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Hamish Macbeth riecht Ärger Kriminalroman von Beaton, M. C. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 27.11.2020
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Hamish Macbeth riecht Ärger

Dem schottischen Dorfpolizisten Hamish Macbeth stinkt's gewaltig. Ein unheimlicher, selbst ernannnter Gypsy hat einen rostigen Van einfach mitten in Lochdubh abgestellt. Hamish kann den Ärger bereits förmlich riechen - und liegt wieder mal genau richtig. Medikamente verschwinden aus der Arztpraxis, Geld kommt abhanden, ehemals freundliche Nachbarn verhalten sich plötzlich so gar nicht mehr nachbarschaftlich, und die Lage eskaliert! Hamish hat alle Hände voll zu tun ...

M. C. Beaton ist eines der zahlreichen Pseudonyme der schottischen Autorin Marion Chesney. Nachdem sie lange Zeit als Theaterkritikerin und Journalistin für verschiedene britische Zeitungen tätig war, beschloss sie, sich ganz der Schriftstellerei zu widmen. Ihre Krimireihen um Agatha Raisin und Hamish Macbeth erscheinen in 17 Ländern und wurden erfolgreich fürs Fernsehen verfilmt.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 207
    Erscheinungsdatum: 27.11.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732594580
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Serie: Hamish Macbeth 9
    Originaltitel: Death of a Travelling Man
    Größe: 1084 kBytes
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Hamish Macbeth riecht Ärger

Erstes Kapitel

Des Morgens erhebt vom Schwefelbett sich
Der Teufel im ersten Licht
und sieht nach seinem kleinen Hof, der Welt,
wie es dort wohl um sein Vieh bestellt.

ROBERT SOUTHEY

Police Sergeant Hamish Macbeth sollte jenen schönen Frühlingstag nie vergessen.

Es war der Tag, an dem der Teufel nach Lochdubh kam.

Hamish schlenderte in dem winzigen Highland-Dorf am Ufer entlang und freute sich, einen Moment seinem effizienten Untergebenen zu entkommen, Police Constable Willie Lamont, einem Bluthund auf zwei Beinen. Obwohl seine Beförderung zum Sergeant mehr Gehalt bedeutete, hatte sie ihm leider auch diesen übereifrigen Polizisten beschert, der Hamishs beschauliches Leben und Heim empfindlich störte. Obendrein war Willie ein Sauberkeitsfanatiker, und Hamish war es leid, immerzu Desinfektionsmittel zu riechen.

Es war sonnig und warm, was im März in den Highlands selten vorkam. Schnee glitzerte auf den zwei Berggipfeln, die sich über dem Dorf erhoben, und Loch Lochdubh lag ruhig und glatt in der Morgensonne. Torfrauch stieg aus den Schornsteinen der Cottages auf, und Möwen gingen in den Sinkflug und tauchten ins Wasser ein.

Dann sah Hamish ihn vor dem ehemaligen Lochdubh Hotel, das immer noch zum Verkauf stand. Es war ein alter, verbeulter Bus, der zu einem Wohnmobil umgebaut war. Irgendwann war der Wagen wohl in psychedelischen Farben bemalt worden, aber die waren längst zu Pastelltönen verblasst und von braunen Roststreifen durchzogen.

Hamish ging hin und klopfte an die Tür, die sogleich aufgerissen wurde. Ein hochgewachsener Mann lächelte Hamish von oben an. Er war unglaublich gut aussehend, hatte pechschwarzes Haar mit einem spitzen Ansatz auf der Stirn und grasgrüne Augen ohne den kleinsten Sprenkel von Braun. Sein Gesicht und seine Arme waren goldbraun gebrannt. Er trug ein blau-weiß kariertes Hemd und eine Jeans, die sich an seine langen, muskulösen Beine schmiegte.

»Hier dürfen Sie nicht parken«, sagte Hamish und fragte sich, warum er diesen gut aussenden Mann auf Anhieb so wenig leiden konnte.

»Ich bin ein Nichtsesshafter«, antwortete der Mann in sehr kultiviertem Englisch. »Mein Name ist Sean Gourlay.«

Hamishs Züge verhärteten sich. Früher hätte man Sean einen »Hippie« genannt. Jetzt gehörte er zu der wenig liebenswerten Gruppe von Leuten, die sich euphemistisch als »Nichtsesshafte« bezeichneten: eine umherziehende Horde, die mit ihren schrottreifen, nicht zugelassenen Fahrzeugen, ihrem Schmutz, den Drogen und ihren Hunden über Orte wie Stonehenge herfielen. Manche wohlmeinenden Seelen, deren Land niemals in eine Müllkippe verwandelt und deren Schafe nie von Hunden gerissen worden waren, dichteten den Nichtsesshaften eine romantische Aura an. Diese nomadischen Faulenzer behaupteten, »Nichtsesshafte« oder »neue Nichtsesshafte« zu sein, um für sich dieselben Privilegien und Campierrechte zu fordern, wie sie Sinti und Roma oft seit Jahrhunderten zugestanden wurden. Die »Nichtsesshaften« wähnten sich diesen Bevölkerungsgruppen nämlich gleichgestellt. Hamish hatte nichts gegen Sinti oder Roma und kannte alle, die hier gelegentlich durchzogen. Doch Möchtegerns wie Sean Gourlay konnte er nicht ausstehen.

»Sie sind kein Roma«, erklärte er, »und haben deshalb keine Sonderrechte. Dies ist Privatbesitz.«

Eine junge Frau drängte sich neben Sean an die Tür. Sie hatte strähniges, von der Sonne ausgeblichenes Haar, ein kleines, schmutziges Gesicht und einen dünnen Körper. »Verzieh dich, Bulle«, sagte sie. Sie sprach mit einem keh ligen Glasgow-Akzent.

Hamish ignorierte sie. Er redete mit Sean. »Ich kann Ihnen einen Platz oben im Moor zeigen, wo Sie campieren dürfen.«

Sean schenkte ihm ein strahlendes Lächeln. »Aber ich mag dieses Dorf.«

»Ich auch«, erwiderte Hamish, »deshalb befehle ich Ihnen weiterzufahren. Zeigen Sie mal Ihren Führerschein.«

Ein Schwall von

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