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Hinterher ist man immer tot Roman von Colfer, Eoin (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 28.02.2014
  • Verlag: Ullstein
eBook (ePUB)
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Hinterher ist man immer tot

Wenn der Tod kommt, ist Sense Dan McEvoy, irischer Gangster mit Haarimplantat, hat ein Problem: Der Mob will ihn tot. Die Polizei will ihn tot. Dabei will er nur mit seiner neuen Freundin abhängen. Doch sein alter Erzfeind Mike hat noch eine Rechnung offen mit ihm. Dan soll ein gefährliches Paket an jemand ganz Üblen abliefern. Notgedrungen lässt er sich darauf ein. Da wird er entführt. Von zwei Cops mit einer Vorliebe für Latexanzüge. Als sich schließlich sogar Dans glamouröse Stiefoma in die Jagd auf ihn einschaltet, muss er erkennen: Die Familie ist die tödlichste Bedrohung von allen. Eoin Colfer lebt mit seiner Familie in Dublin. Er war Lehrer und hat mehrere Jahre in Saudi-Arabien, Tunesien und Italien unterrichtet, ehe er als Schriftsteller für junge Leser erfolgreich wurde. Neben seiner inzwischen 8-bändigen Artemis-Fowl-Serie, die in 34 Ländern erscheint, hat er zahlreiche weitere Kinder- und Jugendbücher geschrieben. Außerdem ist er als Autor von Hardboiled-Krimis für Erwachsene erfolgreich.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 352
    Erscheinungsdatum: 28.02.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783843706926
    Verlag: Ullstein
    Größe: 1084 kBytes
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Hinterher ist man immer tot

KAPITEL ZWEI

Mein Tag wurde ein ganzes Stück komplizierter, und ich habe das untrügliche Gefühl, dass dies größtenteils auf meine vermaledeite Freundschaft mit Dr. Zebulon Kronski zurückzuführen ist. Wobei ich mit meiner großen Klappe durchaus eine gewisse Mitverantwortung trage. Jedes Mal, wenn ich Mike gegenübertrete, gebe ich dreist Widerworte und werfe ihm Unverschämtheiten an den Kopf. Bekomme ich es mit der Angst zu tun, scheint sich mein Mundwerk von meinem Gehirn abzusetzen, welches augenblicklich zusammenschrumpft wie ein Stück Fleisch auf einem heißen Stein. Simon Moriarty, mein Gelegenheits-Therapeut, sprach diese Neigung während einer unserer Sitzungen an, in der ich wieder einmal -versuchte, meine Kriegsneurose mit Humor zu überspielen.

"Sie haben zwei Probleme, Sergeant McEvoy", erklärte er mir, als ich am Fenster stand und den Blick über den Hof schweifen
ließ.

"Nur zwei", erwiderte ich. "Dann haben wir ja Fortschritte gemacht."

"Sehen Sie, das ist schon das eine. Dieses permanente Gequatsche. Der verbale Dünnpfiff."

"Von verbalem Dünnpfiff bekomme ich Durchfall", sprudelte es aus meinem Mund.

Simon schlug die Hände zusammen. "Und schon wieder. Der Fachbegriff für diesen Tick ist Nichtwahrhabenwollen. Sie benutzen ihn als Bewältigungsmechanismus."

"Nichtwahrhabenwollen. Das Wort ist viel zu lang für einen einfachen Sergeant, Doctor."

"Irgendwann waren Sie mal ansatzweise witzig, aber jetzt verschwenden Sie nur Ihre Zeit."

Ich lenkte ein. "Okay, Simon. Schießen Sie los."

"Das Nichtwahrhabenwollen ist der klassische Bewältigungsmechanismus. Er schützt das Ich vor Dingen, mit denen es nicht klarkommt. Der Patient weigert sich schlichtweg zu glauben, dass er unter Stress steht, und ich denke, dass Sie grundsätzlich in Stresssituationen Witze reißen, ohne es überhaupt zu merken. Je gefährlicher die Situation, umso mehr pseudowitzige Klugscheißerei."

Ich ließ es mir durch den Kopf gehen. Zweifellos war es richtig, dass ich dauernd die Klappe aufriss und mir damit oft selbst ins Bein schoss. Ich hatte mich für mutig gehalten und geglaubt, andere Menschen würden mich zähneknirschend dafür bewundern.

Da fiel mir etwas ein. "Hey, Doc. Sie haben gesagt, ich hätte noch ein zweites Problem."

"Das stimmt."

"Wollen Sie's mir verraten?"

Simon schob sich mit seinem Bürostuhl ans Fenster, zündete sich einen Stumpen an und blies den Rauch nach draußen.

"Ihr zweites Problem ist, dass Sie nicht witzig sind, und ein Klugscheißer wird nur dann toleriert, wenn er amüsant ist."

Das verletzte mich. Ich hatte mich insgeheim für halbwegs lustig gehalten.

Zeb steht im Gang und fleht Manny an, ihm in die Magengrube zu schlagen.

"Komm schon, Mann, hau mir eine rein", drängt er ihn, zieht sein Hemd hoch und entblößt einen Bauch, der ungefähr so muskulös wirkt wie eine Tüte Milch. "Mach's einfach. Ich hab mit Personal Trainer der Stars auf DVD trainiert. Du kannst mir gar nicht weh tun, selbst wenn du's versuchst. Die Muskeln hier sind hart wie Stein."

Ich kann sehen, wie Manny Bookers Hirn eine Kernschmelze durchläuft. Normalerweise betteln die Leute nicht darum, verprügelt zu werden, und trotzdem ist er angestellt, um Menschen weh zu tun. Ich erlöse beide aus ihrem Elend, indem ich Zeb im Vorbeigehen einen Haken in den Solarplexus verpasse. Er rollt sich atemlos zur Kugel zusammen, und

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