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Ich töte dich Thriller von Novak, Brenda (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 04.12.2017
  • Verlag: Aufbau-Verlag
eBook (ePUB)
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Ich töte dich

Ein Alptraum wird wahr ... Als sie sechzehn Jahre alt war, wurde Evelyn Talbot von ihrem Freund eingesperrt und gequält. Sie wurde nur gerettet, weil er sie für tot hielt. Nun ist sie Psychologin in einer Anstalt im fernen Alaska, die von vielen Einwohner argwöhnisch beäugt wird. Als eine Einheimische ermordet wird, hat man sofort jemanden aus der Anstalt in Verdacht. Doch Evelyn weiß es besser - es ist ein Hinweis an sie, eine Drohung und das Zeichen, dass die Vergangenheit noch längst nicht vergangen ist. Zum Glück ist sie nicht allein. Der Polizist des Ortes hat sich in sie verliebt, doch spielt er ein faires Spiel? Vorsicht: ein eiskalter Thriller, der düstere Träume bereiten kann! Brenda Novak lebt mit ihrem Mann und ihren fünf Kindern in Sacramento. Sie wurde für ihre Romane mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Als Aufbau Taschenbuch erschien bisher der erste Roman um die Psychiaterin Evelyn Talbot: "Ich töte dich".

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 400
    Erscheinungsdatum: 04.12.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783841214119
    Verlag: Aufbau-Verlag
    Originaltitel: Her Darkest Nightmare
    Größe: 4068 kBytes
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Ich töte dich

Prolog

Wenn du eine umbringst, kannst du auch gleich einundzwanzig umbringen.

Mark Martin, britischer Mörder

Als sie zu sich kam, hörte Evelyn Talbot nichts. Sie konnte auch nichts sehen. Es war dunkel geworden, und in der Hütte, in der sie auf der kalten Erde lag, gab es keinen elektrischen Strom.

Oder ... war sie gar nicht mehr in der Hütte?

In ihrem Kopf ging alles durcheinander ...

Vielleicht war sie tot . Sie hatte den Tod erwartet, hatte geglaubt, den Highschool-Abschluss nicht mehr schaffen zu können, weil sie nicht so alt werden würde wie die meisten anderen. Und falls sie doch noch am Leben wäre, dann nur unter Schmerzen. Davon hatte sie in den letzten drei Tagen, seit Jasper Moore sie hier gefangenhielt, schon eine Menge erlebt. Doch jetzt, in diesem Moment, spürte sie ... nichts.

Das ergab keinen Sinn.

Außer, sie hatte die ganze Sache nur geträumt. War das alles etwa ein furchtbarer Albtraum? Würde sie aufwachen, zur Schule gehen und dort Jasper treffen, wie er in der Nähe des Unterrichtsraums abhing, in dem die erste Stunde stattfand? Wie er lässig an der Wand lehnte und mit ein paar anderen Typen aus dem Baseballteam darüber beriet, wo sie vor dem Abschlussball essen gehen könnten?

Sie stellte sich vor, wie sie ihm von ihrem Traum erzählte, er habe Marissa, Jessie und Agatha umgebracht - ihre drei besten Freundinnen. Sie hätten darüber gelacht und den Horrorfilm verantwortlich gemacht, den sie vor kurzem gemeinsam gesehen hatten. Er würde den Arm um ihre Schultern legen, sie an sich ziehen und küssen, und dann wäre alles wieder in Ordnung und sie mit der Welt im Reinen.

Diese Hoffnung, die kurz in ihr aufblitzte, hielt nicht lange an. Ihr eigenes Bett fühlte sich anders an - das hier war bucklige, festgestampfte Erde. Nicht einmal die alte Matratze, die sie hergeschleppt hatten, als sie diesen Ort entdeckten und zu ihrem Geheimversteck machten, war so unbequem gewesen. Wenn sie einatmete, hatte sie noch den Rauch in der Nase und erinnerte sich, wie Jasper ein brennendes Streichholz auf den Haufen Reisig warf, den er im Wald gesammelt hatte. Er saß eine gefühlte Ewigkeit lang auf einem der Hocker, die sie ebenfalls hergebracht hatten, und rauchte einen Joint. Er hatte vorher nie Marihuana geraucht, jedenfalls nicht vor ihr, und sie waren jetzt schon seit sechs Monaten zusammen. Aber dieser Jasper Moore war nicht der Junge, den sie gekannt hatte - dieser Jasper Moore war eine Bestie.

Sie wagte nicht, auch nur mit der Wimper zu zucken, als er sie betrachtete. Sie hielt die Augen geschlossen und konnte nicht sehen, was er tat. Aber sie spürte, dass er sie genau beobachtete, um sich zu vergewissern, dass sie tot war.

Weil er ihr das Seil abgenommen hatte, mit dem er sie zuvor gefesselt hatte, konnte sie ihre Hände jetzt bewegen. Es kostete sie große Mühe, sie nicht auf den Hals zu pressen, um das Blut zu stoppen, das dort herausströmte. Beim Atmen hätte sie fast gegurgelt, und der Qualm in der Luft erschwerte es, flach zu atmen. Falls sie nicht vorher verblutete, würde sie vielleicht ersticken. Aber ihre Instinkte sagten ihr, dass ihr nur eine Chance blieb: Sie musste ihn glauben lassen, dass ihm gelungen war, worauf er es abgesehen hatte, als er ihr die Kehle aufschlitzte.

"Du verarschst mich nicht mehr, Schlampe", höhnte er, als er schließlich aufbrach, um es dem von ihm gelegten Feuer zu überlassen, sämtliche Spuren zu vernichten.

Sobald er verschwunden war, hatte sie versucht, aufzustehen, doch dabei musste sie ohnmächtig geworden sein. Zu dem Zeitpunkt war es draußen bestimmt noch hell, hell genug, dass sie sich vorstellen konnte, wie er hastig nach Hause lief, um nicht zu spät zum Baseballtraining zu kommen. Während er sie hier gefangen hielt, war er weiterhin zur Schule gegangen. Wenn er zurückkehrte, jede Nacht, berichtete er lachend, dass die

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