish Macbeth lässt sich nicht um den Finger wickeln

Mit der Ankunft des charmanten Junggesellen Peter Hynd im benachbarten Drim kommt etwas Unruhe in die dörfliche Beschaulichkeit. Peter Hynd löst bei den Frauen des Dorfes nämlich erbitterte Rivalität aus. Police Constable Hamish Macbeth findet diese Zickenkriege zunächst einfach nur unterhaltsam. Aber dann ist plötzlich von Morddrohungen und Missbrauch die Rede. Und es dauert nicht lange, bis auch noch eine Leiche auftaucht ...

M. C. Beaton ist eines der zahlreichen Pseudonyme der schottischen Autorin Marion Chesney. Nachdem sie lange Zeit als Theaterkritikerin und Journalistin für verschiedene britische Zeitungen tätig war, beschloss sie, sich ganz der Schriftstellerei zu widmen. Ihre Krimireihen um Agatha Raisin und Hamish Macbeth erscheinen in 17 Ländern und wurden erfolgreich fürs Fernsehen verfilmt.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 271
    Erscheinungsdatum: 28.05.2021
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783751703864
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Serie: Hamish Macbeth 10
    Originaltitel: Death of a Charming Man
    Größe: 1188 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Hamish Macbeth lässt sich nicht um den Finger wickeln

Kapitel 1

Der erste Trompetenstoß gegen die
entsetzliche Weiberherrschaft.

JOHN KNOX

Hamish Macbeth zog die Vorhänge vor seinem Schlafzimmerfenster zurück und kratzte sich träge die Brust, während er hinaus auf den Loch blickte. Es war einer der ausgeblichenen Tage, an denen die hinter milchig weißen Wolken verborgene Sonne jede Farbe aus dem Wasser und den drum herum aufragenden Hügeln sog. Als wäre das Dorf Lochdubh eine Art Kunstfilm, der von Farbe auf Schwarz-Weiß wechselte.

Er öffnete das Fenster, sodass ein Schwall warmfeuchter Luft zusammen mit einem Schwarm kleiner Highland-Mücken hereinblies. Sofort knallte Hamish das Fenster wieder zu und sah zu seinem ungemachten Bett. Seit Monaten gab es hier keine Verbrechen, keinerlei Bösewichte, die nach der Aufmerksamkeit von Police Sergeant Macbeth verlangten. Folglich bestand auch kein Grund, weshalb er nicht zurück ins Bett gehen und noch eine Stunde in süßen Träumen verbringen sollte.

Und dann hörte er es: leises Schrubben aus der Küche.

Priscilla!

Seine inoffizielle Verlobung mit Priscilla Halburton-Smythe, der Tochter eines hiesigen Hoteliers und Grundbesitzers, hatte recht schnell ihren Reiz eingebüßt. Die allzeit beherrschte Priscilla würde niemals einen solch abgedroschenen Satz von sich geben wie: »Ich mache einen erfolgreichen Mann aus dir, Hamish Macbeth.« Aber genau das versucht sie, dachte Hamish finster. Er wollte keinen erfolgreichen Mann aus sich machen lassen. Sein Plan war, weiterhin im Dorf herumzuschlendern, zu tratschen, zu wildern und sich durchzuschnorren, wie er es in den seligen Zeiten vor der Verlobung gehalten hatte.

Draußen knirschten Reifen auf dem Kies, und Priscillas Stimme erklang. »Ah, schön! Bringen Sie ihn bitte gleich rein.«

Wen reinbringen?

Hamish öffnete die Schlafzimmertür und ging in die Küche. Wo sein holzbefeuerter Herd gestanden hatte, klaffte eine Lücke. Zwei Männer in Overalls trugen einen blitzblanken neuen Elektroherd herein.

»Was ist das denn?«, fragte Hamish verärgert.

Priscilla lächelte ihm zu. »Ach, Hamish, du Schlafmütze, das sollte eine Überraschung sein! Ich bin deinen furchtbaren alten Herd losgeworden und habe dir einen elektrischen gekauft. Freust du dich?«

Seine Highlander-Höflichkeit verhinderte, dass er direkt lospolterte, er wolle seinen alten Herd zurück, und so murmelte er nur: »Vielen Dank. Das wäre doch nicht nötig gewesen.«

»Miss Halburton-Smythe!«, dröhnte eine Stimme von der Tür, und herein kam Mrs. Wellington, die Pfarrersfrau. »Ich bin hier, um mir den neuen Herd anzusehen«, sagte sie. »Meine Güte, ist der prächtig! Sie haben eine Menge Glück, Hamish Macbeth!«

Hamish warf ihr ein Lächeln zu, das eher wie eine Grimasse geriet, und zog sich zurück. »Ja, einfach prächtig. Wenn die Damen mich entschuldigen? Ich gehe mich mal waschen und rasieren.«

Er begab sich in das frisch gestrichene Bad und blickte niedergeschlagen zu dem neuen Duschkopf über der Wanne. »Das ist so viel hygienischer, Hamish. Du verbringst zu viel Zeit in der Wanne«, hallte Priscillas Stimme durch seinen Kopf.

Hamish wusch und rasierte sich am Waschbecken, wobei er einen wohlig kindischen Trotz empfand, weil er weder duschte noch badete. Hinterher ging er zurück ins Schlafzimmer und zog sich seine Uniform an, bevor er das Fenster erneut öffnete und hinauskletterte. Wobei er sich ein wenig schlecht fühlte, aber auch sehr frei. Towser, sein Mischlingshund, kam um das Haus geflitzt und schloss sich ihm an. Zu zweit machten sie sich auf ans Wasser.

Hamish hatte sein Mückenschutzmittel vergessen, wollte aber auch nicht zurückgehen, um es zu holen, also kaufte er sich in Patels Laden ein neues. Dort waren gerade Jessie und Nessie Currie bei ihren Einkäufen, die beiden ledigen alten Schwestern.

»Ich habe von Ihrem neuen Herd gehört«, sagte Jessie. »Dem neuen Herd.« Sie hatt

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen