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Herzversagen - Ein Schweden-Krimi von Moström, Jonas (eBook)

  • Verlag: Saga Egmont
eBook (ePUB)

2,99 €1

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Herzversagen - Ein Schweden-Krimi

Ein fesselnder Schweden-Krimi, der seine Leser in Atem hält! Seit einiger Zeit sterben in Sundsvall gesunde Menschen an Herzversagen. Zunächst scheint es Zufall, doch der Sohn einer kürzlich Verstorbenen bezweifelt, dass seine Mutter eines natürlichen Todes gestorben ist. Sein Misstrauen verstärkt sich, als er entdeckt, dass ihre kostbare Uhr verschwunden ist - doch die Polizei kann keinen Zusammenhang zu den anderen Todesfällen ermitteln. Als erneut eine blutjunge Frau völlig unerwartet an Herzversagen stirbt, wird Kommissar Johan Axberg jedoch skeptisch. Wieder ist eine kostbare Uhr verschwunden. Allmählich verdichten sich die Indizien. Ein wahnsinninger Serienmörder scheint in Sundsvall unterwegs zu sein... Jonas Moström, geboren 1973 im Jämtland in Schweden, ist Arzt und Autor. Er debütierte 2004 mit dem Krimi 'Dödens pendel" ('Herzversagen"), den er während seiner Elternzeit schrieb. Seit seinem Debüt sind zahlreiche Krimis und Thriller erschienen, und seine Krimis um Psychiaterin Nathalie Svensson sind in Schweden Bestseller. Molström lebt heute mit seiner Familie in Stockholm und arbeitet dort als praktizierender Arzt.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 100
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9788726344011
    Verlag: Saga Egmont
    Größe: 683 kBytes
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Herzversagen - Ein Schweden-Krimi

Kapitel vier

Als Johan Axberg am Montagmorgen ins Konferenzzimmer kam, waren alle bereits dort versammelt. Alle Mitglieder des Ermittlungsteams saßen auf ihren Plätzen rund um den Konferenztisch.

Alle außer Sven Hamrin. Getreu seiner Angewohnheit stand er mit dem Rücken an die einzige fensterlose Wand des Zimmers gelehnt. Axberg warf einen Blick auf die Wanduhr und sah, wie der Sekundenzeiger einen Tick näher auf die volle Stunde zurückte.

"Warum sind heute denn alle so früh da?", sagte er. "Gibt's irgendwas Besonderes?"

"Die Ferienaufteilung steht an", antwortete Sankari.

"Ferien, was ist das denn?", sagte Axberg und grinste sarkastisch.

Jens Åkerman lachte nervös auf und fuhr sich mit einer Hand durch die Haare. Axberg ging zu seinem Platz am Kopfende des Tischs, hängte die Jacke über die Rückenlehne und setzte sich.

"Wie immer sind die letzten zwei Juliwochen das Problem. Wenn wir uns nicht einigen können, müssen wir losen. Ich habe jedenfalls nicht vor, so eine Kinderkacke nach oben weiterzureichen."

"Natürlich nicht", warf Pablo Carlén ein. "Das müssen wir selbst lösen. Ich hätte gern die letzte Woche frei. Wir haben eine Reise nach Gotland geplant, die sich nur schlecht verschieben lässt."

Sven Hamrin sah ihn vielsagend an.

"Du kannst doch verdammt noch mal nicht zuerst sagen, dass wir eine Lösung finden müssen, um in der nächsten Sekunde zu verlangen, dass gerade du dann frei bekommst?"

"Das wollte ich nicht sagen, falls du mir zugehört hast."

Pablo wandte sich wieder Axberg zu.

"Ich könnte mir vorstellen, den Urlaub teilweise zu verschieben und die vorletzte Woche Dienst zu tun. Wenn ich die dreißigste Woche frei bekomme."

"Wahnsinnig großzügig", brummte Hamrin von der Wand her.

Sven Hamrin und Pablo Carlén hatten Schwierigkeiten miteinander, seit Pablo vor drei Jahren in der Abteilung angefangen hatte. Laut Hamrin war Pablo ein viel zu selbstgefälliger Moralapostel angesichts seiner geringen Erfahrungen als Polizist. Pablo wiederum fand, dass Hamrin ein unbeholfener Ochse sei, der immer direkt sagte, was er dachte und meinte. Einmal hatte Hamrin sogar einen abwertenden Kommentar über "Kanaken" gemacht, den Pablo noch lange nicht vergessen hatte. Von dem Tag an, an dem Pablo als Adoptivkind aus Kolumbien gekommen war, hatte er sich Kommentare über seine Hautfarbe anhören müssen. Über die Jahre hatte er gelernt, sie als Zeugnisse menschlicher Dummheit zu übergehen. Aber er würde nie akzeptieren, dass jemand aus den eigenen Reihen rassistische Anspielungen machte.

"Gut", sagte Axberg. "Bleibt also noch die dreißigste Woche . . ."

Er ließ seinen Blick über die Kollegen schweifen.

"Ich selbst arbeite während der fraglichen Wochen bereits", fuhr Axberg fort und tippte mit dem Zeigefinger auf den Kalender.

"Ich auch", warf Sankari ein. "Ich verstehe sowieso nicht, warum man im Sommer frei haben möchte, da ist doch gar keine Jagdsaison."

Alle im Zimmer außer Hamrin lächelten. Sankari biss ein Stück von der Apfeltasche ab, die seine Frau ihm für den nachmittäglichen Kaffee mitgegeben hatte. Im buschigen Bart blieben Unmengen von Zuckerkristallen hängen. Böse Zungen im Haus behaupteten, dass Sankari seine Körperform all den Apfeltaschen verdankte, die er in sich reinstopfte.

"Okay", sagte Jens Åkerman und sah von seinem PDA auf. "Ich kann während beider Wochen arbeiten."

Alle drehten sich überrascht zu ihm um.

"Klasse!", rief Hamrin aus und strahlte.

Er trat vor und schlug Jens Åkerman auf den Rücken, so dass diesem der Atem stockte. Axberg hoffte, dass Åkermans Rückgrat dem Prankenhieb gewachsen war. Sven Hamrin hatte die größten Hände der ganzen Abteilung. Sie waren unübersehbar. Meist hielt er sie ruhig, dann hingen sie wie zwei Sandsäcke schwerfällig zu seinen Seiten. Wenn er die Hände bewegte, nahmen sie das gesamte Zi

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