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Ich bin die Nacht Thriller von Cross, Ethan (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 19.12.2013
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Ich bin die Nacht

Mein Name ist Francis Ackerman junior. Ich bin das, was man gemeinhin einen Serienkiller nennt. Doch ich töte nicht wahllos, und jedes meiner Opfer bekommt eine faire Chance, denn ich fordere es zu einem Spiel heraus. Wer gewinnt, überlebt. Ich habe noch nie verloren. Die meisten Menschen werden mich verabscheuen. Einige, die mir ähnlich sind, werden mich verehren. Aber alle, alle werden sich an mich erinnern. Mein Name ist Francis Ackerman junior. Ich bin die Nacht, und ich möchte ein Spiel mit Ihnen spielen ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 448
    Erscheinungsdatum: 19.12.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783838745565
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Originaltitel: The Shepherd
    Größe: 471 kBytes
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Ich bin die Nacht

2.

Marcus Williams machte sich kampfbereit. Er neigte den Kopf zur Seite und ließ die Nackenwirbel knacken. »Tut mir echt leid für dich«, sagte er, »aber ich kann gut verstehen, dass sie lieber mit einem wie mir zusammen ist, der normal mit ihr redet statt Grunzlaute auszustoßen, so wie du.«

»Mach hier bloß nicht auf Klugscheißer, Freundchen«, entgegnete der bierbäuchige Cowboy und blähte die Nüstern wie ein Bulle vor dem Losstürmen.

»Ja, ich sollte auf Dummschwätzer machen. Dann wären wir wenigstens auf einer Wellenlänge.«

Neben dem Cowboy, der Glenn hieß, postierten sich zwei Männer. Vom anderen Ende der Gasse hörte Marcus weitere Schritte, die näher kamen. Er streckte den Arm aus und zog Maggie hinter sich. Dumpfbacken wie diese hier rückten immer rudelweise an. Die Gasse war lang und schmal, kein Fluchtweg in Sicht.

Einer der Männer hinter Marcus klatschte irgendetwas rhythmisch in seine Handfläche es hörte sich ganz nach einem Baseballschläger an. Der Mann rechts von Glenn hielt lässig ein Brecheisen in seiner schwieligen Pranke. Marcus blickte blitzschnell hinter sich. Noch zwei Typen. Also insgesamt fünf. Zwei trugen ihre Waffen offen, die anderen hatten wahrscheinlich Messer bei sich, oder Schlagringe, oder Schlimmeres.

»Ihr Wichser aus der Großstadt haltet euch für besonders schlau, was?«, sagte der Cowboy. »Ich hab die Schnauze voll davon, dass Typen wie du uns wie Hinterwäldler behandeln, die sich nicht mal die Schuhe zubinden können. Aber da liegst du falsch, Sackgesicht. Wir werden dir ein paar Dinge beibringen, die du so schnell nicht vergisst.«

Marcus dachte blitzschnell nach. Bis die Kerle sich auf ihn stürzten, blieben ihm nur wenige Sekunden. Auch wenn sie ihn nur zusammenschlagen wollten, konnte der Streit schnell von einer Prügelei zu einem Kampf auf Leben und Tod werden. Außerdem würde Maggie nicht ungeschoren davonkommen, nachdem sie ihn fertiggemacht hatten. War ein wütender Mob erst in Fahrt, war er ungefähr so leicht aufzuhalten wie ein Schnellzug.

Adrenalin schoss ihm ins Blut und verlieh ihm zusätzliche Kraft. Er packte die Ecke eines Müllcontainers, warf sich mit seinem ganzen Gewicht dagegen und schleuderte ihn herum. Der Container war fast leer, die Räder nicht arretiert. Er wirbelte ihn den beiden Männern in den Weg, die sich ihm von hinten näherten.

Dann schob er Maggie zur Wand und trat auf die andere Seite. Er wollte die Angreifer von dem Mädchen weglocken und sie zugleich vom Kampf abschirmen.

Er wandte sich den beiden Gegnern zu, die von vorn kamen. Glenn, den Cowboy, hielt er für einen Feigling. Er hatte von vornherein gewusst, dass dieses Großmaul die schmutzige Arbeit seinen Kumpels überlassen würde.

Der erste Mann bekam einen Tritt gegen die Brust, der ihn von den Beinen riss und aufs Pflaster schleuderte. Der zweite Angreifer jedoch traf Marcus mit dem Brecheisen in die Seite. Marcus taumelte und wäre beinahe in die Knie gegangen. Der Schmerz schoss ihm das Rückgrat hinauf, aber er mobilisierte alle Willenskraft. Er hatte keine Zeit, um Schmerz zu empfinden.

Er wirbelte zu dem zweiten Angreifer herum und legte sein ganzes Gewicht hinter einen Schlag mitten in das rundliche Gesicht. Der Hieb traf den Mann mit verheerender Wucht. Er krachte schwer auf den Rücken. Marcus sah mit einem Blick, dass er so schnell nicht wieder aufstehen würde.

Der erste Angreifer versuchte sich aufzurappeln, doch seine Hoffnung, wieder in den Kampf einzugreifen, wurde durch Marcus Fußtritt beendet, der ihn seitlich am Kopf traf.

Glenn hielt sich immer noch zurück.

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