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Hasenjagd Schweden-Krimi von Kepler, Lars (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 24.04.2017
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Hasenjagd

Joona Linna ermittelt in seinem 6. Fall Joona Linna sitzt bereits seit zwei Jahren im Hochsicherheitstrakt der JVA Kumla ein, als er zu einem heimlichen Treffen mit dem schwedischen Premierminister gebeten wird. Die Regierung benötigt dringend seine Hilfe. In einem wohlhabenden Stockholmer Viertel ist ein Mann bestialisch ermordet worden, vermutlich ein terroristischer Anschlag. Die Tat wird geheim gehalten. Kurz darauf geschieht ein weiterer Mord, nach ähnlich brutalem Muster: Beiden Opfern wurde vor ihrem quälend langsamen Tod ein Kinderlied vorgespielt ... Joona Linna und Saga Bauer sind gezwungen, unter höchster Geheimhaltungsstufe ermitteln, um den gnadenlosen Mörder aufzuhalten. Ein weiterer spannender Schweden-Krimi aus der Bestseller-Reihe von Lars Kepler

Lars Kepler ist das Pseudonym der Eheleute Alexandra Coelho Ahndoril und Alexander Ahndoril. Der Hypnotiseur, ihr Krimidebüt, war sensationell erfolgreich und wurde in über 30 Sprachen übersetzt. Die folgenden Kriminalromane mit dem Ermittler Joona Linna setzten die Erfolgsgeschichte fort und standen alle auf Platz 1 der schwedischen Bestsellerliste. Das Ehepaar lebt mit seinen drei Töchtern in Stockholm.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 650
    Erscheinungsdatum: 24.04.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732541171
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Originaltitel: Kaninjägaren
    Größe: 1511 kBytes
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Hasenjagd

4

SOFIA ERWACHT HUSTEND aus einem Traum, in dem sie ertrank, und weiß sofort, wo sie sich befindet. Sie ist im Haus des Mannes, der sich Wille nennt, ans Bett gefesselt. Sie liegt auf dem Rücken, gespannte Lederriemen fixieren sie ans Bett. Er hat sie so straff festgebunden, dass sich die Muskeln in Armen und Beinen spannen, es brennt an den Handgelenken, und die Finger sind eiskalt.

Ihr Mund ist vollkommen trocken, die Zunge blutet nicht mehr, aber sie ist angeschwollen und schmerzt.

Das Kleid ist bis zur Taille hochgerutscht, weil die Beine auseinandergezwungen wurden.

Das darf doch nicht wahr sein, denkt sie.

Er hatte alle ihre Reaktionen vorhergesehen und die Droge schon vorher in eines der Champagnergläser im Schrank geschüttet.

Sofia hört eine Stimme aus dem angrenzenden Zimmer, es ist ein Gespräch in geschäftsmäßigem Ton, ein Chef, der spricht.

Sie versucht den Kopf zu heben und aus dem Fenster zu sehen, herauszufinden, ob Tag oder Nacht ist, aber es gelingt ihr nicht, die Arme tun viel zu weh.

Sie hat keine Ahnung, wie lange sie hier schon liegt, als er ins Schlafzimmer kommt.

Die Angst erfüllt Sofias Herz wie ein Gift. Sie spürt, wie ihr die Panik in den Kopf rauscht, wie sich die Kehle zusammenschnürt und der Puls zu galoppieren anfängt.

Was nicht passieren darf, ist passiert.

Sie versucht sich zu beruhigen, denkt, dass sie ein Gespräch in Gang bringen muss, dass sie ihn davon überzeugen muss, dass er sich das falsche Mädchen ausgesucht hat, aber dass sie es auf sich beruhen lassen wird, wenn er sie sofort losbindet.

Sofia gibt sich selbst das Versprechen, dass sie mit dem Escort-Job aufhören wird, sie hat es schon zu lange getan, sie verschwendet das Geld ohnehin nur für sinnlose Dinge.

Der Mann schaut sie mit demselben Hunger an wie zuvor. Sie versucht, ihm ein ruhiges Gesicht zu zeigen und denkt, dass sie schon von Anfang an wusste, dass hier irgendetwas faul war. Aber statt umzukehren und wegzugehen, hat sie ihr Bauchgefühl ignoriert. Sie hat einen katastrophalen Fehler gemacht und sich so verzweifelt verhalten wie ein Junkie.

»Ich habe nein dazu gesagt«, sagt sie kontrolliert.

»Ja«, erwidert er mit einem zögerlichen Lächeln und lässt den Blick über ihren Körper wandern.

»Ich kenne Mädchen, die so was okay finden, ich kann dir einen Kontakt vermitteln, wenn du willst.«

Er antwortet nicht, atmet nur schwer durch die Nase und stellt sich an das Fußende des Betts, zwischen ihre Beine. Sie beginnt am ganzen Körper zu schwitzen und stellt sich auf Aggressivität und Schmerzen ein.

»Das ist ein gewaltsamer Akt, das ist dir klar, oder?«

Auch darauf antwortet er nicht, er schiebt nur die Brille hoch und betrachtet sie interessiert.

»Ich empfinde diese Situation als unbehaglich und kränkend«, versucht es Sofia erneut, aber sie verstummt, denn ihre Stimme beginnt zu zittern.

Sie zwingt sich, langsamer zu atmen, sie darf nicht ängstlich aussehen, darf nicht flehen. Was hätte Tamara getan? Sie sieht das sommersprossige Gesicht ihrer Freundin vor sich, das kleine, höhnische Lächeln, die Härte in ihrem Blick.

»Ich habe deine Angaben in einem Buch notiert, das in meiner Wohnung liegt«, sagt sie und sieht ihm in die Augen.

»Welche Angaben?«, fragt er ungerührt.

»Deinen Namen, der bestimmt erfunden ist, aber auch diese Adresse hier, deine Mailadresse, den Zeitpunkt unseres Treffens ...«

»Dann weiß ich das«, erwidert er mit einem Nicken.

Die Matratze schaukelt, als er auf allen vieren über das Bett auf sie zukriecht, bis er schwankend zwischen ihren Beinen kniet, nach ihrer Unterhose greift und kräftig daran zieht. Die Nähte knacken, ohne dass sie reißen, und die Schultergelenke schmerzen, als wären sie ausgekugelt worden.

Der Mann zieht noch einmal, mit beiden Händen. Die Unterhose schneidet schmerzhaft in die Hüften, a

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