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Haus der 13 Mörder Ein Nürnberg-Krimi von Hellinger, Peter (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 16.02.2014
  • Verlag: art & words - Verlag für Kunst und Literatur
eBook (ePUB)
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Haus der 13 Mörder

Siegfried Krötz, Hausmeister in einem Hochhaus am Nürnberger Wöhrder See, scheint ein ausgesprochenes Ekelpaket zu sein, mit schief sitzendem Toupet, Blaumann und immer einem blöden Spruch auf den Lippen. Er kann Menschen offensichtlich nicht leiden und Hausbewohner schon gleich gar nicht. Nicht einmal vor der alleinerziehenden Mutter mit ihren drei Jungs macht er halt. Das Lehrerehepaar hat es ihm besonders angetan und der italienische Clown Andrea wird von Krötz ob seines weiblichen Vornamens aufgezogen. Wenn er es wenigstens bei Verbalattacken belassen würde! Nein, weit gefehlt: Mal setzt er den Fahrstuhl außer Betrieb und dreht auch gerne mal die Treppenhausbeleuchtung ab. Ein äußerst unangenehmer Zeitgenosse, gegen den jeder der 13 Hausbewohner Mordgelüste hegt. Eines Tages liegt Krötz tatsächlich tot in seinem Werkzeugkeller. Eigentlich ein klarer Fall von Lynchjustiz - doch nichts ist so wie es scheint, im Haus der 13 Mörder ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 164
    Erscheinungsdatum: 16.02.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783943140347
    Verlag: art & words - Verlag für Kunst und Literatur
    Größe: 1488 kBytes
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Haus der 13 Mörder

Erdgeschoss
Wohnung 1

Hammerhart
Alex Conrad

"Dieser Mistkerl! Er hat es schon wieder getan!"

Leni stand in der offenen Wohnungstür und stemmte die Hände in die Hüften. "Edith! Hörst du?"

"Ich hab's zwar im Knie, aber ich bin nicht taub."

Leni stapfte die Kellerstufen hinunter, hob den Gehwagen an und schleppte ihn Stufe für Stufe nach oben. Anschließend hämmerte sie an die Nachbartür.

"Hey Krötz! Was soll diese Schikane?", brüllte sie. Kein Geräusch drang aus der Hausmeisterwohnung. Wahrscheinlich war Krötz mal wieder im Haus unterwegs, seine Nase in Sachen stecken, die ihn nichts angingen.

"Hast du ihn?", rief Edith von innen.

"Wen? Den Gehwagen oder Krötz?"

Edith lehnte schnaufend an der Wohnungstür.

"Den Gehwagen natürlich. Wir müssen los. Ich will nicht zu spät beim Arzt sein."

Leni schob Edith die Gehhilfe hin, schnappte die Tasche von der Kommode und schloss die Tür.

Als die beiden Schwestern nach ihren Erledigungen zurückkamen, stellte Edith den Gehwagen links von ihrer Wohnungstür ab. Leni steckte den Schlüssel ins Schloss.

"Hatte ich nicht abgeschlossen?" Leni stellte die Einkaufstüten auf dem Boden ab.

"Keine Ahnung, aber lass mich rein, ich muss mich ausruhen." Edith drückte sich an ihr vorbei, humpelte ins Wohnzimmer und ließ sich in den Sessel fallen.

"Machst du uns einen Tee?"

"Gleich, ich packe erst die Tüten aus."

Nachdem Leni die Einkäufe verstaut hatte, griff sie im Regal nach der Teedose und stutzte.

"Edith, warst du am Tee?"

"Wieso sollte ich? Was ist denn damit?"

"Ach, nix."

Vielleicht wurde sie ja doch vergesslich. Andererseits ...

Nachdem sie den Tee überbrüht hatte, brachte sie das Geschirr auf einem Tablett ins Wohnzimmer.

Edith warf ein Zuckerstück in die Tasse und rührte um.

"Was war denn jetzt mit der Dose?"

"Ich weiß nicht. Irgendwie stand sie anders als normal. Das ist wirklich seltsam, oder? Ich vergesse doch sonst nichts."

Edith kicherte.

"Man kann ja vieles behaupten, aber du und vergesslich? Nein. Höchstens, wenn du mal in Eile bist."

Leni nippte am Tee. "Ob jemand hier war?"

"Du spinnst doch. Wer sollte das sein? Niemand hat einen Schlüssel."

"Doch!" Leni sprang auf.

"Krötz! Ich stelle ihn gleich zur Rede."

"Bleib da! Was willst du ihm denn sagen?"

Mit aufgeblasenen Wangen zog Leni die Schultern hoch und pustete aus. "Hast ja recht. Wir wollen ihn nicht falsch beschuldigen. Aber irgendwas sollten wir machen." Sie setzte sich wieder hin.

"Da gab es vor kurzem diesen Film. Erinnerst du dich? Einer klemmte ein Haar in die Tür, als er wegging. Und als er wieder kam und das Haar noch steckte, wusste er, dass niemand sein Zimmer betreten hatte."

Kopfschüttelnd sagte Leni: "An den Film erinnere ich mich zwar nicht, aber die Idee ist gut."

Krötz kratzte sich am Kinn und betrachtete sein Werk. Ein wirklich schönes Schild. Abstellen von Gegenständen im Hausflur verboten!

Die Schreckschrauben von nebenan konnten murren, soviel sie wollten. Der Gehwagen hatte hier in seinem Treppenhaus nichts zu suchen. Warum auch nahmen sie ihn nicht mit in die Wohnung? Na gut, er rückte sein Toupet zurecht, die Raumaufteilung war wie bei ihm und da gab es im Flur einfach nicht genügend Platz für das Be

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