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Haus der Tränen Roman von Andrews, V. C. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 30.01.2015
  • Verlag: Edel Elements
eBook (ePUB)

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Haus der Tränen

V.C. Andrews - eine der erfolgreichsten Bestsellerautorinnen der Welt. Und eine Meisterin der romantischen Spannung! Raven wünscht sich sehnlichst eine Familie, die sie ihre eigene nennen kann. Doch Raven ist nur ein Waisenkind unter vielen, und sie ist entsetzlich einsam. Doch sie hört nicht auf, von einem glänzenden Leben zu träumen. Von Liebe, Glück und Freiheit. Dazu muss sie um jeden Preis die dunklen Hinterlassenschaften ihrer Vergangenheit vergessen ... Ein bewegender Roman voller Leidenschaft, Hass und dunkler Intrigen - V.C. Andrews dramatische Orphan-Saga!

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 150
    Erscheinungsdatum: 30.01.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955306519
    Verlag: Edel Elements
    Größe: 978 kBytes
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Haus der Tränen

Prolog "Ich habe nicht darum gebeten, auf die Welt zu kommen", schleuderte ich meiner Mutter entgegen, als sie sich darüber beklagte, wie viel Ärger ich ihr schon bereitet hatte seit dem Tage, als ich auf die Welt kam. Die Schule hatte angerufen und gedroht, Mama vor Gericht zu bringen, wenn ich noch einmal den Unterricht schwänzte. Ich hasste die Schule. Ein Haufen eingebildeter Angeber kreiste um diese oder jene Bienenkönigin und drohte, mich zu stechen, wenn ich auch nur versuchte, in ihre kostbaren kleinen Zirkel einzudringen. Meine Klassen waren so groß, dass die meisten Lehrer mich sowieso nicht kannten. Wenn wir nicht dieses neue Stechuhrsystem gehabt hätten, um die Anwesenheit zu überprüfen, wäre es niemandem aufgefallen, dass ich nicht zur Schule gegangen war. Mama stieß die Kühlschranktür mit dem nackten Fuß zu und knallte eine Bierflasche so heftig auf die Arbeitsplatte, dass sie fast zersprang. Mit dem Öffner riss sie den Kronenkorken herunter und starrte mich mit blutunterlaufenen Augen an. Der Anruf aus der Schule hatte sie aus dem Tiefschlaf gerissen. Sie setzte die Flasche an und trank, dass die Muskeln ihres dünnen Halses bei dem Versuch, so viel wie möglich in einem Schluck herunterzubringen, pochten. Ich sah, dass sie sich einen Ellenbogen aufgeschürft hatte und am rechten Unterarm ein blauer Fleck prangte. Wir hatten einen dieser wunderschönen Altweibersommer. Es war 32 Grad warm, und das am 20. Oktober. Mama hing das Haar, das genauso schwarz war wie meines, strähnig über die Wangen. Der Pony war fransig und zu lang. Sie schob die Unterlippe vor und blies sich die Strähnen aus den Augen. Sie war einmal eine Schönheit gewesen mit Augen, die wie Jetperlen funkelten, einem dunklen Teint, markanten hohen Wangenknochen und vollkommenen Gesichtszügen. Andere Frauen ließen sich mit Silikon behandeln, um so üppige, schön geschwungene Lippen zu bekommen, wie Mama sie von Natur aus besaß. Als ich klein war, fühlte ich mich immer sehr geschmeichelt, wenn Leute mich mit ihr verglichen. Es war mein Traum, so hübsch zu werden wie meine Mutter. Jetzt wäre ich am liebsten gar nicht mit ihr verwandt. Manchmal tat ich sogar so, als sei sie überhaupt nicht vorhanden. "Wie soll ich denn mühsam meinen Lebensunterhalt verdienen und dabei auch noch auf eine Zwölfjährige aufpassen? Sie sollten mir lieber eine Medaille verleihen, statt mich zu bedrohen." Mamas mühsam verdienten Lebensunterhalt bekam sie als Barfrau in einer Kaschemme namens Charlie Boy's in Newburg, New York. Manchmal kehrte sie erst um vier Uhr morgens nach Hause zurück, lange nachdem die Bar geschlossen hatte. Wenn sie nicht betrunken war, war sie high von irgendetwas, stolperte durch unser Ein-Zimmer-Apartment, stieß gegen die Möbel und ließ Sachen fallen. Ich schlief auf der ausgezogenen Couch, daher wachte ich normalerweise auf oder hörte sie, tat aber so, als schliefe ich weiter. Ich hasste es, mit ihr zu reden, wenn sie in diesem Zustand war. Manchmal konnte ich sie riechen, bevor ich sie hörte. Als wäre ihre Kleidung in Whisky und Bier getränkt. Mama sah jetzt viel älter aus als einunddreißig. Unter den Augen hatte sie dunkle Ränder, in den Augenwinkeln Falten, die wie mit einem Augenbrauenstift nachgezogen wirkten. Ihr Teint war zu einem kalkigen Gelb verblasst, das einst so seidige Haar erinnerte an einen Mopp aus Klaviersaiten. Es war durchzogen von vorzeitig ergrauten Strähnen und wirkte immer dreckig und struppig. Mama rauchte und trank; ihr schien es völlig gleichgültig zu sein, mit welchem Mann sie ausging, solange er nur bereit war für das zu zahlen, was sie haben wollte. Ich hatte aufgehört, über ihre Namen Buch zu führen. Ihre Gesichter verschwammen ineinander, ihre roten Augen starrten mich mit vagem Interesse an. Normalerweise bedeutete ich für sie genau so eine Überraschung wie sie für mich. "Du

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