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Himmelfahrtskommando. Ein Mordsacker-Krimi Neuerscheinung der Bestseller-Autorin von Moeller, Cathrin (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 02.07.2018
  • Verlag: MIRA Taschenbuch
eBook (ePUB)
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Himmelfahrtskommando. Ein Mordsacker-Krimi

Im eigentlich beschaulichen Dorf Mordsacker ist ordentlich was los! Ein altes Fräulein sitzt plötzlich tot an seinem Kaffeetisch. Neben sich ein Abschiedsbrief. Alle glauben an Selbstmord - nur Amateurdetektivin Klara Himmel wittert eine Verschwörung. Hat vielleicht die hübsche junge Schamanin etwas damit zu tun, die seit geraumer Zeit im Ort für Unruhe sorgt? Leider interessiert sich Klaras Mann, der Dorfpolizist, nur noch für die Hühner und Ziegen auf seinem chaotischen kleinen Bauernhof und nicht für die Ermittlungsarbeit. Aber zum Glück gibt es ja Klara, die sich todesmutig an die Arbeit macht.

'Wie gewohnt ist der Kriminalroman mit reichlich Wortwitz, kuriosen Einfällen und Wendungen gespickt'
Leipziger Volkszeitung

'Liebenswert-schräge Ferienlektüre.'
Ostsee-Zeitung

'Durch den lockeren, flüssigen und witzigen Schreibstil ist es ein Vergnügen, Klara Himmel bei ihren heimlichen Nachforschungen zu begleiten.'
Märkische Lebensart

'Der Krimi ist witzig, Verdächtige gibt es zuhauf, und Autorin Cathrin Moeller stattet jede Figur mit einer schrulligen Eigenart aus.'
Schweizer Familie

'Eine rundum gelungene Urlaubslektüre.'
Leipziger Volkszeitung über 'Mordsacker'

'Cathrin Moellers Roman einer absurden Selbstsuche ist so rasend komisch wie liebenswert schräg. Darauf eine Spreewaldgurke!'
Buchjournal über 'Die Spreewaldgurkenverschwörung'

In der Grundschule ließ Cathrin Moeller noch andere für sich schreiben: Ihre Mutter verfasste die verhassten Deutsch-Aufsätze. Erst später, in ihrem Beruf als Theaterpädagogin, entdeckte sie den Spaß am Schreiben. Seitdem schleicht sie sich täglich morgens um fünf Uhr ins Wohnzimmer und kuschelt sich mit dem Hund Giovanni aufs Sofa, wo sie ihre Geschichten erfindet. Ihr Debütroman 'Wolfgang muss weg!' landete auf Anhieb auf der Spiegel-Bestsellerliste.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 384
    Erscheinungsdatum: 02.07.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955767945
    Verlag: MIRA Taschenbuch
    Serie: Klara Himmel .2
    Größe: 3469 kBytes
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Himmelfahrtskommando. Ein Mordsacker-Krimi

Kapitel 1

"... Es bleibt weiterhin heiß. Perfekt. Allen Meckerern sei gesagt, es ist Sommer, Leute! Das waren eure Wetteraussichten von Radio Welle Nord. Kommt gut über den Tag! Hier geht es weiter mit Pohlmann, Wenn jetzt Som..."

Mit spitzen Fingern drehte ich der Quakstimme des übermotivierten Moderators den Saft ab.

Pah! Von wegen perfekt! Vorstufe zur Hölle würde es bei 34 Grad im Schatten plus der Wärme, die der Herd in meiner Küche ausstrahlte, eher treffen. Dagegen war ein Scheiterhaufen im Mittelalter der reinste Gefrierschrank!

Genervt wischte ich mir mit dem Handrücken eine rote Locke von der Wange. Sie war auf meiner schweißnassen Haut quer über dem Gesicht kleben geblieben und ließ sich einfach nicht wegpusten. Mein feuchtes T-Shirt schmiegte sich aufdringlich an Brust, Bauch und Rücken fest. Ich öffnete die Terrassentür zu unserem Frühstücksplatz hinter der Küche, der morgens in der Sonne, aber für den Rest des Tages im Schatten lag.

Mich wehte ein schwülwarmer Luftzug an, der auch keine Abkühlung brachte. Prustend schnappte ich mir den zweiten Eimer mit Kirschen und schüttete ihn in das Spülbecken aus. Nummer eins war bereits fertig entsteint. Die Früchte köchelten mit Wasser, Zucker und einer Prise Chili dampfend im Topf auf kleiner Flamme vor sich hin. Genau wie es in dem Rezept stand, das ich mir aus einer Frauenzeitschrift herausgesucht hatte.

So weit war es schon gekommen, dass ich mir Rezepte ausschnitt. Mann, Mann, Mann!

Schnaubend schüttelte ich den Kopf, zupfte den Kirschen im Spülbecken die Stiele ab, drehte den Wasserhahn auf und rettete noch schnell einen Marienkäfer vorm Ertrinken.

Mein Mann Paul musste heute Morgen in aller Herrgottsfrühe noch vor dem Ziegenmelken und Hühnerfüttern wieder dem Erntewahn verfallen sein, bevor er in seine Uniform geschlüpft war und sich zum Dienst auf der Polizeiwache verabschiedet hatte. Als ich gegen zehn Uhr aufgestanden war, um mir Kaffee zu holen, hatte sich meine Küche in einen Obst- und Gemüseladen verwandelt: Neben Salatköpfen, Gurken, dreckverkrusteten Möhren und mindestens tausend Radieschen standen zwei Zehn-Liter-Eimer gefüllt mit Süßkirschen auf dem Tisch.

Und jetzt erwartete mein Gatte, wie sein Vorfahre aus der Steinzeit, von seinem Weib, dass ich den Tag nutzte und das ganze Grünzeug zu wohlschmeckenden Speisen verarbeitete und irgendwie für den Winter haltbar machte?

Seit wir hier in Mordsacker wohnten, ich zwangsweise zur Hausfrau und mein Mann zum Hobbybauern mutiert war, kam ich mir bereits wie eine Müßiggängerin vor, wenn ich einmal nur meinen Gedanken nachhing oder erst nach sieben aufstand. (Warum sollte ich auch zu Zeiten aus dem Bett hüpfen, wo man eigentlich noch eine Nachtwanderung machen könnte?)

Ich war bestimmt nicht faul, aber es ödete mich an, dass mein Tag lediglich aus Haus- und Gartenarbeit bestand, für die ich als ehemals moderne berufstätige Großstadtpflanze nun mal nicht geschaffen war.

Der Umgang mit Staubsauger, Kochlöffel und Gießkanne forderte mich einfach nicht heraus und fühlte sich wie Zeitverschwendung an. Schon der Gedanke an Tätigkeiten, die in Berlin Dienstleister für mich erledigt hatten, motivierte mich keineswegs auch nur einen Zeh unter der Bettdecke hervorzuschieben.

Oh, wie ich mein Großstadtleben vermisste: den steten, unterschwelligen Lärm, den Gestank von Autoabgasen, die Parkplatzsuche, all die Menschen, die beim Laufen oder in Cafés sitzend wie willenlose Zombies auf ihr Smartphone starrten und ihre Umwelt ignorierten. Ich seufzte, weil mich die Sehnsucht nach meinem alten Leben wie eine Abgaswolke zu ersticken drohte. Der Gedanke an die zufälligen Berührungen von Fremden in der U-Bahn ließ mich vor wohligem Ekel erschauern.

Mein Göttergatte sah das leider völlig anders. Er mochte das Leben in diesem Kaff, mit den Bewohnern, deren Horizont am Feldrand endete, die ihre

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