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Ich bin die Rache Thriller von Cross, Ethan (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 28.02.2019
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
8,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Ab 28.02.2019 per Download lieferbar

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Ich bin die Rache

Oft schon hat der Serienmörder Francis Ackerman jr. seinem Bruder, dem Regierungsagenten Marcus Williams, und dessen Kollegen geholfen, die grausamsten Verbrechen aufzuklären. Mittlerweile ist dem Killer das Agenten-Team der Shepherd Organization sogar irgendwie ans Herz gewachsen. Als die Shepherd-Agentin Maggie in die Hände des berüchtigten Serientäters 'The Taker' fällt, nimmt Ackerman deshalb sofort die Verfolgung auf. Die Suche führt ihn und Marcus tief in das Herz eines Indianerreservats in New Mexico. Um den Taker aus seinem Versteck zu locken und Maggie zu retten, zettelt Ackerman einen blutigen Krieg an - einen Krieg, der viele Opfer fordern wird. Auf beiden Seiten. Ethan Cross ist das Pseudonym eines amerikanischen Thriller-Autors. Nach einer Zeit als Musiker gelang es Ethan Cross, die Welt fiktiver Serienkiller um ein besonderes Exemplar zu bereichern: Francis Ackerman junior. Der gnadenlose Serienkiller erfreut sich seitdem großer Beliebtheit: Jeder Band der Reihe stand wochenlang auf der Spiegel-Bestsellerliste. Der Autor lebt mit seiner Frau und drei Kindern in Illinois.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 496
    Erscheinungsdatum: 28.02.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732560882
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Serie: Shepherd .6
    Originaltitel: The Taker
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Ich bin die Rache

Kapitel 6

Ackerman fand, dass seine körperlichen Entstellungen im breiten Spektrum möglicher Verunstaltungen irgendwo zwischen den Brandnarben Freddy Kruegers und den Kriegsverletzungen Rambos anzusiedeln waren. Zum Glück hatte sein Vater die Misshandlungen strategisch platziert, damit sie nicht sofort ins Auge stachen. Die Narben ließen sich allesamt unter einem T-Shirt mit langen Ärmeln verbergen, doch im Moment legte Ackerman es darauf an, dass jeder die Spuren der Feuerprobe, die sein Leben war, sehen konnte.

Er bemerkte, dass die junge Navajo den Blick nicht von seinem Oberkörper lösen konnte, doch ihm war klar, dass es nicht seine beneidenswerte Physis war, die Lianas Aufmerksamkeit fesselte. Er sah, wie sie die Narben analysierte und versuchte, auf eine Methode hinter dem Wahnsinn zu kommen. Ackerman nahm sich vor, sie später zu fragen, zu welchen Ergebnissen sie gelangt sei.

"Frankenstein", sagte Captain Yazzie. "Frank. Wie niedlich. Ich sehe an der Kartenskizze Ihres Leidensweges, die Sie vermutlich Haut nennen, dass Folter bei Ihnen nicht viel ausrichten wird. Wie wär's, wenn ich rede und Sie mich wissen lassen, ob ich auf der richtigen Fährte bin?"

In diesem Moment geschah es.

Ackerman spürte die Veränderung, gab sich aber alle Mühe, die Konzentration weiter auf den Polizeicaptain und die aktuelle Situation zu richten. Doch er spürte bereits den Atem im Nacken, den Schatten in seinem Rücken. Dann hörte er, wie sein Vater ihm über seine Schulter hinweg zuraunte: "Ich finde, du solltest diese Trottel töten, damit das Gelaber aufhört. Die Leute langweilen mich zu Tode."

Und dann erschien er in Ackermans Blickfeld. Sein Vater, der als Serienmörder unter dem Namen Thomas White sein Unwesen getrieben hatte, kam zur Vorderseite der Zelle und baute sich vor Yazzie auf.

Ackerman verzog keine Miene, obwohl er innerlich aufschrie. In letzter Zeit hatte er immer wieder die Stimme seines Vaters gehört, ein Raunen und Flüstern in seinem Kopf, aber die Stimme hatte nur Sätze von sich gegeben, die Ackermans eigener Erinnerung entstammten. Vor ein paar Wochen jedoch, während der tödlichen Auseinandersetzung mit einem Serienmörder, der sich "Gladiator" nannte, hatte die Stimme sich verändert und Dinge gesagt, die auf ein eigenes Bewusstsein schließen ließen, eigene Erinnerungen. Und das war erst der Anfang gewesen. Als Ackerman nach dem Sieg über den Gladiator längere Zeit im Krankenhaus verbringen musste, war ihm Thomas White in Fleisch und Blut erschienen - zumindest hatte Ackerman es so wahrgenommen. Die Halluzination war derart lebhaft gewesen, dass er nach der Schwester geklingelt und sich erkundigt hatte, ob auch sie den durchgeknallten Arzt im Dreiteiler sah. Statt zu antworten, hatte die Schwester ihn fassungslos angestarrt, als wäre seine Zunge wie ein großer, rosaroter Blutegel aus seinem Mund gekrochen.

"Ist es nicht wundervoll, dass wir wieder vereint sind, Junior?" , sagte White.

In diesem Moment fragte Yazzie: "Was ist? Sind Sie noch da, Frank? Wie sieht es mit meinem Vorschlag aus? Wenn ich die Geschichte richtig erzähle, füllen Sie dann die Lücken?"

"Ich kann Sie nicht am Reden hindern", entgegnete Ackerman. "Genauso wenig, wie Sie mich davon abhalten können, Sie zu ignorieren."

Thomas White lachte auf. "Das ist die richtige Einstellung, Junior. Mach ein Spiel daraus, wie du es damals getan hast, um den Schmerz und die Angst zu überstehen, bis ich dich gelehrt habe, auf andere Weise damit fertigzuwerden."

"Sie hatten recht", sagte in diesem Moment Captain Yazzie. "Mr. Canyon hatte mich angerufen, nachdem ein Verrückter seine Ranch überfallen hatte."

"Ich habe niemanden überfallen", widersprach Ackerman. "Ich habe nur die Lage ausgekundschaftet und an den Stellen Druck ausgeübt, wo es angebracht war."

"Mr. Canyon behauptet, Sie hätten einen seiner Trucks in Br

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