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Hexenwiege & Der Peststein Zwei Romane in einem Band von White, Gillian (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 02.06.2017
  • Verlag: dotbooks GmbH
eBook (ePUB)
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Hexenwiege & Der Peststein

Hexenwiege Der brutale Preis des Ruhms ... Cheryl und Barry sind kaum älter als Teenager, als sie ihre ersten beiden Kinder bekommen - und über Nacht zu Stars einer britischen Dokusoap werden. Aber sind die beiden dem skrupellosen Mediengeschäft gewachsen? Mit Cheryls dritter Schwangerschaft beginnt die Sympathie des Millionenpublikums zu schwinden. Dann passiert das Unfassbare: Eines Tages fehlt von ihren Kindern jede Spur - und die zunehmend verzweifelte Mutter gerät unter einen schrecklichen Verdacht ... Der Peststein Solange sie denken können, richten die Bewohner von Meadcombe, einem kleinen Dorf in England, ihre Wünsche an einen rätselhaften Megalith - genannt: der Peststein. Schon lange wurde keines dieser Anliegen mehr erfüllt, doch in einer Septembernacht geschieht das Ungeheuerliche: Sonia ist auf einen Schlag ihre Geldsorgen los und Marians lästige Schwiegermutter erliegt ihrem Leiden. Aber warum ist plötzlich die junge Melanie spurlos verschwunden? Die Bewohner ahnen: Der Peststein verbirgt ein düsteres Geheimnis. Und schon bald lässt er die Wünsche der Frauen zu Flüchen werden ... Von der Autorin des Bestsellers 'Das Ginsterhaus' : 'Nichts für Leser mit hohem Blutdruck!' Woman's Journal Gillian White stammt aus Liverpool und arbeitete mehrere Jahre als Journalistin, bevor sie sich ganz dem Schreiben von Romanen widmete. Mit ihrem Mann und zwei Hunden lebt sie in Totnes, Devon. Vier ihrer Romane wurden vom britischen Fernsehen erfolgreich verfilmt. Bei dotbooks veröffentlichte sie ihre Romane "Das Ginsterhaus", "Denn du bist mein", "Hexenwiege", "Ein unheimlicher Gast", "Das Familiengrab", "Das Hotel bei den Klippen", "Der Peststein", "Der Fluch der alten Dame", "Du kannst uns nicht entkommen", "Die Einsamkeit der Lüge" und "Der Nachmieter".

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 683
    Erscheinungsdatum: 02.06.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783961480708
    Verlag: dotbooks GmbH
    Größe: 2020 kBytes
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Hexenwiege & Der Peststein

Kapitel 2

"Sie glauben, dass wir es waren." An diesem Morgen leuchtet Cheryls Kopf pink. Frisch gewaschen erinnert er heute weniger an ein Ausrufe- denn an ein Fragezeichen. Sie kaut an ihren Fingernägeln, obwohl die schon völlig abgenagt sind.

"Ist mir klar", knurrt Barry. Er hat die weiten Ärmel über die Hände gezogen, als wolle er in der weichen alten Wolle verschwinden.

Die Wohnung ist so leer, so aufgeräumt, so ruhig, und überall schwebt der süßliche Babyduft.

Cheryl verschränkt ihre Finger ineinander und sieht Barry aus verweinten Augen an, doch Barry weicht ihrem Blick aus und starrt in den Fernseher, wo ein Fußballspiel läuft.

"Geh um Gottes willen weg vom Fenster", ruft er. "Das bringt doch nichts."

Die Anzeige war im hinteren Teil des Mirror, ein kleines Kästchen, in dem Interessenten aufgefordert wurden, sich bei einer Chiffre in Slough zu melden.

"Bekannte Filmfirma sucht junge Familien unter der Armutsgrenze, die daran interessiert sind, an einer seriösen Dokumentarreihe über ihre Alltagsprobleme teilzunehmen."

In ihrer Wohnung im fünften Stock des Harold-Wilson- Hauses, von dessen baufälligem Balkon aus man die mit Graffiti besprühten Eingänge zur Paddington Station überblicken konnte, wischte Cheryl, die zu diesem Zeitpunkt Victor stillte und im siebten Monat mit Scarlett schwanger war, die Marmelade von der Zeitung und las Barry die Anzeige laut vor.

Wie sie diese Vormittage liebte, wenn Barry früh am Morgen die Milch holen ging und manchmal eine Zeitung mitbrachte. Die Morgensonne durchflutete die Küche, im Radio lief ein Wunschkonzert. In solchen Momenten hatte Cheryl das Gefühl, als wären sie eine richtige Familie, mit einem Garten vor der Tür samt Hollywoodschaukel, Gokart und einem Sandhaufen voller bunter Schaufeln.

"Was zahlen sie dafür?", fragte Barry, während er in der schäbigen Spüle eine Pfanne schrubbte. Zum Frühstück hatte es Speck, Kartoffelmus und Tomaten aus der Dose gegeben.

Cheryl sah nach. Es war ihr wichtig, dass Barry diesen Vorschlag ernst nahm. "Nichts. Aber man bekommt bestimmt Ausgaben ersetzt oder so."

"Dann lassen wir es." Inzwischen hatte Barry sich die Ärmel hochgerollt. Seine Locken hingen ihm in die Augen, und mit zusammengepressten Lippen bearbeitete er die angebrannten Reste. Heftig blies er in die Pfanne, und Seifenblasen stoben hoch. Grinsend wandte er sich zu ihr um, um ihr den Schaum auf seiner Nase zu zeigen. Normalerweise lachte sie darüber, doch an diesem Morgen hatte sie keinen Sinn dafür.

"Sie würden uns doch sowieso nicht nehmen. Warum sollten sie auch?" Er gehörte zu den Männern, die darauf programmiert waren, stets abgelehnt zu werden.

"Wir könnten es wenigstens versuchen, du alter Schwarzseher."

Barry hatte plötzlich keine Lust mehr, die Pfanne zu scheuern. "Vielleicht will ich ja gar nicht, dass meine Privatangelegenheiten an die große Glocke gehängt werden."

"Deine Privatangelegenheiten. Dass ich nicht lache. Was wäre denn das?"

"Dann wüssten zum Beispiel alle, dass wir pleite sind." Und da war sie wieder, diese finstere Miene, die er aufsetzte, sobald sie über Geld sprachen. Wenn Barry sich ernstlich in die Ecke gedrängt fühlte, griff er nach seinem Fußball und warf ihn unaufhörlich mit voller Wucht von einer Hand in die andere. Cheryl hasste es, ihm dabei Zusehen zu müssen. Es kam ihr vor, als mache er sich über seine eigenen Träume lustig. Inzwischen hätte er es bestimmt geschafft, das wusste er, er wäre jetzt wahrscheinlich in der obersten Liga. Er hatte Talent, es lag allein bei ihm, etwas daraus zu machen. Das hatten sie ihm in der Schule erklärt und als er in der Jugendmannschaft in seinem Ort spielte. Aber alles war anders gekommen. Und wer war Schuld daran?

"Es weiß doch sowieso jeder, dass wir pleite sind. Und es könnte lustig werden." Cheryl gab nicht so schnell auf. Alles gäbe sie dafür, au

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