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Ich musste sie töten Die Verbrechen des Dieter Zurwehme und andere authentische Fälle von Starke, Gerhard (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 26.05.2014
  • Verlag: Militzke Verlag
eBook (ePUB)
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Ich musste sie töten

Kriminalhauptkommissar Gerhard Starke betritt gemeinsam mit seinen Kollegen eine Wohnung in Remagen. Sein Einsatz beginnt an einem Wochenende - wie so oft. Ein Szenario des Grauens muss sich wenige Zeit zuvor in den Räumen abgespielt haben. Gefesselt liegen ein Mann und eine Frau leblos am Boden, überall ist Blut. Beide wurden offenbar mit einem spitzen Gegenstand grausam hingerichtet. In einem anderen Zimmer ringt eine Frau mit dem Tod. Was Starke zu dieser Zeit noch nicht ahnt: Vor ihm liegt eine mehrere Monate andauernde Jagd nach einem Verbrecher, der skrupellos vergewaltigt, mordet, betrügt und alle in Angst und Schrecken versetzt. Christoph Kloft bringt die Erinnerungen des Kriminalhauptkommissars a.D. in klaren Worten zu Papier. Gerhard Starke erzählt mit eindringlicher, leiser Stimme aus seinem Berufsleben. Er erinnert sich an jedes Detail und schildert Verbrechen, die am Menschen und seiner Menschlichkeit zweifeln lassen. Der Buchautor beobachtet ihn und schafft durch seine Aufzeichnungen jene unumgängliche Distanz zu den Verbrechen, denen der Kommissar mit viel Professionalität, doch immer wieder fassungslos gegenübersteht. Auch in seinem zweiten Buch präsentiert das Autorenduo spektakuläre wahre Kapitalverbrechen. Ohne Sensationslust, sachlich und immer auf der Suche nach dem Warum. Gerhard Starke Kriminalhauptkommissar a. D., Jahrgang 1944. Beginnt 1962 seine Ausbildung bei der Polizei in Rheinland-Pfalz. 1971 Wechsel zur Kriminalpolizei nach Koblenz, wo er bis zur Pensionierung 33 Jahre lang bei der Mordkommission arbeitet. Auftritte in den Fernsehsendungen 'Aktenzeichen XY' (ZDF), 'Kommissare Südwest' (SWR) und 'Fahndungsakte' (SAT1). Christoph Kloft Buchautor und Journalist, Jahrgang 1962. Studium in Mainz, Gießen, Koblenz (M.A., LA Realschulen). Arbeitet bei Thüringer Tageszeitungen, u.a. ab 1992 als Redakteur für die Thüringer Allgemeine. Seit 1998 freiberuflich. Veröffentlichung von Romanen, Kinderbüchern, Sachliteratur.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 208
    Erscheinungsdatum: 26.05.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783861899631
    Verlag: Militzke Verlag
    Größe: 3278 kBytes
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Ich musste sie töten

Das verräterische Gebiss

Heike Schüler ist 19 Jahre alt und gilt als aufgeschlossene junge Frau. Sie hat erfolgreich die Handelsschule abgeschlossen und erlernt jetzt den Beruf der Industriekauffrau. Sie stammt aus dem Taunus, wo sie bei ihren Eltern mit zwei Geschwistern aufwuchs. Anfang der siebziger Jahre zieht sie nach Lahnstein, eine rheinland-pfälzischen Stadt mit knapp 20 000 Einwohnern, die fünf Kilometer südlich von Koblenz liegt.

Heike Schüler hat in einer großen Holzhandlung an der Lahnmündung eine Ausbildungsstelle gefunden, und als der Chef ihr das Angebot macht, für eine geringe Miete eine kleine Wohnung im Bürogebäude der Holzhandlung zu beziehen, denkt sie nicht lange nach und ergreift die Gelegenheit beim Schopf. Sie möchte sich von zu Hause abnabeln – eine bessere Gelegenheit, selbständig zu werden, könnte sie nicht bekommen.

In der Woche wohnt Heike Schüler nun in Lahnstein, an den Wochenenden fährt sie nach wie vor zu ihrer Familie in den Taunus. Da sie noch keinen Führerschein hat, benutzt sie für diese Fahrten öffentliche Verkehrsmittel. Wenn sie sonntags wieder nach Lahnstein aufbricht, hat sie jedes Mal mehrere Mahlzeiten im Gepäck, die ihre Mutter ihr für die nächsten Tage vorgekocht hat.

Heike ist eine hübsche junge Frau, die alle Blicke auf sich zieht. Sie merkt das sehr wohl und genießt die Bewunderung ihrer Umgebung, ohne deshalb arrogant zu wirken. Sie ist schlank, hat blaue Augen und blonde, halblange Haare. Besonders auffällig ist ihre Oberweite. Zwar hat sie kein Problem mit ihrem großen Busen, dennoch versucht sie ihn durch ihre Kleidung etwas zu kaschieren – sich aufreizend zu präsentieren, ist ihre Sache nicht. Einen festen Freund hat sie noch nicht, sie lässt sich Zeit und im Moment kommt ohnehin der Beruf an erster Stelle.

In der Firma hat sie sich einen guten Ruf erarbeitet, die Kollegen und Kolleginnen mögen die nette und aufgeschlossene junge Frau. Wenn sie in die Werkshallen muss, kommt es vor, dass ihr die männlichen Kollegen aus der Produktion hinterherpfeifen, doch auch damit lernt sie bald umzugehen und gibt die richtigen Antworten. Der Ausbilder ist mit ihrer Arbeit zufrieden, und auch ihre Leistungen in der Berufsschule geben keinen Anlass zur Klage.

Eines Morgens erscheint Heike Schüler nicht wie gewohnt im Büro. An diesem Tag ist keine Berufsschule, eine Krankmeldung liegt ebenfalls nicht vor. Die Kollegen machen sich deshalb große Sorgen, denn noch nie hat die junge Frau ohne Entschuldigung gefehlt. Sie verständigen den Firmeninhaber.

Da dieser zugleich Heike Schülers Vermieter ist, hat er einen Zweitschlüssel von ihrer Wohnung. Bevor er die Tür öffnet, klingelt er mehrmals, ruft auch laut ihren Namen. Frau Schüler reagiert nicht. Er öffnet die Wohnungstür und ruft erneut nach Heike – wieder keine Reaktion.

Er geht in die Wohnung, betritt das Wohnzimmer und bleibt abrupt stehen. Im Wohnzimmer entdeckt er die junge Frau – nackt. Klaffende Wunden sind an ihrem Hals zu sehen. Der Kopf liegt in einer großen Blutlache. Sofort verlässt der schockierte Mann die Wohnung, verständigt Notarzt und Polizei.

Wenig später sind die Beamten der Lahnsteiner Schutzpolizei vor Ort und verschaffen sich einen Überblick. Auch der Notarzt trifft ein, er kann nur noch den Tod Heike Schülers feststellen. Er nimmt keinerlei Veränderungen an der Leiche vor, die Feststellung der Todeszeit überlässt er dem Rechtsmediziner.

Es ist klar, dass dies ein Fall für die Mordkommission ist. Ein Anruf beim Polizeipräsidium Koblenz genügt und zehn Minuten später sind Kommissar Starke und seine Kol

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