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Hummelstich - Casanova muss sterben Provinzkrimi von Schendel, Katharina (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 30.10.2020
  • Verlag: beTHRILLED
eBook
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Hummelstich - Casanova muss sterben

Der alternde Casanova Harald Stenz wird tot in seinem Bett aufgefunden. Hat er sich etwa zu viel zugemutet? Für den herbeigerufenen Kommissar Pfeiffer von der Bad Frankenberger Mordkommission ist die Sache schnell klar: Herzversagen infolge andauernden Beischlafs. Ohne weitere Ermittlungen wird der Fall zu den Akten gelegt. Aber Hobbydetektivin Bea von Maarstein ist da anderer Meinung. Zusammen mit dem Dorfpolizisten Sven Grüneis und ihrem Papagei Dr. Jekyll begibt sie sich auf Spurensuche ... 'Casanova muss sterben' ist der zweite Roman der neuen Regio-Krimi-Reihe 'Hummelstich' von Katharina Schendel. Zur Serie: In Hummelstich scheint die Welt noch in Ordnung zu sein: Die Dächer der niedlichen Fachwerkhäuser funkeln und glitzern unter strahlend blauem Himmel und die Bewohner gehen emsig ihrem Tagewerk nach. Aber der schöne Schein trügt - denn hinter der Bilderbuchfassade tun sich mörderische Abgründe auf ... Aber zum Glück ist die energische Hobbydetektivin Bea von Maarstein vor Ort! Zusammen mit ihrem persönlichkeitsgestörten Papagei Dr. Jekyll und dem Dorfpolizisten Sven Grüneis löst sie jeden noch so verzwickten Fall. eBooks von beTHRILLED - mörderisch gute Unterhaltung!

Katharina Schendel wurde an der Küste geboren, hat fränkische Vorfahren und mag alles, was schief ist. Nach ihrer Schulzeit verbrachte sie mehrere Jahre in Metropolen wie Tokio und London. Heute lebt sie mit ihrer Familie in einer thüringischen Kleinstadt und geht mit Leidenschaft dem Schreiben von Kriminalromanen nach.

Produktinformationen

    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 190
    Erscheinungsdatum: 30.10.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783751701518
    Verlag: beTHRILLED
    Größe: 2977 kBytes
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Hummelstich - Casanova muss sterben

2. Zwei gute Freunde kehren heim

Während sich der Tag dem Ende zuneigte und die meisten Hummelstichler bereits selig schlummerten, tanzten die Bewohner eines Hauses völlig aus der Reihe. In dem stattlichen und frisch renovierten Hauptgebäude eines großen Bauernhofes, an den weitläufige Wiesen und Felder sowie ein hübscher Obstgarten grenzten, dachte in dieser Nacht niemand ans Schlafengehen. Aus dem Schornstein kletterten munter kleine Rauchwolken empor, und fröhliches Gelächter drang, vermischt mit neugierigem Geplapper, durch die angelehnte Verandatür. Es duftete nach Braten und Zitronenkuchen, und in den hohen Fensterscheiben spiegelten sich die Lichter unzähliger Kerzen wider. Eine heitere Musik nuddelte mit einem leicht blechernen Beiklang vor sich hin, so als hätte jemand ein altes Trichtergrammofon eingeschaltet.

Im Hühnerstall, der zwischen dem Wohnhaus und einem gewaltigen Misthaufen lag, reagierte das Federvieh auf die ungewohnte nächtliche Ruhestörung mit lautem Gegacker. Die siebenköpfige Hühnerschar war so etwas wie die Dalton-Bande im Dorf und hatte sich durch diverse kriminelle Machenschaften einen höchst zweifelhaften Ruf erworben. Obwohl sie weder besonders groß noch sonst in ihrer äußeren Erscheinung irgendwie Furcht einflößend waren, zollte man ihnen stets den allergrößten Respekt. Kein Fuchs hatte es je gewagt, sich an ihnen zu vergreifen.

Unterdessen schickte das herannahende Unwetter bereits die ersten kleinen Regentropfen zur Erde, und auch die Launen des Windes ließen nichts Gutes erahnen. Von alledem unbeeindruckt, schlenderte eine alte graue Katze vorbei und hielt direkt auf ein riesiges Fahrzeug zu, das in der Nähe des Bauernhauses geparkt war. Es war ein wahres Ungetüm von einem Bus, mit verbeulter Karosserie und einer höchst merkwürdigen Lackierung. Beide Seiten des Vehikels waren mit der Abbildung prall gefüllter Bücherregale versehen. Jeweils darüber stand in großen markanten Lettern BÜCHER AUF RÄDERN - BEAS LEIHBIBLIOTHEK geschrieben.

Der Besitzer des Gehöfts, Sven Grüneis, saß an einem langen Tisch im Zentrum seiner gemütlichen Wohnküche und freute sich fast ein Loch in den Bauch. Er hielt ein volles Sektglas in der einen Hand, mit der anderen schaukelte er sanft eine hölzerne Wiege.

»Auf euch, meine lieben Freunde! Auf euch und auf eure Rückkehr!« Er prostete einer bunt gekleideten Frau mit kurzen feuerroten Haaren sowie einem kleinen Mann mit einem gezwirbelten Schnurrbart zu. Die beiden hatten auf der anderen Seite des Tisches Platz genommen und grinsten wie zwei Honigkuchenpferde.

»Wie schön, dass ihr wieder da seid«, pflichtete Sara Grüneis ihrem Mann bei, setzte sich auf den Stuhl neben ihm und erhob ebenfalls ihr Glas.

»Cheers«, rief die rothaarige Frau und kraulte den Kopf eines fidelen Papageis, der so bunt war wie sie selbst und, auf ihrer linken Schulter sitzend, zärtlich an ihrem Ohrring knaubelte.

»Salute«, stimmte auch der Schnurrbartträger mit ein. Dann stießen alle vier miteinander an.

»Suffköppe«, zeterte der Papagei und schlug nun mit seinem krummen Schnabel gegen den Ohrring, als wäre der eine Boxbirne. »Schluckspechte. Trinknasen.« Er plusterte sich auf und legte den Kopf schief, als überlegte er, ob ihm noch weitere Beschimpfungen einfielen.

»Sei nicht so streng mit uns, Dr. Jekyll«, kam ihm Scarabea von Maarstein zuvor und lachte erst leise, dann immer lauter, bis sie auch die anderen damit angesteckt hatte. Selbst der Ara gab schließlich ein zufriedenes Glucksen von sich.

Sven Grüneis musterte Scarabea mit unverhohlener Bewunderung und stellte zufrieden fest, dass sie sich überhaupt nicht verändert hatte. Sie war noch immer so schillernd und flippig, wie er sie in Erinnerung gehabt hatte. So voller Tatendrang und jugendlichem Elan, so charismatisch und lebensfroh, dass sie jedes Herz im Sturm eroberte. Noch immer konnte er nicht glauben,

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