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Hexenjäger Thriller von Seeck, Max (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 21.12.2020
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Hexenjäger

Der Mörder geht nach einem perfiden Plan vor: Detailgetreu stellt er die Morde einer Bestseller-Trilogie nach. Und die sind äußerst brutal und erinnern an mittelalterliche Foltermethoden. Die Opfer - allesamt Frauen. Ist ein Fan der Trilogie durchgedreht? Kommissarin Jessica Niemi und ihr Team ermitteln unter Hochdruck, doch der Mörder ist ihnen immer einen Schritt voraus. Die Ermittler tappen im Dunkeln, bis ihnen klar wird, dass die Opfer Jessica Niemi erschreckend ähnlich sehen ...

Max Seeck war zunächst im Vertrieb einer großen finnischen Firma tätig. Mittlerweile widmet er sich jedoch ganz dem Schreiben. Mit großem Erfolg: Er ist der bedeutendste Thriller-Autor Finnlands. Er liebt die Bücher von Jo Nesbø und Stieg Larsson, lässt sich aber auch von Dan Brown und Michael Crichton inspirieren. Er lebt und schreibt in Helsinki. Hexenjäger ist sein internationaler Durchbruch.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 444
    Erscheinungsdatum: 21.12.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732594337
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Originaltitel: Uskollinen Lukija
    Größe: 2905 kBytes
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Hexenjäger

25

Das Besprechungszimmer riecht nach Kippen, obwohl man dort offiziell irgendwann zu Beginn des Jahrhunderts zum letzten Mal rauchen durfte. Es ist früher Morgen, der Wind hat sich gelegt, aber draußen ist es noch dunkel. Vom Fenster aus sieht man die Bahnstrecke und die riesige Baustelle um sie herum, die zwar hell beleuchtet, aber menschenleer ist. Die hohen Kräne ragen zum Himmel auf wie im Stehen schlafende Dinosaurier.

Jessica legt die Finger um die Teetasse und hebt sie an die Lippen. Außer Erne ist das ganze Team versammelt: neben Jessica Jusuf, Nina, Mikael und Rasmus, der wie immer nach Schweiß müffelt. Im Polizeigebäude kursiert der Spruch, Rasmus' Deo sei das größte Schwein der Weltgeschichte, denn es lasse ihn jeden Tag im Stich. Es ist geradezu unbegreiflich, dass die boshafte Bemerkung Rasmus noch nicht zu Ohren gekommen ist - andernfalls würde er vielleicht etwas gegen den Geruch tun. Rasmus Susikoski, fast auf den Tag genauso alt wie Jessica und ausgebildeter Jurist, hat keinen einzigen Tag im Außendienst gearbeitet. Dennoch hat er sich dank seiner guten Beobachtungsgabe und seiner umfassenden Allgemeinbildung bei vielen Ermittlungen als wahres Goldstück erwiesen.

Nina Ruska tippt gelassen auf ihrem Handy herum, als würde sie erst nach dem Absenden der Nachricht in das kühle Besprechungszimmer des Polizeigebäudes im Stadtteil Pasila zurückkehren, in eine Wirklichkeit, die gruseliger ist als jede erfundene Geschichte. Nina ist um die vierzig, eine sommersprossige Frau mit ausgeprägten Gesichtszügen, die schön ist, obwohl sie fast immer in Jeans und Hoody herumläuft. Neben ihr sitzt Mikael Kaariniemi, Micke genannt, der unablässig Kaugummi kaut. Er ist im selben Alter wie Nina, hat kürzlich den Kampf gegen den Haarausfall aufgegeben und trägt immer verblüffend glatt gebügelte Hemden. Er sieht Jessica an und hebt die Augenbrauen, doch sie wendet den Blick rasch ab.

»Morgen«, sagt Erne und schließt die Tür hinter sich. Die anderen fünf grüßen murmelnd zurück.

»Die Pressekonferenz beginnt um acht. Bis dahin müssen wir wenigstens eine vorläufige Ermittlungslinie entwerfen«, beginnt Erne und schaltet mit der Fernbedienung den Beamer ein. Das leise Surren des an der Decke hängenden Geräts füllt den Raum.

»Du fängst an, Rasse«, sagt Erne und lehnt sich an den Tisch. Der nach Schweiß riechende Mann räuspert sich und rückt mit dem Zeigefinger seine Brille zurecht. Dann wirft er einen kurzen Blick in die Runde und beginnt ein wenig stockend:

»Wir haben Koponens Trilogie gelesen und dann noch einen zweiten Durchgang gemacht, für den Fall, dass wir beim ersten Mal etwas übersehen hätten. Insgesamt haben wir acht Kapitalverbrechen gefunden, von denen sieben als Ritualmorde klassifiziert werden können. Für jedes der vier Kapitalverbrechen, zu denen wir ermitteln, findet sich eine Entsprechung in Koponens Werk.«

Rasmus' Worte lösen die Spannung, die bisher im Raum hing; sie bestätigen, was alle bereits ahnten.

»Passieren die Verbrechen in den Büchern genau in dieser Reihenfolge?«, fragt Erne überraschend ruhig und stemmt die Hände in die Hüften. Jessica sieht ihren Vorgesetzten an und blickt dann zu Rasmus, der neben ihr sitzt.

»Nein«, antwortet der und fingert nervös an seinem Brillenbügel. »Die Morde sind nicht in derselben Reihenfolge geschehen wie in den Büchern. Das heißt die beiden ersten schon, aber wenn man die Morde von heute Nacht als Verbrennung auf dem Scheiterhaufen sehen will ... Hier ist eine Kopie für euch alle.«

Er schiebt einen niedrigen Stapel in die Tischmitte, und alle greifen zu. Jessica zieht die Augenbrauen hoch, als sie die Liste überfliegt.

Die Morde in Roger Koponens Hexenjagd-Trilogie:

Band I

Eine Frau wird ertränkt (unter dem Eis)

Eine Frau wird vergiftet (im Buch auf die gleiche Weise platziert wie die Leic

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