text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Hamish Macbeth und das Skelett im Moor Kriminalroman von Beaton, M. C. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 24.11.2017
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
8,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Hamish Macbeth und das Skelett im Moor

Schottland sehen und sterben Constable Hamish Macbeth ist traurig: Gegen seinen Willen muss er einen Kollegen vertreten, und zwar ausgerechnet im weit entfernten Cnothan, dem mürrischsten Dorf Schottlands. Den Einzigen, den die Bewohner von Cnothan noch weniger ausstehen können als Hamish, ist ein besserwisserischer Engländer. Als dessen Skelett mitten im Moor gefunden wird, ahnt Hamish, dass ihm ein ziemlich außergewöhnlicher Fall bevorsteht - und dass es noch eine ganze Weile dauern wird, bis er in sein geliebtes Dorf Lochdubh zurückkehren kann ... Der dritte Band der kultigen Hamish Macbeth-Krimireihe von Bestsellerautorin M. C. Beaton M.C. Beaton ist eines der zahlreichen Pseudonyme der schottischen Autorin Marion Chesney. Nachdem sie lange Zeit als Theaterkritikerin und Journalistin für verschiedene britische Zeitungen tätig war, beschloss sie, sich ganz der Schriftstellerei zu widmen. Mit ihren Krimi-Reihen um den schottischen Dorfpolizisten Hamish Macbeth und die englische Detektivin Agatha Raisin feiert sie bis heute große Erfolge in über 17 Ländern. M.C. Beaton lebt abwechselnd in Paris und in den Cotswolds.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 235
    Erscheinungsdatum: 24.11.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732549535
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Serie: Hamish Macbeth 3
    Originaltitel: Death of an Outsider
    Größe: 1180 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Hamish Macbeth und das Skelett im Moor

Erstes Kapitel

Sieh an den glücklichen Narren,
um gar nichts schert er sich.
Könnt ich doch sein einer der Narren!
Mein Gott, vielleicht bin ich!

N.N.

Constable Hamish Macbeth saß in dem kleinen Überlandbus, der ihn fort von Lochdubh brachte - fort von der Westküste Sutherlands und seinem Zuhause, der Polizeistation. Sein Hund Towser, ein großer gelblicher Mischling, legte eine massige Pfote auf Hamishs Knie, doch der Polizist bemerkte es nicht. Seufzend hievte sich der Hund auf den Platz neben seinem Herrchen und blickte mit ihm zusammen aus dem Fenster.

Der Busfahrer war neu in dem Job. "Keine Hunde auf den Sitzen", knurrte er über die Schulter, entschlossen, sich nicht von Hamishs Uniform einschüchtern zu lassen. Der Constable seinerseits bedachte ihn mit einem solch überzeugend dümmlichen Blick, dass der Fahrer, der aus den Lowlands stammte und folglich alle Highlands-Bewohner für inzestgeschädigt hielt, beschloss, die Sache lieber auf sich beruhen zu lassen.

Tatsächlich war Hamish Macbeths Unglück schuld daran, dass er gerade einen recht unterbelichteten Eindruck vermittelte. Es kam ihm so vor, als wäre es erst gestern gewesen, dass er glücklich und zufrieden in seiner eigenen Polizeistation in Lochdubh gelebt hatte. Und dann war der Befehl gekommen, dass er Sergeant MacGregor in Cnothan vertreten solle, einem kleinen Dorf im Zentrum von Sutherland. Vergeblich hatte Hamish Macbeth sich bemüht, eine Verbrechenswelle in Lochdubh zu erfinden. Ihm wurde gesagt, dass eine gelegentlich verprügelte Ehefrau zu beschützen und alle zwei Monate jemanden wegen Trunkenheit in Gewahrsam zu nehmen nicht als Verbrechenswelle galt. Er sollte seine Polizeistation schließen und mit dem Bus anreisen, da Sergeant MacGregor wünschte, dass sein Wagen von dem Ersatzmann am Laufen gehalten wurde.

Veränderungen hasste Hamish beinahe so sehr wie Arbeit. Er hatte ein wenig Land neben der Polizeistation in Lochdubh gepachtet, wo er eine kleine Schafherde hielt, um die sich nun ein Nachbar kümmern sollte. Und er verdiente recht gutes Geld nebenher mit seiner bescheidenen Landwirtschaft, der Wilderei und den Preisgeldern, die er bei den Bergläufen während der Highland Games im Sommer gewann. Alles, was er sparen konnte, ging an seine Eltern und die Geschwister drüben in Cromarty. Doch in Cnothan würde es wohl kaum derartige Nebenverdienste geben.

Die Bauern, die hier Crofters hießen, brauchten ständig andere Jobs, da ihr Pachtgrund nicht genug hergab, um sie zu ernähren. Deshalb waren sie gleichzeitig Postbote, Waldarbeiter, Ladenbesitzer und, im seltenen Fall von Hamish Macbeth, Polizist.

Es war Ende Januar und der Norden Schottlands noch in fast durchgängiger Nacht gefangen. Die Sonne ging morgens um kurz nach neun auf, dümpelte dann einige Stunden am Horizont vor sich hin und verschwand gegen zwei Uhr mittags wieder. Die Felder waren braun und rissig, die Heide zu regengetränkter Moorödnis geworden, und gespenstische Nebelschwaden waberten vor den hohen Berghängen.

Im Bus saßen nur wenige Fahrgäste. Unter ihnen fanden sich die Currie-Schwestern, Jessie und Nessie, zwei alte Jungfern aus Lochdubh, die sich in hoher, schriller Tonlage unterhielten. "Habe ich dir das eigentlich schon erzählt, Nessie?", ertönte Jessies Stimme. "Ich war letzte Woche erst bei der Königlichen Gesellschaft zur Vermeidung von Tierquälerei in Strathbane, und da sage ich zu dem Mann: 'Ich will eine humane Falle für das Frettchen, das unsere Enten holt.' Daraufhin gibt er mir eine Falle und antwortet: 'Nehmen Sie diese humane Falle und fangen Sie damit Ihr Frettchen human. Und wenn ich Ihnen was raten darf, hauen Sie den kleinen Mistkerl dann human tot.' Hat man da noch Töne! Und der soll gegen Tierquälerei sein! Ich habe unserem Parlamentsabgeordneten geschrieben und mich energisch beschwert."

"Das hast du mir schon hundertmal erzäh

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen