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Hinter deinem Rücken Thriller von Sarenbrant, Sofie (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 16.08.2019
  • Verlag: Aufbau Verlag
eBook (ePUB)

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Hinter deinem Rücken

Waschen - schneiden - sterben Jede Frau träumt davon, sich hier frisieren zu lassen - bei Stefano de Luca, im angesagtesten Salon Stockholms. Als die wunderschöne Angelina Silver dort zu arbeiten beginnt, scheinen die Geschäfte noch besser zu laufen. Nur Jenny, bisher der Star des Salons, beäugt missgünstig die Künste ihrer neuen Kollegin, die aus ihrer Herkunft ein Geheimnis macht. Dann wird der erste Kunde ermordet - und das ist erst der Anfang. Ein Thriller mit einem ungewöhnlichen Schauplatz - von dem neuen Krimistar aus Schweden. Sofie Sarenbrant, Jahrgang 1978, hat als Journalistin gearbeitet und gilt als der neue Star der Krimiszene in Schweden. Sie lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Bromma, einem Stadtteil von Stockholm. Von ihr sind bisher drei Spannungsromane um die Stockholmer Polizistin Emma Sköld erschienen: "Der Mörder und das Mädchen", "Das Mädchen und die Fremde" sowie "Die Tote und der Polizist". 2019 wurde Sofie Sarenbrant 'Crime Writer of the Year' in Schweden. Mehr zur Autorin unter www.sofiesarenbrant.se

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 384
    Erscheinungsdatum: 16.08.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783841218407
    Verlag: Aufbau Verlag
    Originaltitel: Bakom Din Rygg
    Größe: 3936 kBytes
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Hinter deinem Rücken

Donnerstag
18. Mai

Jenny

E s ist ihr furchtbar peinlich, zu spät zu kommen, doch sobald sie den legendären Salon de Luca auf der Riddargatan betritt, weicht dieses Gefühl, und übrig bleibt nur noch blanke Wut.

Ihre Kundin sitzt auf dem falschen Stuhl.

Die einunddreißigjährige Jenny Ericson weiß genau, warum Mia Bonnevier schnell nach dem Handy greift, sobald sie den Blick hebt und sie erblickt: Es ist ihr unangenehm.

"Hallo, Mia", sagt Jenny und zupft ihre gemusterte Bluse von Versace zurecht. Mia grüßt nervös zurück und weicht ihrem Blick dann aus.

Verräterin.

Natürlich kann sie sich aussuchen, bei wem sie sich die Haare schneiden lässt. Die Kunden kommen und gehen, selbst im angesagtesten Friseursalon Stockholms, man darf es nicht persönlich nehmen, wenn jemand wechseln möchte. Dennoch empfindet Jenny es als Niederlage, vor allem, wenn die Leute sich ausgerechnet lieber von Angelina Silver die Haare schneiden lassen wollen. Es wäre etwas anderes, wenn sie den Salon wechseln würden, aber warum sollten sie? Jenny mustert die stilvollen hohen Decken, das gediegene Parkett sowie die goldgerahmten Spiegel und Schwarz-Weiß-Porträts an den Wänden. Es ist reichlich Platz, aber es gibt nur drei Frisierstühle. Seit drei Jahren arbeitet sie hier, es ihr zweites Zuhause. Allerdings macht es jetzt längst nicht mehr so viel Spaß wie früher.

"Hast du verschlafen?", fragt Angelina und schneidet Mia unbekümmert die Haare.

"Ich war noch beim Zahnarzt", lügt Jenny, um sich vor der sechs Jahre jüngeren Kollegin nicht noch kleiner zu machen.

Eigentlich müsste sie inzwischen abgehärtet sein; Mia ist nicht die erste Kundin, die Angelina ihr wegschnappt. Schon nach wenigen Wochen hat Jenny gemerkt, dass Angelina es geradezu darauf anlegt, ihr die Kunden auszuspannen. Und zwar sowohl die neueren als auch Leute, die seit Jahren zu ihr kommen, wie zum Beispiel Mia und Thomas Bonnevier. Ganz offensichtlich hat sie keine Scham im Leibe.

Wenn es wenigstens dabei geblieben wäre.

Jenny schaut zu Stefano hinüber, dem Eigentümer des Salons. Wenn er sie ansieht, bekommt sie jedes Mal weiche Knie, auch wenn sie es nicht zugeben möchte.

"Hallo", sagt er jetzt und lächelt angespannt.

Jenny merkt, wie schwer es ihr fällt, sich zu beherrschen und es unkommentiert zu lassen, dass Angelina ihr eine Kundin nach der anderen wegnimmt und Stefano nur daneben steht und zusieht. Er weiß, dass Familie Bonnevier seit Jahren bei ihr Kunde ist, dennoch mischt er sich nicht ein. Das verletzt sie. Und es wird auch nicht besser davon, dass von den Haarwaschbecken nebenan, wo die beiden Ledersessel für wartende Kunden dem Aquarium gegenüberstehen, ein verärgertes Räuspern erklingt.

"Bitte entschuldigen Sie", sagt Jenny und hofft inständig, dass Alexandra heute nicht vergessen hat, ihre Pillen zu nehmen. Sie beeilt sich, durch den breiten Durchgang zwischen den beiden Räumen zu schlüpfen, und begegnet ihrem strafenden Blick.

"Mussten Sie lange warten?"

Alexandra sieht mürrisch auf die Uhr. "Eine Viertelstunde."

"Setzen Sie sich doch schon mal nach drinnen", sagt Jenny und deutet in Richtung Salon. "Soll ich Ihnen Kaffee nachschenken?"

"Nein, lass mal, komm lieber in die Gänge."

Die akademische Viertelstunde scheint nur für sie selbst zu gelten. Es ist bestimmt das erste Mal, dass Alexandra pünktlich ist, doch das würde sie nie zugeben. Natürlich ist es für eine Hausfrau wichtig, Termine einzuhalten. Schließlich könnte sie ein paar Minuten zu spät beim Champagner-Lunch im Kaufhaus NK sein und müsste dann neben der Frau sitzen, die sie am wenigstens mag. Jenny weiß, wie Alexandra immer über ihre "Freundinnen" redet. Sie hat inzwischen Material für eine ganze Fernsehserie und ist schon vor geraumer Zeit zu dem Schluss gekommen, dass es alles andere als Freundschaft ist, was diese Fraue

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