text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Ich, Saulus Thriller von Jenkins, Jerry B. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.09.2015
  • Verlag: Brunnen Verlag Gießen
eBook (ePUB)
17,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Ich, Saulus

Mafiöse Organisationen entdecken in Italien ein 2000 Jahre altes Manuskript. Eine Jagd beginnt ... Szenenwechsel: Der Arzt Lukas reist ins brennende Rom, um Paulus zu treffen. Der sitzt in der letzten Phase seiner Gefangenschaft in einem elenden, stinkenden Loch. Von Lukas gepflegt, gewinnt er seine frühere Heiterkeit zurück. Denn er freut sich schon lange auf die Ewigkeit. Seinem Freund Lukas erzählt er seine Lebensgeschichte. Eine spannende, berührende Story. Und eine durchaus glaubwürdige Entwicklungsgeschichte, die den jungen Paulus vor seiner Bekehrung lebendig und verständlich werden lässt. Verschränkt mit dem historischen Geschehen ist ein packender zeitgenössischer Thriller mit Liebesgeschichte. [Gekürzt:] Mafiöse Organisationen entdecken in Italien ein 2000 Jahre altes Manuskript. Eine Jagd beginnt ... Szenenwechsel: Der Arzt Lukas reist zu Paulus nach Rom. Kurz vor seiner Hinrichtung erzählt ihm der Apostel sein Leben. Die Entwicklungsgeschichte lässt den jungen Paulus vor seiner Bekehrung lebendig werden. Verschränkt damit ist ein packender zeitgenössischer Thriller mit Liebesgeschichte.

Jerry B. Jenkins ist Koautor der Bestsellerserie 'Finale' (mit Tim LaHaye). Von seinen Büchern wurden weltweit mehr als 70 Millionen Exemplare verkauft. 20 seiner Werke landeten auf der Bestsellerliste der New York Times. Er ist Vorsitzender des renommierten Moody Bible Institute in Chicago und lebt mit seiner Frau in Colorado. James S. MacDonald ist Gemeindepastor in Chicago und Leiter einer erfolgreichen Organisation für Gemeindegründung.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 416
    Erscheinungsdatum: 01.09.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783765573484
    Verlag: Brunnen Verlag Gießen
    Originaltitel: I, Saul
    Größe: 1441 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Ich, Saulus

1

Zerrissen

Texas

Mittwoch, 7. Mai

"ruf an. ver2felt."

Die Nachricht erschien um 8.55 Uhr auf dem Display von Dr. Augustin Knox' Handy, nur wenige Sekunden, bevor er das Gerät ausschalten musste - das war Vorschrift für Dozenten am Theologischen Seminar von Arlington, bevor sie einen Seminarraum betraten.

Augustin hätte ein rasches "sekunde" abschießen können, aber die Nachricht war nicht signiert und die Nummer war in seinen Kontakten nicht erfasst. Die Vorwahl 01139-6 war die von Rom. In seinen achtunddreißig Lebensjahren war er viel in der Welt herumgekommen und die Ewige Stadt hatte er mehr als einmal besucht. Aber ein Text wie dieser konnte auch auf einen dieser "Bin-beklaut-worden,-brauche-Geld"-Telefontricks hinweisen. Was immer das hier war, es würde warten müssen, bis er die Examensklausur in Systematischer Theologie eröffnet hatte und sich mit dem Handy wieder auf den Gang zurückziehen konnte.

Augustin war schon seit Langem fasziniert davon, welch ein nervöses Geschnatter seine Studenten vor Klausuren von sich gaben. Jetzt begrüßte ihn jemand mit: "Ich hab Sie im Who's Who nachgeschlagen, Doc, und jetzt weiß ich, wie Sie mit richtigem Namen heißen."

"Meinen Glückwunsch. Da haben Sie etwas entdeckt, was Sie schon vor vier Jahren in den Campus-Infos hätten lesen können."

"Nein! Dort steht ja nur Dr. Augustin A.Knox! Jetzt weiß ich, was das A bedeutet."

"Schön für Sie. Also, zu Beginn ein paar Hinweise, wie ..."

"Aquinas! Augustin Aquinas Knox! Mensch, Sie hatten bei der Berufswahl wohl keine Chance, was?"

"Ich bin Ihnen sehr verbunden, dass Sie den Stachel in meinem Fleisch öffentlich enthüllen. Wenn Sie es unbedingt wissen wollen, diese Namenswahl geht auf das Konto meines Vaters." Augustin verfiel in den monotonen Bass seines Vaters. "'Namen sind wichtig. Sie können über ein ganzes Leben entscheiden.'"

Viele Studenten grinsten. Sie hatten Dr. Knox senior noch gehört, bevor er im vergangenen Jahr krank geworden war.

"Da stand auch, dass Sie adoptiert sind. Tut mir leid, aber es ist ja ohnehin veröffentlicht."

"Ist auch kein Geheimnis", sagte Augustin.

Jetzt meldete sich noch jemand. "War das ein Tipp für die Klausur? Geht es um Paulus und den Stachel in seinem Fleisch?"

"Dieses Geheimnis hat er ja in jeder Seminarstunde höchstens einmal erwähnt", kommentierte jemand.

Augustin hob die Hand. "Sie sind sicher alle auf jede Eventualität vorbereitet."

"Moment noch. Wie heißt denn Ihr Vater?"

"Ed!", rief jemand. "Das weiß doch jeder."

"Schlagen Sie nach", bemerkte Augustin. "Vielleicht finden Sie es aufschlussreich."

Nachdem die Klausurbögen verteilt waren, ging Augustin leise aus dem Raum und schaltete das Handy ein. Der Hilferuf aus Rom war inzwischen auf Platz drei der Anrufliste gerückt. Ganz oben war eine Sprachnachricht von Dr. Moore, dem derzeitigen Fachbereichsleiter, der für Augustins Vater eingesprungen war, als dieser einen Schlaganfall erlitten hatte und gepflegt werden musste.

Augustin hätte eigentlich zuerst diese Nachricht abhören müssen. Aber die nächste Nachricht auf der Liste war von Sofia Trikoupis, seiner Freundin. In Athen war es acht Stunden später, also jetzt schon gut fünf Uhr nachmittags. "Ruf mich an, wenn du Feierabend hast", sagte sie. "Ich bleibe auf." Das würde dann bei ihr schon gegen Mitternacht sein, aber wie es schien, brauchte sie seine ungeteilte Aufmerksamkeit. Das würde ihn den ganzen Tag nicht loslassen. Wie sehr er sich danach sehnte, mit ihr zusammen zu sein.

Das Handy vibrierte. Wieder Rom. "dringend. ruf an. bitte."

Augustin presste die Lippen zusammen und tippte: "wer da?"

"vertrau mir. bitte."

"nur wenn ich weiß wer anruft." Augustin wartete gut eine Minute auf eine Antwort, dann schnaubte er: "Wie ich vermutet habe." Aber als er in den Seminarraum zurückging, vibrierte das

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen